2505 Zurück in Preußen
Wie ihr sicher schon gemerkt habt, oder wahrscheinlicher eher nicht, bin ich aus dem bayrischen Ausland zurück in meinen heimatlichen Gefilden. Eigentlich war ich schon gestern abend wieder daheim, aber nach acht Stunden Autofahrt und einem damit einhergehendem Nikotinentzug war ich einfach zu nichts mehr in der Lage. Außerdem blogge ich sonntags ja nie, Sabbat und so.
Aber ich muss sagen, Chiemsee und so, Hammer. Ehrlich. Da ist alles noch so grün, so wenig vollgeschmiert und die Dorfjugend, vor denen man anderorts Angst hat, grüßen dich, obwohl sie einen gar nicht kennen. Dafür ist dort noch nicht das neue Ladenschlußgesetz angekommen und so machen die meisten Geschäfte, also in Rosenheim zum Beispiel, schon um 18 Uhr zu. Kirchen übrigens auch, was meine Freundin mit “Na ja, hier haben sie noch Reichtümer. Die Russen waren hier ja nicht” kommentierte.
Außerdem war es auch mal wieder wirklich richtig schön Zeit mit meinen kleinen Geschwistern zuverbringen. Die sind nämlich echt cool. Während man sich als Elter wahrscheinlich eher Sorgen macht, ob die Kids gesund werden und es im Leben zu irgendwas bringen, macht man sich als großer Bruder eher Gedanken darum, ob sie cool werden und sich von niemandem Herumschubsen lassen. Aber die Gefahr ist gebannt.
Morgen oder so kann ich euch mal ein paar Fotos zeigen und ich sag euch: das lohnt sich. Man mag es zwar nicht annehmen, aber ich bin, wenn ich irgendwo anders, als zuhause bin, extrem kulturinteressiert. So viele Schlösser, Museen, Parks, Altstädte und Ausstellungen kann es gar nicht geben, dass mir das langweilig wird. Da hab ich euch einige echt schöne Sachen zuzeigen, wo die Theorie, dass Bayern eine andere Welt ist, nochmal unterstrichen wird.
Braun bin ich auch geworden, zumindest stellenweise. Also rot eher, weil ich es irgendwie vergaß meine Geheimratsecke hohe Stirn Denkerstirn mit Sonnencreme einzuschmieren. Aber die besten Urlaube sind wohl, wenn man sich daraus etwas für das Leben mit nach Hause nimmt. Entscheidungen und Vorsätze zum Beispiel.
Zum Beispiel habe ich es geschafft, trotz meiner Höhenangst über einen Steg zulaufen, ohne in Weinkrämpfe zuverfallen. Ach so, das Wasser in den Seen dort unten ist viel, viel sauberer als hier in Berlin, weswegen man eigentlich gute 5 Meter bis zum Grund schauen kann. Und so ein Steg ist ja auch ein paar Meter über dem Wasser, also konnte ich durch die Ritzen der Planken undgefähr 100 Meter tief schauen. Oder so.
Wasser und so ist mir ja auch nichts, weswegen Bootfahren und Schwimmen für mich eigentlich nicht wirklich in Frage kommt. Trotzdem war ich Tretbootfahren (ich erinnere an die 400 Meter Sichttiefe zum grund) und es war schön. Sehr schön sogar! Daher aber auch mein leichter Sonnenbrand.
Außerdem trug ich das erste mal seit Jahren wieder eine kurze Hose, weswegen ich mich dazu entschieden habe, dieses Jahr braune, also gebräunte, Beine zubekommen. Vielleicht fange ich an zujoggen, aber das kann ich nicht versprechen. Wahrscheinlich habe ich das auch nächste Woche schon wieder vergessen.
Ein paar andere Dinge habe ich auch noch entschieden, aber die sind hier erstmal nicht weiter wichtig. Freut euch lieber heute abend oder morgen auf die Bilder vom Chiemsee. Jetzt geht es erstmal wie gewohnt weiter mit Krimskrams aus dem Internet, den ihr ohne mich vielleicht nicht finden würdet
Ach so und danke, dass ihr euch so gut benommen habt, während ich weg war. Dafür bekommt jeder ein Sternchen neben seinen Namen




