Es ist zwar schon fast zu spät, aber vielleicht kann ich euch noch helfen, ein passendes Halloweenkostüm zu finden. Es gibt nämlich ein paar grundlegende Regeln, die man schon irgendwie beachten sollte, bevor es für euch extrem peinlich wird. Ihr wollt doch sicher, das man sich später mal erinnert, wie cool euer Kostüm war und nicht, wie scheiße ihr darin aussaht. Ich weiß ja, dass es schwierig ist, einen kritischen Blick auf sich selbst zu haben, vor allem, wenn es um sowas wie Mode geht. Zumal ich selbst ja Jahre lang glaubte, dass der Begriff “Mode” von “modern”, also “vermodern”, kommt. Sowas erklärt einem ja auch keiner. Drum hier also 10 Tipps, dass ihr nicht der peinlichste Gast werden. Wie ihr der coolste werdet, na ja, dazu brauch es noch ein bisschen mehr, als ein gutes Kostüm.
1. Seid euch eurer Figur gewahr
Ja, es kann sein, dass ihr mal total schlank gewesen seid, als ihr noch jünger wart. Aber ein Wonder-Woman-Kostüm sieht einfach nur gut aus, wenn man eben auch die passende Figur dafür hat. sonst könnte es sehr schnell sehr peinlich werden. Genauso bei Hulk. Wenn ihr ausseht, wie Lou Ferrigno, ist das kein Problem. Seid ihr figurtechnisch eher ein Urkel, lasst es bitte bleiben.
2. Achtet auf Hitzeentwicklung
Ihr kennt ja sicher Partys. Da sind meistens mehrere Menschen, manchmal sogar viele, die sich auf begrenztem Raum tummeln. Die Folge ist, dass sich durch menschliche Abgase so ein Raum schnell erwärmt. Daher könnte sich euer, vielleicht, echt cool aussehendes Latex-Batman-Kostüm schnell in eine Ein-Mann-Sauna entwickeln und ihr liegt schneller mit einem Kreislaufzusammenbruch in der Ecke, als ihr denkt. Beachtet das, denn so ein Krankenwagen kann eine Party mindestens genauso schnell sprengen, wie die Polizei.
3. Klassiker sind okay
Cowboy, Indianer, Pirat (bedingt), Ritter, Zorro, das sind alles bodenständige und grundsolide Kostüme, die man nicht unterschätzen sollte. Die haben schon als Kind funktioniert und versprühen heute einen sentimentalen Charme, der nicht zu unterschätzen ist. Solche Kostüme dürfen auf keiner Party fehlen. Aber Obacht, zu viele gleiche oder ähnliche Kostüme langweilen auch schnell.
4. Bitte nur Geschlechterwechselei, wenn es richtig gut ist
Wenn sich ein Mann als Frau bzw. eine Frau als Mann verkleidet, hat das irgendwas extrem Eigenartiges. Ich denke dessen ist sich jeder bewusst, aber ich wollte es nur nochmal sagen, um euch das auch in Erinnerung zu rufen, denn darum geht es bei diesem Punkt nicht. Eher darum, dass man das Geschlecht eines Kostüms nicht leichtfertig ändern sollte. Eine Spongebobbin zum Beispiel funktioniert nicht so gut, auch, wenn das Mädel die entsprechende Figur hat (siehe Punkt 1), es sei denn, das Kostüm ist der Hammer. Bei einem Hellboy-Girl verhält sich das ähnlich. Wenn es umwerfend gut ist, haut rein, macht das (wie zum Beispiel hier – Hammer), wenn ihr euch aber nur rot anmalt und einen Boxhandschuh anzieht, bitte nicht.
5. Obacht vor geprägten
Ich weiß, dass die Versuchung groß sein mag, sich als der Joker aus “The Dark Knight” zu verkleiden, weil das Kostüm, also der Anzug, extrem schick ist und man ihn auch so mal anziehen kann. Aber wenn ihr euch nicht gerade die Mundwinkel aufschneidet, würde ich davon abraten, weil Heath Ledger noch nicht lange genug tot ist, um sowas zu machen und er hat die Rolle des verrückten Superschurken schon sehr geprägt. Eine Jokeress aber mag ganz cool sein, wenn man die Tipps aus Punkt 4 beachtet. Ähnlich verhält es sich bei Captain Jack Sparrow. Johnny Depp hat diese Rolle nachhaltig geprägt, drum ist es sicher für jeden extrem schwer, in einem Sparrow-Kostüm nicht eigenartig auszusehen.
6. Achtung vor zu nerdigen Kostümen
Jeder ist Star-Wars-Fan, aber nur die extremen Nerds sind Star-Trek-Fans. Darum kann ein Luke Skywalker besser ankommen, als ein Captain Kirk oder ein Jean-Luc Picard, zumal deren Uniformen sicher nur Strampler aus Viskose sind, die einen schnell lächerlich machen können. Ich find das ja selbst doof. Ach so und bitte keine Manga- und Anime-Kacke, die eh keine Sau kennt.
7. Sei mutig!
Dein Kostüm ist dir irgendwie immernoch peinlich, obwohl du alle vorangegangenen Punkte berücksichtigt hast? Willst du vielleicht als Sigmund Freud verkleidet zur Party gehen? Oder als Caesar? Du hast Angst, dass das keine Sau erkennt? Du musst dir für dein Kostüm eine Glatze scheren, weil du als Kojak/Buddha/Gorbatschow/Demi Moore aus “Die Akte Jane” gehen willst? Na und? Mach das doch einfach. Es ist doch echt latte, was andere Leute denken, also sei mutig und verkleide dich als Donald Duck, aber zieh bitte eine Hose an. Halloween ist aber die beste Möglichkeit zu beweisen, dass man sich selbst nicht ganz so ernst nimmt und auch mal Quatsch machen kann.
