2507 Plattentipp: Die Pretty – Bittersweet
Weil ich heute, also gestern, keine Lust habe bzw. hatte, etwas für morgen, also heute, vorzubereiten, dass ihr auch morgen, also heute, etwas schönes zulesen oder anzuschauen habt, dachte ich mir, dass ich euch mal wieder mit einem schönen Plattentipp versorge, weil ihr, glaube ich, sowieso alle ganz fürchterliche Musik hört. Das ist aber gar nicht schlimm, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten (ich streite, ihr hört zu), aber zusammen kriegen wir das schon wieder hin. Reisst eure Queensberry-Poster von den Wänden, schmeisst euer klebriges Tokio-Bordell-Kuschelkissen in den Müll und legt alle CDs, die irgendwie vom Dieter Bohlen produziert wurden, vorsichtshalter in die Mikroweille (10 Sekunden reichen aus), denn hier gibt es jetzt gute Musik auf die Ohren.
Einige wenige von euch wissen vielleicht, dass ich gern female-fronted Rock höre. Keine Ahnung, wie man das besser beschreiben kann: Einfach Bands, mit einer Frontfrau, die auch mal härtere Klänge erzeugen. Natürlich nicht ausschliesslich und ganz sicher auch nicht alles (die Distillers find ich zum Beispiel scheiße), aber es ist schon mal ein Pluspunkt. Klar, dass dann früher oder später die Band “Die Pretty” in meinem Radar auftauchen musste. Diese New Yorker Band macht sowas wie Punk-Rock, allerdings recht modernen. Insofern handeln ihre Texte auch gerne mal vom Partymachen und Feiern, allerdings natürlich nicht ausschliesslich, so werden in dem Debutalbum “Bittersweet” auch mal diverse Gefühlszustände auseinandergenommen. Dabei sind die Songs zum einen recht rockig, zum anderen aber auch so, ich sag mal, catchy, dass mein Tanzbein gern das ein oder andere Mal zu zappeln beginnt.
Gegründet wurde die Band von dem Geschwisterpaar Sarah und Skip im Jahre 2008 und das Album wurde Anfang diesen Jahres in Europa veröffentlicht. Über Musik reden ist ist ja aber immer ein bisschen wie zu Schach tanzen oder zu Pommes Yoga machen, von daher präsentiere ich euch lieber die beiden Musikvideos, die wirklich erschreckend schlecht sind. Das erste ist zu dem Song “Grin and bear it” und es ist so simpel, dass ich es schlichter nicht hätte machen können. Okay, man kann sagen, dass halt eher die Musik im Vordergrund steht und Musiker nicht unbedingt auch Schauspieler sind. Aber mal ehrlich: das geht schon echt besser. Allerdings hat der Gitarrist echt gute Moves drauf, das muss man schon sagen. Dafür find ich es irgendwie witzig, wie die Sängerin im Takt mitwippt.
http://www.youtube.com/watch?v=eTFIK3TMFn4]
Das zweite Video ist schon etwas aufändiger und mit der aktuellen Bandbesetzung. Der Song heisst “Paint it red” und enthält hauptsächlich Livemitschnitte und Szenen, wo Leute etwas trinken. Kann man machen. Natürlich ist alles hauptsächlich rot.
Die Platte dürfte es mittlerweile in jedem gut sortiertem Plattengeschäft geben. Wenn ihr euch allerdings ein paar Songs mehr anhören wollt, dann kann man natürlich auch mal auf der Myspaceseite der Band vorbeischauen. Viel Spaß dann beim Probehören.




