2901 Mass Effect 2: Meine ersten Eindrücke
Anders als gestern gelogen (ich habe da eher versucht mich selbst, als euch zu belügen) bin ich gestern doch noch zum Silberscheibendealer meines Vertrauens gepilgert und habe mir meine Version von Mass Effect 2 geholt. Dafür aber genau so, wie ich es beschrieben hatte – mit kalten Klauen in der Hülle und so. Kaum zu Hause angekommen, fand das Spiel auch schon seinen Weg in meine Kreuzkiste, schnell installiert und die nächsten Stunden verflogen in einem Rausch aus Farben, Emotionen und Spannung. Ein bisschen, wie beim Kiffen.
Ich möchte euch an dieser Stelle gar nicht zu viel vom Spiel verraten, weil ich es nämlich auch gar nicht kann, obwohl ich schon gut 4 Stunden davor saß. Die Story scheint sich relativ langsam, im Sinne von bedächtig, zu entwickeln, was aber auch einfach an meiner Spielweise liegen könnte. Wenn mir nämlich jemand sagt, ich solle unbedingt, bevor ich irgendetwas anderes mache, erstmal hier und dort hin gehen, weil sonst alles scheiße wird, mache ich nämlich das genau nicht. Ich bin da eher so der Entdeckertyp. Und das ist auch eines der Dinge, die mir schon im ersten Teil totalen Spaß gemacht haben – die Freiheit auch erstmal etwas anderes tun zu dürfen. Klar kann man stur der Hauptstory folgen, aber man kann auch erstmal schauen, was es sonst noch so gibt.
Die Grafik ist natürlich wieder der Oberhammer, was einem auch gleich im Prolog vor die Augen geschlagen wird. Ich würde euch am liebsten verraten, was da passiert, aber ich möchte da wirklich niemandem die Vorfreude nehmen. Nur so viel: Man wird direkt in die Action geworfen, es geht drunter und drüber und es gab für mich dort schon direkt einen WTF-Moment, als ich unbedarft nach oben schaute.
Was mich allerdings ein bisschen nervt, ist, dass der RPG-Teil des Spiels ziemlich beschnitten wurde. Ich habe es gerade nicht direkt vor Augen, aber die Ausbildungswege/-zweige, was auch immer, sind ziemlich übersichtlich. Klar, man soll sich ja auch eher auf die Story bzw. die Action konzentrieren, aber als alter RPG-ler macht mir sowas halt auch ziemlichen Spaß. Dafür scheinen die Nebenquests aber ziemlich abwechslungsreich zu sein. Was mir hier auffiel, ist, dass man an manchen Stellen in Dialogen bestimmte Aktionen auslösen kann, was sich dann auf die Reputation niederschlägt. Eben wenn man zum Beispiel einen nervigen NPC niederschlägt.
Übrigens, und das nur nebenbei, ist es ziemlich absehbar, dass man den weiblichen NPC in absehbarer Zeit flachlegen wird. Vielleicht auch die kleine im CIC, aber da bin ich mir nicht sicher.
Was das aber mit dem Ressourcenabbau soll, weiß ich auch noch nicht. Ich habe das natürlich schon fleissig gemacht, aber der Sinn dahinter wurde mir noch nicht erklärt. Irgendwas mit der Erforschung von neuen Ausrüstungsgegenständen oder so. Mal schauen. Apropos Ausrüstung, da gibt es auch ein neues, übersichtlicheres Menü und die Rüstung Shepards lässt sich auch wunderbar anpassen. Ebenso wie sein Quartier auf der Normandy.
Der hochgelobte Charakterimport scheint übrigens völlig Banane zu sein, zumindest brachte es mir, außer ein paar Ressourcen und später ein Archivement, nicht besonders viel ein. zum Glück liess sich die Hackfresse, die ich damals erstellt hatte, noch im Nachhinein ändern.
Die deutsche Synchro ist übrigens ein richtiger Rotz. Die Stimmen klingen alle furchtbar gelangweilt, obwohl ich glaube, die des Unbekannten schonmal irgendwo gehört zu haben. Allerdings meine ich auch mal gelesen zu haben, dass man sich dafür auch die englische Fassung auf dem XBox-Marktplatz herunterladen kann. Da muss ich echt mal schauen.
Ansonsten kotzt es mich gerade ein bisschen an, dass ich hier noch bis 17 Uhr auf der Arbeit versauen muss, während bei mir zuhause ein möglicher Kandidat für das Spiel des Jahres auf mich wartet. Aber wie sagt man so schön? Vorfreude ist die schönste… ach, Scheiße. Vorfreude nervt.





