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Musikgespräch am Abend: Die Pretty – Voices

Ich habe eine Frage an euch. Eine Frage, die mir hilft, euch und auch mich besser zu verstehen. Eine Frage, die da lautet: Kennt ihr das, wenn ihr eigentlich einen Song total mögen müsstet, ihr aber nicht wisst, warum nicht?
So geht es mir mit diesem Song da oben. Ich weiß, dass ich ihn irgendwie mögen müsste, aber ich finde es wirklich sehr sehr schwierig. Das erste Album von Die Pretty mochte ich ziemlich gerne und ich habe es auch immer noch auf meinem MP3-Player, höre es immer wieder mal gerne und finde es cool, dass sie mir bei Twitter folgen (und ich mehr Follower als sie habe und ich das mal tweetete und sie fragten, was das bedeutet und ich ihnen dann irgendwas vorlog – ihr kennt das).
Ich mag den Song “Grin And Bear It” immer noch sehr, finde es immer noch putzig, dass die Sängerin mit der Kamera nicht so klar kommt, wie sehr der Gitarrist abgeht und der Schlagzeuger vergleichsweise gelangweilt dreinschaut. Aber ich mag den Song. Sehr. Aber der da oben – puh – schwierig.

Nebenbei läuft eben jener Song und ich habe eine leise Ahnung. Irgendwie… irgendwie überrascht mich der neue einfach nicht so, reisst mich nicht so richtig mit. Irgendwie. Und er ist langsamer. Vielleicht ist es einfach das. Vielleicht liegt es auch nicht daran, dass die Band schlechter, sondern mein Musikempfinden besser geworden ist. Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich mich auch erstmal in das Album reinhören.

Kennt ihr das? Dieses Reinhören? Manchmal ist es ja so, dass man diverse Musik gar nicht so richtig mag (obwohl man es sollte), man gibt ihr Chancen, versucht es und zack – irgendwann ist es da. Dieses Es, dieses Mögen, Gernehören. Hat man ja auch öfter.

Und ihr so?

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Kommentare (7)


Per
14.02.11

(Verdammt, mein Kommentar ist verschwunden, aber wohin? Ich versuche das jetzt nochmal zu formulieren.)

Also: Der Song ist tatsächlich etwas problematisch (kein must-like). Festzuhalten ist darum: Manche Sachen entwickeln sich, manchmal auch zum Schlechten. Gleiches habe ich mit einem Bandnamen, den ich total super finde: Ringo Deathstarr. Name super, Mucke geht so (schlecht)


Judith
14.02.11

Also ich kenne das Gefühl ziemlich gut. Bei mir äußert sich das dann meistens so, dass ich ein Lied höre und ich weiß ganz genau, dass es gut ist. Es ist einfach gute Musik. Aber so richtig klicken tut es nicht. Es ist gerade nicht ausreichend um meine Hypophyse dazu zu bringen um Endorphine aus zu schütten,…Manchmal kann ich das dann einfach hinnehmen aber manchmal stört mich das so sehr, dass ich es so lange hör, bis ich entweder weiß was mich stört, oder dass es endlich klickt. :)


Marco
14.02.11

Per: Sorry, der erste hängt noch im Spamfilter. Passiert manchmal :D
Ringo Deathstarr klingt aber wirklich cool, aber mehr so nach Pornodarsteller *g*
Aber ja, Dinge ändern sind… beständig ist die Veränderung, oder so *g*

Judith: Genau das meinte ich. Aber ist doch blöd so. Wer weiß, was wir da alles verpasst haben, weil wir uns dann doch nicht die Zeit dafür nahmen.


Judith
14.02.11

Marco: Jaaa,…da hast du natürlich recht. Aber auf der anderen Seite verpasst du in der Zeit die du dir wohl dafür nimmst vielleicht 20 andere Dinge die auf Anhieb gefallen!


seitvertreib
14.02.11

Also ich hör nichts gezielt nochmal, was mir nicht schon beim allerersten Mal gefallen hat. Aber ich kann meine CDs und mp3s auch mit meinen Fingern abzählen (hab’ ich eigentlich schon mal erzählt, dass ich 24,… ach egal, tut hier jetzt auch nichts zur Sache) und höre wirklich nur ganz selten Musik, die nicht zur Begleitung von irgendwas läuft.
Na, das hat dir jetzt sicher toll weitergeholfen. oder? Eigentlich hätte ich schon nach dem ersten Satz aufhören können. Aber es ist gerade so gemütlich hier. Und ich höre tatsächlich gerade Musik (hab’ ich extra für diesen Artikel angemacht: http://youtu.be/E7SSC3ex-bA – das einzige Stück von denen, das ich mag), aber irgendwann kann ich das nicht mehr hören und vergesse den Song dann. Ups, so spät schon?


El Spotto
15.02.11

Nach dem zweiten Hören, meine ich eine erste Diagnose wagen zu können, warum mir persönlich Voices nicht so gut gefällt. Aus 1 1/2 Gründen nämlich: Erstens finde ich, dass die einzelnen Spuren (Gesang, Gitarre, Schlagzeug und so) für sich gesehen sicherlich gar nicht schlecht sind, in ihrer Gesamtheit aber irgendwie nicht so recht zusammenpassen wollen und vor allem, Anderthalbstens, im Refrain einfach viel zu viel los ist, zu viel Hi-Hats (oder Cymbals?), zu viel von der einen Note auf der Gitarre, zu viel “Aaahaaha” im Hintergrund…
Das, was ich mir bis jetzt so von Die Pretty angehört habe, finde ich hingegen ziemlich gut.

Allgemein zum Phänomen “eigentlich gut finden müssen, aber nicht tun” kann ich sagen, dass das bei mir mehrere Gründe haben kann.
Beispielsweise kann es an falschen Erwartungen liegen, wenn z.B. eine Band sich neu erfindet. Das kann dann zwar gute Musik sein, ich habe aber eben etwas anderes erwartet und bin deswegen beim ersten Hören zunächst mal enttäuscht, weil ich halt nicht bekommen habe, was ich wollte.
Oder aber die Stimmung in der ich bin passt einfach gerade nicht zu der zwar guten, aber eben in dem Moment nicht passenden Musik.
Oder das Lied ist schlicht und ergreifend ein Ausrutscher der Band…


Marco
15.02.11

Judith: Wie man es macht… *g*

Herr Seitvertreib: Viel interessanterfinde ich es ja fast noch, dass du nicht so der Musikmensch zu sein scheinst…
Der Song ist aber ein ganz guter Soundtrack für diesen Blog, ja *g*

El Spotto: Krass, so eine Analyse hätte ich echt nicht erwartet *g* Aber das mit den Tonspuren; jetzt, wo du es ansprichst, kann es das vielleicht wirklich sein.
Es können aber auch wirklich die Erwartungen sein, dem will ich gar nicht widersprechen… Danke dafür aber erstmal. :D

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