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Seit ich in einem Büro arbeite…

Wie ja einige von euch wissen, habe ich nun eine ziemlich coole Lehrstelle, bei einer ziemlich großen und bekannten Firma als Fachinformatiker. Es läuft soweit auch alles recht gut, danke der Nachfrage, die Leute sind nett und der Stoff hier ist mach- bzw. lernbar. Scheiße ist halt nur dass ich von dunkel bis dunkel im Büro sitzen muss – da bleibt abends meist nicht viel Zeit für sinnlose Dinge, wie zocken, aufräumen und äh… ja, zocken und aufräumen ist eigentlich das einzige, was mir etwas fehlt. Letzteres nicht, weil es mir Spaß macht, sondern einfach weil es manchmal echt nötig ist. Ich weiß gar nicht, wie überhaupt Unordnung Einzug bei mir halten kann, weil ich ja eh nie da bin. Aber sei es drum, darum soll es hier auch gar nicht gehen.

Es soll viel mehr darum gehen, welche Gedanken ich nicht mehr loswerde, seit ich in einem Büro arbeite. Es ist nämlich wirklich ein richtig echtes Büro, so, wie man es kennt, mit Computern, Druckern, großen Fenstern zum Aufdiestraßegucken, einer Kaffeeküche, einer geheimen Raucherecke und sogar einem Gemeinschaftskühlschrank. Ich würde fast sagen, dass es total klischeehaft ist, aber wahrscheinlich sind Büros wirklich genau so, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Teilweise sogar mit den selben Leuten.

Und genau da komm ich zu dem ersten Gedanken, der mir einfach nicht mehr aus dem Kopf will: Seit ich in einem richtig echten Büro arbeite, kann ich viel besser über Stromberg lachen. Nicht, dass ich vorher nicht darüber lachen konnte, aber jetzt lache ich irgendwie anders. Früher war es eher ein auslachen, ein zweifelndes Glucksen, weil ich dachte, dass es in Büros doch nicht wirklich so abgehen kann. Heute lache ich eher teilnehmender, wissender, erinnernd, dass es teilweise doch so in Büros laufen kann. Natürlich nicht so extrem, aber Paralellen sind schon da. Ich kann aber nicht genau benennen, welche das sind. Vielleicht steck ich dafür schon zu sehr drin. Wahrscheinlich liegt es auch einfach nur an dieser typischen Büro-Optik.
Es ist übrigens schon auffallend, dass da jetzt auch noch die vierte Staffel im Fernsehen kommt. Oder eben im Internet. Sogar legal.

Ein anderer Gedanke, den ich vor allem bei Dienstbeginn habe, dreht sich ziemlich genau um das Video zu “Voices” von Disturbed. Nicht, dass ich meinen Chef knebeln oder die Kollegin verführen wollte, aber was passt ist, dass ich am Wochenende gern richtig was unternehme. Keine Ahnung warum, aber ich habe ein kleines Problem mich anzupassen. Ich würde manchmal gern den halben Tag schlafen, T-Shirts mit Schädeln drauf tragen und irgendwie meine Zeit verplempern, aber das geht ja nunmal nicht. Zumindest nicht unter der Woche – dafür aber am Wochenende. Da werden die Hunde losgelassen, da wird die Stadt rot angemalt, da altere ich in drei Tagen um 5 Jahre.

Okay, das war gelogen, am Wochenende bin ich meist noch müder, als unter der Woche und ich bin froh, dass ich da mal ausschlafen kann. Wenn ich dazu dann noch länger als 20 Stunden wach bin, was so um zwei Uhr nachts der Fall ist, ist der nächste Tag sowieso völlig für den Eimer. Ich geh auch eher nicht tanzen oder zu Konzerten – es ist meist eher ein netter Spieleabend mit Freunden, zwei bis drei Bieren und frühem Zubettgehen. Aber wisst ihr was? Das macht auch Spaß! Vielleicht ist das auch einfach die Jahreszeit – da ist man ja eh immer eher müde und träge und rollt sich zuhause ein. (Notiz an mich selbst: Konzerttermine heraussuchen (Notiz an euch: Ist jemand bei Bootie Berlin am Ende des Monats?)) Nichtsdestotrotz habe ich mir vorgenommen, dass ich jedes Wochenende an mindestens einem Tag etwas unternehme. Was ist völlig egal, Hauptsache raus und die Zeit sinnvoll nutzen. Vielleicht ist das sogar schon eine Verbesserung zu meinem vorherigen Leben. Wahrscheinlich ist es aber auch einfach nur eine Veränderung – wertungsfrei. Hier aber mal das genannte Video.

http://www.youtube.com/watch?v=v9QcFmpKATQ]

Okay, so scheiße, wie dem Typen da gehts mir noch nicht. Außerdem ist ja auch bald wieder Sommer – und Sommerzeit ist Festivalzeit ist Partyzeit ist vergessen, weil zu betrunken.

Der letzte Gedanke, der mir durch den Kopf geistert ist wohl der wichtigste von allen und gültig für jedermann. Seit ich nämlich in einem richtig echten Büro arbeite, wie man es auch aus dem Fernsehen kennt… Oh, Mittagspause. Mahlzeit!

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Kommentare (3)


Chris
13.11.09

Das Leben ist kein Ponyhof/Sissifilm/Wunschkonzert.

Mir gehts so: Wenn ich fünf Tage im (wunderschönen! ;) sevenload-Büro verbracht habe, dann mal ich erst mich rot an, dann das Sprawl. Genieß ich intensiver, als wenn ich nur “rumgehangen” hab. Kommst auch noch hin, wenn de groß bist.
;)


Jürgen
15.11.09

WAS???!! Du hast Fenster?!


Marco
15.11.09

Chris: Wen nich hier mal fertig bin, schick ich glaub ich mal ne Bewerbung zu sevenload :P

Jürgen: Ja, sogar saubere und sogar einige Meter über dem Erdboden :D

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