0101 Frohs Nois!
So, das Jahr ist jetzt endlich rum und es ist Zeit für einen Neuanfang, Neues Jahr, neues Glück, Tabula Rasa quasi. Wenn ihr wissen wollt, wie meine Silvesterparty so war, dann lest ruhig weiter. Allen anderen sei schonmal ein frohes, neues Jahr gewünscht und ich hoffe, dass das neue Jahr bei allen besser wird, als das alte.
Wir, Freundin und ich, waren jedenfalls bei einem Freund in Mitte geladen, aber bis wir da ankamen, war erstmal alles ganz schön scheiße: Migräne-Anfall. Sowas kommt ja doch immer sehr überraschend und unpraktisch und versaut einem eigentlich den ganzen Tag. Beim Boulettenbraten merkte ich auf einmal, dass ich gar nicht mehr so genau erkenne, was ich da eigentlich mache. Alles war irgendwie verschwommen und ich hab ständig vergessen, wie oft ich die Bouletten nun schon umgedreht hatte. Das war so ein Feeling, das man hat, wenn man zu schnell aufgestanden ist und die Sicht irgendwie matschig wird. Nur eben, dass es nicht vergangen ist. Kopfschmerzen hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, geschweige denn eine Ahung, was das nun war, weil ich sowas schon seit Monaten nicht mehr hatte und in der Form noch gar nicht. Jedenfalls dann beim Essen kamen die Schmerzen und ich musste mich erstmal noch eine Stunde hinlegen. Kurz geblinzelt und schon war ich wieder wach und die Stunde war vergangen. Später konnte ich mich auch gar nicht so genau erinnern, was es zu essen gab.
Bei der Party dann wurden die Kopfschmerzen eigentlich auch nicht besser, aber zumindest erträglich und das einzige, was ich an dem Abend trank, war, außer literweise Cola, auch nur ein Becher Sekt zum Anstoßen. Dafür konnte ich schön das Feuerwerk am Brandenburger Tor beobachten.
Übrigens haben wir, Freundin und ich, uns bei der Party auch schon beizeiten unbeliebt gemacht. Ich saß leider so blöd, dass ich immer aufstehen musste, wenn jemand vorbei wollte. Komischerweise wollte das eine Mädel STÄNDIG vorbei. Man kann doch mal überlegen, wie oft man irgendwo langlaufen muss und wie man die Anzahl verringern kann. das ist zwar eine kleine, logistische Herausforderung, aber der kann man sich schonmal stellen, finde ich. Jedenfalls meinte sie “Ich muss hier nochmal vorbei, aber ich bin ja relativ dünn.” Ich, zu dem Zeitpunkt schon ein bisschen genervt (Kopfschmerzen und so, ihr wisst bescheid), “Relativ dünn ist ja auch relativ dick”.
Ich wusste gar nicht, dass ich sie damit so traf, weil sie eigentlich nicht so dick war. “Nur weil heute Silvester ist, muss man ja nicht gleich gemein sein.” Meine Antwort: “Keine Sorge, ich bin immer ein Arschloch.”
Zuvor fragte das Mädel meine Freundin noch, ob sie was von ihrem Popcorn abhaben könne, das sie freundlicher Weise, warum auch immer, geschenkt bekam. Eigentlich hielt sie nur die Hand auf. “Ne, das ist meins,” sagte sie. Das sind so die Momente, wo ich mich wieder erinnere, warum ich sie so liebe ![]()
Jedenfalls wollte dann den Rest des Abends niemand etwas mit uns zutun haben.
Noch was anderes: Der Gastgeber ist einer dieser Applejünger und ich muss mich da mal entschuldigen. Apple ist gar nicht soooo böse, wie ich immer annahm, denn zusammen macht die Technik echt Sinn. Über W-Lan waren da der Computer, der IPod und mehrere Lautsprecher miteinander verbunden und mit dem IPod konnte man dann auf die Musikdatenbank des Computers zugreifen und sie über die Lautsprecher ausgeben. Das fand ich schon ganz schön genial und ein Touchpad ist sowieso ganz schön cool. Aber der Teufel ist ja auch ein Meister der Verführung, nicht wahr?
Vorsätze habe ich dieses Jahr keine großartigen gefasst. Vielleicht fange ich mal mit etwas Sport an, vielleicht auch nicht. Ich will mir dieses Jahr eigentlich keine weitere Konsole kaufen, obwohl so eine PS3 oder das NDS mich schon extrem reizen würden. Ansonsten will ich etwas netter zu fremden Menschen werden, wobei das wohl extrem schwierig wird, wenn da doch so viele Idioten unterwegs sind. Ansonsten möchte ich irgendwas Kreatives machen. Vielleicht fange ich wieder an zuzeichnen und verbinde dieses Vorhaben mit dem Blog hier, das könnte ganz gut werden, wenn es so wird, wie ich mir das so vorstelle. Ach und überhaupt möchte ich noch ein bisschen mehr Energie auf den Blog verwenden und die ganze Kacke nicht immer so vor mich herschieben. Mal schauen. Nichts Großartiges also. Was sind denn so eure Vorsätze, wenn ihr denn welche habt?
Übrigens gibt es da so einen Brauch, den ich noch nicht so lange kenne, der wie folgt lautet: Das neue Jahr wird so, wie das erste Lied ist, dass man im neuen Jahr hört. Bei mir war es Superpunk mit “Ja, ich bereue alles”. Selbstgewählt. Mal schauen.
Ansonsten hoffe ich, dass ihr schön gefeiert und nicht zu viel Geld für Böller ausgegeben habt.
Auf ein neues Jahr!




