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Heuschrecke und Spinne unter dem REM

Ein REM ist, wie die meisten von euch wissen dürften, ein Rasterelektronenmikroskop und ist ungefähr sowas wie ein normales Mikroskop, nur nicht optisch. Während ein normales Mikroskop ja mit Linsen und Licht funktioniert, ist das bei einem REM ein bisschen anders. Ich hab es nicht so ganz verstanden, als mir meine Freundin das erklärte, aber prinzipiell ist es wohl so, dass die Präparate mit Gold bedampft werden, woraufhin diese dann mit Elektronen beschossen werden. Die aus den Atomen der Präparate herausgeschossenen Elektronen werden dann aufgefangen und so entsteht das Bild. Mal so ganz grob. Das ist jedenfalls auch der Grund, warum REM-Aufnahmen immer schwarz/weiß sind. Der Vorteil ist aber, dass die Bilder natürlich viel genauer sind und man größere Detailstufen erreichen kann. Oder eben kleinere, je nach dem, wie man das jetzt sieht oder formuliert.Man darf jetzt allerdings nicht denken, dass die dunklen Flächen unbedingt tiefer als die hellen Flächen liegen. Dunkel bedeutet hier nur ganz einfach, dass da weniger Elektronen herausgeschossen bzw. aufgefangen wurden. So ist es zwar auch möglich Schatten abzubilden, aber das sind dann weniger Lichtschatten, als Elektronen-Auffangschatten. Oder so, ihr versteht? Ich nur ein bisschen.

Jetzt ist meine Freundin ja eine Studentin, die gerade an ihrer Studienarbeit sitzt. Im Rahmen dessen durfte sie ein bisschen mit so einem REM herumspielen und in der Gruppe haben sie verschiedenste Dinge geremmt, eben zum Beispiel, aber nicht ausschliesslich, eine Heuschrecke und eine Spinne, die sie irgendwo fanden. Da die Aufnahmen wirklich extrem cool sind und ich es irgendwie auch ganz schön klasse finde, dass meine eigene Freundin sie mehr oder weniger selbst gemacht hat, möchte ich sie euch hier natürlich auch mal zeigen.

In der ersten Gallerie könnt ihr die Aufnahmen der Heuschrecke sehen. Ganz toll erkennen könnt ihr da das Gewebe der Flügel, die Facettenaugen und die kleinen Härchen an den Fühlern. Ein bisschen eklig find ich aber die fiesen Milben an dem Auge. Bestimmt gibt es genau deswegen davon auch nochmal eine in groß.

Jetzt in der zeiten Gallerie könnt ihr euch mal eine Spinne anschauen, die an sich wohl schon riesig gewesen sein soll. Mir wurde etwas in der Größe eines Bierflaschenbodens gezeigt. Hier mal eine lustige Anekdote: Die Mädels da dachten, die Spinne sei an sich schon so zusammengefallen, weil sie offenbar auch schon eine Weile tot war, dass sie die Augen nicht finden konnten. Daher sind die Bilder auch entsprechend benannt. Sie dachten quasi die Spinnendrüse am Po des Tieres seien die Mundwerkzeuge, während die Knubbeln am Kopf des Viechs irgendwas seien – nur keine Augen. So kanns gehen.
So oder so ist das Viech in groß noch wesentlich ekliger, als in der Realität. Auf den Bildern könnt ihr aber wunderbar die Haare an den Beinen sehen. Diese Fächerförmigen Gebilde sind auch Haare, mit denen das Viech, so meine ich mich zuerinnern, riecht. Bitteschön!

Ich wünsche dann mal schöne Albträume.

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Kommentare (2)


Cyrus
15.10.09

Klasse Bilder. So ein REM hätte ich gerne für zu Hause. Oder ich hol mein altes Mikroskop aus den Keller, was da seit vielen Jahren Staub ansetzt *g*


Niels
18.10.09

Ich liebe solche Bilder. Wie schön das winzige doch ist.

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