So, der Zombieflashmob waar zwar schon vor ein paar Stunden, aber ich bin eben erst zuhause eingetrudelt, weil wir, also Freunde und ich, uns so noch ein bisschen die Zeit in Berlin vertrieben. Wenn man da schonmal ist, kann man sich ja auch mal was anschauen. Die neue Ubahn, die mehrere Millionen Euro gekostet hat und genau drei Stationen lang ist, die man schneller abläuft, als man auf den Zug wartet, zum Beispiel. Aber eigentlich wollte ich euch auch eher von dem Zombiespektakulum am Potsdamer Platz, als von der Verschwendungssucht der Hauptstadt berichten.
Genau um 15:30 war Treffpunkt am Potsdamer-Platz und genau um 16 Uhr sollte es losgehen. Das hat auch alles wunderbar geklappt, nur wurde irgendwie das Prinzip des Flashmobs nicht so ganz erfüllt. Zwar war das alles schon vermeindlich spontan, allerdings waren so viele Zaungäste (darunter auch meine Clique und ich) dabei, die quasi schon eingeweiht waren, dass das alles andere als spontan war. Klar, dass da dann auch viele Vertreter der Medien, Presse sowie Fernsehen, zugegen waren.
Der Ablauf war, dass auf ein Signal alle Zombies (die ungünstigerweise alle schon vorher geschminkt waren) umfallen und ein auf dem Boden sitzendes, nebenbei lesendes Mädchen anfallen, welches dann panisch schreiend vor den Zombies wegrennt. Auf ein weiteres Signal löste sich ein kleiner Teil aus der Zombiegruppe, die dann den Thriller-Tanz aufführtern. Das war übrigens richtig schön. Auf ein letztes Signal fielen alle wieder um.
Was war daran eher blöd? Na ja zum Beispiel, dass auf dem Platz schon die Grünen einen Stand hatten, deren Anlage viel lauter als die der Flasmobber war. Übrigens spielte auf deren Bühne eine Mittelalterband, wobe ich mich die ganze Zeit fragte, was Mittelaltermusik und Politik für eine Botschaft vermitteln sollen. Netterweise haben sie für den Flashmob aber mal kurz aufgehört zuspielen. Danke, liebe grüne Musiker. Mit einem der Grünen habe ich auch noch den allseits beliebten Flyertausch betrieben: Ich bekam irgendeinen über den Ausbau des Tram-Netzes in Berlin, er bekam einen für die Demo am 12.09. gegen die Vorratsdatenspeicherung und den Sicherheitswahn.Trotzdem, es waren einfach zu viele Eingeweihte dabei, die schon vorher wussten, was da passiert. Das war einfach irgendwie schade.
Darum wurde das ganze später nochmal am Reichstag veranstaltet.
Da lief das alles schon viel, viel besser ab, einfach weil die Zombies sich da gut verteilen konnten und sie, so schwer man es glauben kann, mit ihren Verkleidungen gar nicht witer auffielen. Das Signal ertönte und das kleine Mädchen wurde wieder gejagt. Auf ein weiteres Signal gab es wieder den Tanz und am Ende lagen wieder alle herum. Das war, wie gesagt, viel flashmobbiger, einfach weil die Leute, die nichts damit zu tun hatten, gar nicht genau wussten, was da so geschieht. Es sollte auch noch eine weitere Runde am Brandenburger Tor geben, der wir dann aber nicht mehr beiwohnten.
Alles in allem fand ich die Idee schon sehr gut, die Umsetzung war es in Teilen sicher auch, aber der letztjährige Zombiewalk hat mir irgendwie besser gefallen. Da konnte man sich in Ruhe verkleiden und der lange Weg von der Weltzeituhr zum Brandenburger Tor war die Mühe dann auch wert. Zwar ist das kein richtiger Flashmob gewesen, aber im Vergleich hat mir dieses Spektakel mehr Spaß gemacht.
Eine Anekdote muss ich aber noch loswerden: Als ich so zwischen den Zombies umherschlich, um gute Fotos machen zukönnen (großen Dank an dieser Stelle an die Leute, die so selbstlos für mich posierten - und großen [ironischen] Dank an die “professionellen” Fotografen, die jeden wegkicken, um an ein gutes Foto zukommen) hörte ich einen kleinen Jungen, von vielleicht sechs, sieben Jahren, der auch als Zombie verkleidet war (man sieht ihn glaub ich kurz auf den Bildern) sagen “Ich werde allen das fürchten lehren”. Der kleine Mann kommt mal ganz groß raus.
Nun aber die von euch lang ersehnten Bilder. Ich finde ja, dass da einige ganz gute dabei sind.
Die erste Gallerie enthält alle Bilder vom Potsdamer Platz mit den Vorbereitungen, dem Flashmob und dem Stand der Grünen:
Und hier dann das Spektakulum vor dem Reichstag, das irgendwie viel mehr Spaß gemacht hat. Außerdem sieht man hier auch das Getanze wesentlich besser.
Ich hoffe ihr hattet bei dem Anschauen der Bilder genauso viel Spaß, wie ich beim Knipsen. Hoffentlich ist sowas bald nochmal los, nur dann irgendwie ein bisschen… na ja… spontaner. Ansonsten fand ich das alles schon ganz schön gut.
Tags: awesome, Berlin, Flashmob, Quatsch & Unsinn, Zombies,
Marco
29. August 2009 um 21:01
KRIMSKRAMS


Hurra..es gibt bislang 7 Kommentare ;)
Und wieder mal verpassen wir uns, damn. Immerhin, auf dem fünften Bild ist meine Birne zu sehen
ich fasses nich… einigen fotos nach zu urteilen müssen wir echt so gut wie nebeneinander gestanden haben…
und auf einem der fotos bin ich auch mit drauf… aber ich bin nur n paar pixel groß
was es alles gibt, aber die Bilder sind echt abgefahren
Jeriko: Auf dem fünften? Du bist der witzige Typ mit dem falschen Gebiss?
something_bad: Hat ja fast geklappt
Nächstes Mal trage ich mein auffälligstes Shirt und sag hier bescheid, glaub ich *g*
Time: Na geht so, die vom Zombiewalk sind noch ein Stückchen krasser *g*
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[...] bei nerdcore (der ihn leider verpasst hat), bei Jeriko (dem dabei die Kamera verreckt ist), bei Marco (der etwas zu meckern hat), beim Tagesspiegel, der Morgenpost, bei picturereport, [...]
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