8. Mach es dir nicht zu leicht
Wenn du dir einen gelben Integralhelm aufsetzt und sagst, dass du heute Pacman bist, geht das vielleicht nur, wenn noch jemand dabei ist, der ein blaues Bettlacken überzieht und sagt, er sei ein Geist. Ansonsten ist das einfach zu einfach und stellt dich nur in den Schatten der Leute, die sich ein bisschen mehr Mühe gegeben haben. Sich einfach einen braunen Mantel anzuziehen und zu sagen, man sei Doktor Who, geht auch nur, wenn man dazu noch einen Sonic Screwdriver hat oder David Tennant ist.
9. Selbstgebasteltes kommt immer besser an
Ihr müsst für euer Kostüm viel basteln, habt aber zwei linke Hände und nur Daumen? Das macht alles nichts, weil selbstgemachte Dinge immer besser ankommen, als fertig gekaufte. Das kann man sich übrigens auch mal für Weihnachten merken. Auch, wenn ihr viel mit Klebeband bastelt (mach ich auch), oder gewisse Dinge einfach zweckentfremdet, umbaut, anmalt, umnäht und es immer noch nicht ganz so aussieht, wie das Original oder eigentlich sogar recht stümperhaft, ist das doch alles kein Problem. Selbstgemacht ist immer am Besten. Aber achtet halt drauf, dass es zumindest einen Abend lang hält.
10. Dein Kostüm ist immernoch nicht cool genug?
Mach dir keinen Kopf, wenn du denkst, dass du mit deinem Kostüm nicht gegen die anderen anstinken kannst. Das macht gar nichts, denn es kann ja nicht jeder das coolste Kostüm haben. Der beste Rat kommt hierbei von allen Müttern dieser Welt: Hauptsache ihr habt euch Mühe gegeben. Mehr kann man nicht von sich verlangen. Es geht ja auch bei Kostümpartys nicht darum, sich mit anderen zu profilieren, sondern darum, mit anderen gemeinsam Spaß zu haben. Auch, wenn vielleicht ein Preis für das beste Kostüm verliehen wird, sind doch irgendwie alle Gewinner, denn es zählt das große Ganze. Tschuldigung, das musste sein.
Ich hoffe, diese Tipps helfen euch ein wenig, ein anständiges Kostüm zusammen zu basteln. Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, aber ich denke, dass das schon ganz handfeste Hinweise sind, dass eure Party zumindest kostümtechnisch ein Erfolg wird.
Der wichtigste Tipp ist aber wohl, dass ihr eigentlich auch machen könnt, was ihr wollt. Lasst euch von keinem reinreden, wenn ihr eine ganz tolle Kostümidee habt. Im Endeffekt müsst ihr ja eh dafür und damit geradestehen. Nichtsdestotrotz wünsche ich schonmal viel Spaß am Reformationstag!
Tags: Halloween, Kostüme, Quatsch & Unsinn, Tipps, Tutorial,
28. October 2008 um 19:38
KRIMSKRAMS

Hurra..es gibt bislang 8 Kommentare ;)
Danke für die Tipps! Auch wenn ich verkleiden hasse…Kindheitstrauma und so, ne.
Ach Papperlapapp, heute kannst du dich ja ordentlich verkleiden… Als Zombie oder so *g* Das ist ja ungleich cooler, als ein Clown… außer vielleicht Pennywise
[...] Halloweenparty genau nur eine Person mein Kostüm erkannt. Ich hab also unwissentlich Tipp 6 meiner Tipps zum Halloweenkostüm missachtet. Aber kann man denn ahnen, dass die Leute Ash aus “Armee der Finsternis” und [...]
Also…^^Ich finde deine Tipps helfen einem auf jeden Fall dabei sich nicht völlig mit seinem Kostüm zu blamieren…
Das einzig schlechte an dem ganzen Artikel ist dass du Animes und Mangas als “Kack” bezeichnest-.- Denn ich glaube wenn sich ein Mädchen meintetwegen als “Sailor Moon” verkleidet und das Kostüm wirklich gut ist, viele dieses auch als Sailor Moon erkennen wird.;)Und außerdem sagst du selbst unter Punkt 7: “Sei Mutig!Du hast Angst, dass das keine Sau erkennt?Na und? Mach das doch einfach”.
Ich werde heute Abend als Leatherface gehen. Hab mir da vor zwei Jahren mal nen fettes Kostüm in den Staaten gekauft. Dort gibt es ja richtig geile Kostüme. Gut, Halloween hat dort auch nen ganz anderen Stellenwert.
In so nem Metal Gothic Club ist da ne coole Halloweenparty. Ich frage mich aber, als was die normalen Gothics und Metaller gehen. Vielleicht als Hippie *gg*
Blub: Naja, ich find Animes und Mangas eben größtenteils kacke, da kann ich nix machen *g* (Natürlich gibts da auch Ausnahmen)
Sailor Moon mein ich damit auch gar nicht, die würde man sicher erkennen, weil sie auch in gewisser Weise zur Allgemeinbildung gehört…
Der Tipp mit dem Mutigsein ist wohl einer der wichtigsten… wenn man eben doch als eine eher unbekannte Figur gehen will, dann muss man eben auch damit rechnen ,dass man nicht erkannt wird und man es ziemlich oft erklären muss…
Ich geh heute zum Beispiel als Shaun von Shaun of the Dead… das wird auch wieder niemand kennen
Oder machs wie Sheldon und geh als Doppler Effekt hehe.
Hehe, das wäre Plan B gewesen, wenn ich keine passende Krawatte gefunden hätte *gg*