1203 Coca Cola drückt ganz schön auf die emotionale Drüse
Ich wollte nicht Gänsehautdrüse sagen, im Sinne von Tränendrüse, aber irgendwie versucht Coca Cola, die ja bekannt für gute bis sehr gute Werbespots sind, mit diesem hier ganz schön eigenartige Emotionen heraufzubeschwören. Was empfindet man nach dem Konsum dieses Films? Reue, weil man sein Leben irgendwie verschwendet hat, weil man sich zu oft ärgerte, wütend war oder nutzlose Dinge getan hat? Oder Wehmut, weil wir alle gern solch einen Rat bekommen hätten, als wir geboren wurden, obwohl wir wahrscheinlich nicht drauf gehört hätten, wie wir auf ähnliche Dinge nicht hörten, als sie uns von dem stadtbekannten Obdachlosen erzählt wurden? Sympathie, weil in diesem Film zwei Figuren vereint werden, die in uns in etwa das selbe Gefühl, nämlich das der Hilfsbereitschaft, auslösen, weil sie beide ziemlich hilflos sind und dabei durch den Altersunterschied einen extremen Kontrast bilden, also quasi so unterschiedlich sind, obwohl sie so gleich sind?
Ich glaube, es ist Scham. Scham, weil wir bis zum Ende nicht vermutet hätten, dass der Spot von einer großen, kapitalistischen Firma stammt, die nur mit unseren Gefühlen spielt, um sich unser Geld in die Taschen zu spülen und es auch noch funktioniert.
Zum Glück hab ich keine Kohle für Coca-Cola und kaufe lieber die Plagiate ![]()
Aber hier der Spot, viel Spaß.
(via)




