2504 Moodstream – Die eigenen Gefühle über den Browser steuern
Stellt ihr euch manchmal die Frage, ob die Musik die ihr gerade hört die Emotionen hervorruft oder ob ihr die Musik nach eurer aktuellen Gefühlslage auswählt? Ich glaube, die Antwort ist “Sowohl als auch”. Wenn ich etwas Trauriges höre, kann es mich deprimieren, aber genauso kann ich keine schwermütige Musik hören, wenn ich gut drauf bin. Klar, nicht jeder Künstler hat die Fähigkeit Emotionen in einem hervorzurufen, das können nur die richtig guten. Aber prinzipiell ist die Frage wohl nicht eindeutig zubeantworten.
Moodstream allerdings versucht, einen mit Musik und Bildern in eine Stimmung zubringen, die man sich selbst auswählen kann, quasi. Man gibt an, ob man etwas Trauriges oder Fröhliches hören möchte, etwas Beschwingtes oder Langsames, etwas Ernstes oder Unterhaltsames und so weiter. Insgesamt hat das Gerät fünf Regler mit Abstufungen, mit dessen Hilfe sich eine Emotion gestalten lässt, die dann in Bild und Ton ausgegeben wird. Man kann allerdings auch aus sechs vorgefertigten Emotionen auswählen. Je nach dem, wie man gerade drauf sein möchte oder drauf ist.
Anschliessend kann man das einfach auf sich wirken lassen und schon bald ist man, zum Beispiel, inspiriert. Oder man hängt am Strick. Einzelne Elemente des Streams lassen sich in einem sogenannten Moodboard speichern, um sich seinen eigenen Moodstream zugestalten. An der Stelle kann es ganz witzig werden, weil ich zum Beispiel die Explosion einer Atombombe mit verschiedenster Musik unterlegt habe. Okay, witzig ist da vielleicht das falsche Wort. Verrückt passt besser. Schade finde ich allerdings, dass die Tracks nur kurz angespielt werden, dafür kann man sich aber Informationen zu den Künstlern und Bildern liefern lassen, um davon ausgehend vielleicht noch weiter zurecherchieren.
Ich kenne übrigens auch Medikamente und Drogen, mit denen man seine Emotionen steuern kann, aber das ist ein anderes Thema. Ich finde, das ist schonmal einen Blick wert. Aber nicht, dass ihr mir hier dann alles vollheult.
Getty Images, die Firma, die das Hergestellt hat, scheint irgendwie ein Shop zu sein, über den Bilder und Filme vertrieben werden. Ich weiss es nicht genau, interessiert mich irgendwie auch nicht so sehr.




