1010
Supermans Kräfte wissenschaftlich erklärt

lobo superman Supermans Kräfte wissenschaftlich erklärt

Superman ist ja, zumindest meiner Meinung nach, ein eher mittelguter Superheld. Sicher, er hat Werte und Prinzipien, auf die man sich verlassen kann, aber dieses stets gute Auftreten ist irgendwie nervig. Sicher, er hat auch seine Probleme, aber die wirken für mich immer ein bisschen angedichtet. Ich mag eher Helden mit Ecken und Kanten. Schlimmer ist da wirklich nur noch Captain America, aber der ist zum Glück bei einem anderen Verlag. Ein Crossover würde ich einfach nicht ertragen (Nichtsdestotrotz mag ich die alten Filme).
Seine Kräfte sind auch so, na ja, so perfekt. Muskeln aus Stahl, die Möglichkeit zu fliegen, Hitzeblick, Frostatem und natürlich der Röntgenblick, den er aber nie für verwerfliche Zwecke einsetzen würde. So ist er einfach nicht. Jetzt muss ich aber dazu gestehen, dass ich zu wenig Superman-Comics gelesen habe, um mir ein wirklich fundiertes Urteil bilden zukönnen.

Jetzt gibt es aber Leute, die sich mit dem Thema etwas intensiver beschäftigen, namentlich Ryan North (von Dinosaur Comics) und Ben Tippet, der das dann alles mal aufgeschrieben hat. Diese stellen die Theorie auf, dass Superman gar nicht verschiedene Fähigkeiten (Fliegen, Superstärke, etc.) hat, sondern nämlich nur genau eine: Die Möglichkeit die Masse von Dingen und sich selbst zubeeinflussen. So versuchen sie von dem Standpunkt eines Physikers aus die Fähigkeiten des Helden zuerklären und das ist zum einen ziemlich beeindruckend, zum anderen auch echt einleuchtend, aber auf jeden Fall ganz schön interessant. Ryan North schreibt:

My friend Ben Tippett has been thinking about Superman’s powers from a physics perspective, and came up with a theory that all of his myriad powers: flight, x-ray vision, super hearing, cold breath, heat vision, lifting buildings over his head, catching Lois without breaking all her bones, etc, can be explained as manifestations of one power: the ability to manipulate the inertia of matter, both his own and matter that he comes in contact with. I’ve never heard such a simple Grand Unifying Theory of Superman’s powers before, so I convinced him to whip it up into a quick Scientific Paper Format, and here it is! AWESOME. Thanks Ben!

Ich danke auch! Wenn ihr schon öfter darüber nachgedacht habt, warum Supes ein Haus anheben könnte, ohne dass es Risse bekommt oder ihn in den Boden stampft, oder warum er so schnell rennen kann, ohne den Asphalt aufzuwirbeln, dann kann ich euch dieses PDF-Dokument wirklich nur ans Herz legen kann.

Link zum PDF (via)

Trackbacks (0)

Kommentare (10)


danyo
10.10.09

Fantastisch! So macht das alles wirklich Sinn – und die nerdige Physikerbrille von Clark Kent ist auch erklärt ;)


nils
10.10.09

ich war noch nie gut in Physik, aber.. aber.. Wenn er jetzt von.. Hmm.. Valor, der ja mal materielos war/ist und immerhin von Superboy der ein Klon von Superman in der Serie ist und ihn in eine matriefreie Geistwesen welt bringt einfach dahingemetzelt wird, weil Valor einfach einen beschissen Tag hatte.. Isser dann wech ?


Marco
10.10.09

Nils: Ja. Oder eben nein. Je nach dem *g*


nils
11.10.09

ich seh schon. Alles relativ..*g


Cyrus666
11.10.09

Irgendwie aktualisiert sich mein dynamisches Lesezeichen nicht mehr. Ich habs auch nochmal gelöscht und neu hinzugefügt. Bis zum Nerdkalender Eintrag ging es noch, aber dieser Entrag wurde schon nicht mehr angezeigt.


Andy
11.10.09

Auf was man alles klommen kann, aber recht hast du ;-)


Marco
11.10.09

Nils: So ist das bei Comics… da fehlt halt auch ein bisschen die wissenschaftliche Grundlage *g*

Cyrus: Ich hab mal gefriemelt… ist es jetzt besser? Weil ich hatte da eigentlich gar keine Probleme bemerkt…

Andy: Mit was jetzt genau? *g*


nils
12.10.09

Wie ? Keine wissenschaftliche Grundlage ? Verdammt, ich hatte so gehofft dass mich der Wespenstich von letzterwoche zum WASPman macht. *gg


Marco
12.10.09

Wenn die Wespe radioaktiv, genetisch verändert und/oder außerirdisch war, hättest du vielleicht bessere Chancen… aber ich würde die Hoffnung nicht aufgeben *gg*


Rocksteady
18.10.09

Da muß ich an das Buch “Physik der Superhelden” von James Kakalios denken.
Da wird unter anderem die These aufgestellt, das auf Krypton eine stärkere Gravitation als auf der Erde herrschte. Durch seine so gestählten Heldenwaden kann Superman auf der Erde höher springen (in den ersten Comics war wohl von fliegen noch keine Rede).
Interessante Lektüre, auch wenn ich das Buch nicht ganz durchgelesen habe.

Hinterlasse doch einen Kommentar