2701 Blogparade: Welches war dein erstes Auto?
(Bildquelle verbummelt)
Der Printmonster, der eigentlich Stefan heisst und einen der für mich interessantesten Web-2.0-und-SEO-und-so-Blogs führt, hat sich eine kleine Blogparade ausgedacht, die ich gleichsam spannend und interessant finde. Er stellt nämlich die Frage, welches unser erstes Auto war bzw. ist und ist gespannt auf kleine Anekdoten, die wir mit dem Auto verbinden. Das mach ich doch gerne, weil mein erstes Auto etwas ganz besonderes war (wie wohl jedermanns erstes Auto), aber in meinem Fall war es schon ein bisschen kurios.
Ich hatte nämlich einen Daihatsu Cuore (den oben sichtbaren, aber nicht genau den). Das Lustige daran ist aber, dass dieses Auto den Begriff “Kleinwagen” geprägt haben könnte. Mit meinem 1.85m, die ich damals schon maß, bin ich zwar kein Riese, für dieses Auto aber ein bisschen zu groß. So kam es also, dass hinter mir zum Beispiel schonmal niemand mehr sitzen konnte, da ich den Sitz komplett nach hinten schieben musste. Ausgestreckt im Auto sitzen ging sowieso nicht, aber das war weniger ein Problem, weil ich so mein linkes Knie an die Tür lehnen und meinen Ellenbogen auf eben jenes Knie legen konnte, um zu lenken. Das sieht nicht nur cool aus, ist auch extrem bequem. Gut, der Steuerknüppel stört zwar etwas auf der anderen Seite, aber da muss man eben schneller schnell fahren, dass man in einem hohen Gang landet und dieser nach rechts absteht.
Kennt ihr die Szene aus Police Academy, wo Hightower fahren lernen will und sie die Sitze des Autos herausreissen müssen, dass er darin Platz findet? Genau darüber dachte ich sehr oft nach, vor allem, wenn ich mit meinem Kumpel durch die Gegend fuhr, der ungefähr die selben Ausmaße hat, wie ich. Zumindest in Bezug auf die Höhe.
Schnell ist übrigens auch so ein Stichwort, denn das ging eigentlich nicht. Bei 130 war Schluß, selbst mit Rückenwind, Sonne auf dem Tank und der Polizei im Nacken. Trotzdem bin ich damit ziemlich regelmäßig von Berlin nach Leipzig gejuckelt, denn was er an Komfort und Geschwindigkeit vermissen liess, machte er mit Zuverlässigkeit und Sparsamkeit mehr als wett. Eine Tankfüllung reichte locker für eine Tour (200 km) und am Ende war sogar noch Luft für einen Stadtbummel. Kaputt war er eigentlich auch nie, bis auf das eine Mal, als irgendwelche Teile an den Achsen ausgewechselt werden mussten, die ich bis dahin gar nicht kannte. Wenn ich so drüber nachdenke, war das eigentlich ein super Auto. Das beste, das man als Fahranfänger haben konnte.
Geknutscht hab ich darin aber nie.
Dafür aber oft mit offenem Fenster Metal gehört, was mir nie peinlich war.
Später habe ich ihn dann weiterverschenkt und dafür einen VW Polo 86C (mit vier runden Lampen vorn – ein Traum) bekommen, an dem ich meine MacGyver-Fähigkeiten entwickelte. Zum Beispiel, weil aus unerfindlichen Gründen ständig die eine Sicherung durchbrannte, die ich dann gekonnt kurzschliessen musste, um wenigstens neue organisieren zu können.
Da ich ja weiß, dass meine Stöckchen eher widerwillig angenommen werden, verteile ich diesmal keine. Es soll nehmen, wer mag, denn auf eure Geschichten bin ich wirklich gespannt. Viel Spaß!





