0911 1924: US Armee lauscht zum Mars

Im Jahre 1924 waren Mars und Erde nur 55,777,566 km voneinander entfernt, was jetzt für uns viel klingen mag, in Wirklichkeit aber extrem wenig ist. Jetzt dachte die US-Armee und deren Marine, dass dies die perfekte Gelegenheit wäre, einfach mal hinzuhören, weil die Marsianer ja auf die Idee kommen könnten, diesen geringen Abstand für eine Kontaktaufnahme zunutzen. Klar, dass dann die Uniformierten für drei Tage Richtung Mars hörten, ob da nicht eine kleine Nachricht über den Äther kommt.
An sich mag das keine dumme Idee sein und ich halte das, wenn man mal die Vintage-Naivität außen vor lässt, sicher auch für eine clevere Idee. Erstaunlich finde ich aber, dass man vor nur knappen 80 Jahren ganz öffentlich angenommen hat, es könnten Aliens, sogar in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns, existieren, während man nur einige Jahre später solche Dinge vehement abstreitet. Io9, meine Quelle, schreibt dazu zusammenfassend:
On August 22, 1924, the Earth was 55,777,566 km from the Red Planet during the Mars opposition, offering ideal conditions for receiving radio signals from Mars — if anyone happened to be sending them. Amherst College professor David Todd persuaded both the US Army and Navy to listen for messages from Mars. In the telegram above, Edward W. Eberle, the Chief of US Naval Operations, informs Naval stations of the possibility of Martian communications, and instructs them to report any unusual phenomena. For three days, the stations listened for unusual transmissions, but came up empty handed.
Wirklich?




