2205 Kaffee und Tiersex
Also eigentlich fand ich ja Spatzen immer total cool. Auf jeden Fall niedlich und weniger stressig als Tauben und auf jeden Fall auch weniger eklig. Da die Spatzen ja auch vom Aussterben bedroht sind, kann man denen auch ruhig mal eine Brotkrume entgegenwerfen. Einen Rückzugspunkt haben sich die quirligen Vögel in der Mathecafeteria der TU-Berlin gebildet – das ganze Areal ist klar in Spatzenhand. Studenten, Dozenten und Bauarbeiter sind dort gerade mal geduldet und dienen als Futterlieferant. Eines ist klar – die Tiere stehen hier ganz oben in der Hackordnung. Und das wissen sie auch.
Jetzt gestern, oder letzte Woche, ich weiß nicht mehr, saß ich draußen, wie so oft, auf den Bierbänken und trank gemütlich meinen Kaffee. Wie gesagt, ich empfand Spatzen ja immer als die angenehme Alternative städtischer Wildtiere (abgesehen von Stadtfüchsen). Aber als ich da so saß und am Pappbecher nuckelte wurden die Viecher echt eklig: Die haben, ich kann es kaum schreiben, sich tierisch durch die Gegend gevögelt! (Man verzeihe mir das Wortspiel) Ein Weibchen setzte sich direkt neben mir auf den Tisch, zwei Spatzeneber prügelten sich um ihren After und der Gewinner durfte sie besteigen. Direkt neben mir. Bah!
Scheiß Frühling, eklige Spatzen. Was ich damit sagen will? Wenn ihr das nächste Mal im Streichelzoo die niedligen, fluffigen Tierchen streichelt, denkt daran, auch die haben Sex. Für mich bricht eine Welt zusammen.




