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True Blood als Comic

TrueBlood01 CorroneyCover True Blood als Comic

Derzeit kommmt ja gern auch mal alles als Comic heraus, um die Merchandisekuh so richtig schön blutig zu melken. Klar, dass dann auch True Blood in Comicform erscheint. Obwohl mich sowas ja immer reizt, glaube ich, das das hier aber eher ziemlich mies ist.
Einfach schon deshalb, weil die Serie sich ja auf eine Buchserie stützt und es da jetzt, so rein von meiner Logik her, Quatsch wäre, würde man storyrelevante Dinge in einen Comic packen. Ich glaube das einfach nicht.

Auf der anderen Seite aber gibt es in der Box zur ersten Staffel auch einen Comic, der die Vorgeschichte zu True Blood, also dem Getränk, erzählt, was jetzt zwar auch nicht so wichtig für die ganze Geschichte, aber doch auch interessant ist. Kann sich das nichtmal einer von euch holen und mir dann sagen, wie es so ist?

In den USofA (und den Comicläden eures Vertrauens in Deutschland) sollte der Comic mittlerweile oder ganz bald verfügbar sein. Ich denke da aber erstmal noch mal drüber nach. (via)

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Kommentare (2)


comicmotel
26.06.11

Hab ich mich doch auf das Teil gefreut, da mich das True Blood Fieber gepackt hat. Hat ja noch niemand geschrieben, darum parkiere ich mal meine Rezi:-)

Inhalt
Die Handlung spielt an einem stürmischen Abend im Merlottes in Bon Temps. Ein alter Indianischer Geist treibt sein perverses Psychospielchen mit den Gästen. Er zwingt sie ihre schamhaftigste Geschichte zu erzählen, damit der Geist sich dem Seelenstriptis der Unterjochten neu nähren kann. Jede zentrale Figur der Serie kommt an die Reihe um sich vor dem übermächtigen Geist zu entblössen.

Der Paukenschlag
Es gibt leider kaum brauchbare Comics zu Filmen, bzw. zu Serien. Meistens wird hier eine schnelle Produktion auf den Markt geworfen, um das Merchandise zu komplettieren. True Blood blüht das dasselbe Schicksal. Der Zeichner David Messina kommt kaum über das Mittelmass hinaus und damit besitzt der Band nicht ausreichend genug Potential, um auf irgend eine Art und Weise gefährlich zu wirken. Es ist sicher nicht sein Können das hier kritisiert werden muss, denn zeichnen kann David Messina. Das beweist er im Verlauf des Comics des öffteren, leider beherrscht er es nicht den Figuren Leben ein zu hauchen. Hintergründe und Perspektiven sind kompetent ausgerichtet und belichetet, aber was hilft das wenn die Figuren so hölzern wirken. Hier wäre mehr Mut gefordert gewesen, aber Messina verlässt sich auf Altbewährtes. Schade! Im Vorwort des Übersetzers Joachim Körber wird dann noch angepriesen, „denn der Comic als Grenzgänger zwischen Lektüre und visuellen Medium ist vielleicht am besten geeignet, das Flair der Romane und die üppige Optik der Fernsehserie in sich zu vereinen.“

Nein, Nein und nochmals Nein! Dieser Comic besitzt keine Mittel um den Fan an der Stange zu halten, denn zu viele Charaktere breiten sich über den Band aus und versuchen im Eiltempo ihre Geschichte zu erzählen. Die Grundidee einer Creepshow ist nicht von der Hand zu weisen. Aber leider ohne wirklich verstörend rüber zu kommen. Trotz der schnellen Sprachführung und der klassischen Panelanordnung fehlt es der Geschichte an Action und Dynamik. Es gibt kaum Rhythmus und damit läuft der Comic Gefahr, die bereist vorbelasteten Figuren noch mehr zu trivialisieren.

Keine interessante Impulse oder Wendungen, sondern heruntergeleierte Storys die den klischeehaftigen Charakteren das Genick brechen. Nichts dass man in der Serie nicht bereist aufgeschnappt hätte. Somit wird hier wieder auf den alten Kamellen herum geritten und die Figuren bis zum äussersten strapaziert. Da hilft auch nicht der aufgesetzte brutal oberflächlichen und stumpfe Cliffhanger am Ende, die Story rum zu biegen. Ein harmloses Finale, ohne Biss! Nicht zu reden von der Animation, denn Leser an die Serie zu fesseln. Ich meinerseits finde die TV – Serie absolut frisch. Denn sie hat es geschafft dem Sauger Genre neues Blut in die Venen zu pumpen. Aber bevor die Comics die ganze Parade an die Wand fährt, trete ich lieber auf Bremspedal.

Wie es sich für eine Graphic Novel gehört und so bezeichnet sich dieser Werk, beinhaltet er auch die UK Covers. Wobei die beiden Covers von Joe Corroney am besten abschneiden. So bleibt nur zu hoffend, dass der Leser beim Zweitling vom Macher Alan Ball mehr kriegt als beim Erstling. Anderseits verspricht er auch nichts, dass er nicht halten kann. Denn bereits vor dem Vorwort erzählt er, dass er ein Neuling in der Welt des Comics ist, aber er schnell dazu lerne. Hoffe er strengt sich an, sonst wird True Blood selbiges blühen, dass etliche Comicadaptionen vor her auch ereilt haben… nach 3-4 Heften das AUS.

Ted der indianische Geist: „Erinnerungen schmecken wie Hühnchen, nahrhaft und sättigend. Aber irgendwie fad. Man muss sie etwas aufpeppen.“


Marco
27.06.11

@comicmotel: Krass, da hast du dir ja totale Mühe gegeben. Dankeschön :D
Aber genau das war auch vorher klar. IDW hat für mich immer schon bei Comics zu Fernsehserien versagt, eben weil sie das genau so darstellen wollen, wie im Fernsehen. Die Figuren sehen wie abgepaust aus und die Art zu erzählen ist meist sehr merkwürdig umgesetzt.

Ich finds schade, dass die das immer so verkacken, wenn sie doch schon die Lizenzen haben. Aber na ja, irgendwer muss ja das schnell Geld verdienen ;)

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