2102 Wen ich gestern Abend live sah: DAVID HASSELHOFF!
Und ich so: *kreisch*
Tatsächlich war das einer meiner kleinen Träume, einfach mal dem Meister bei der Arbeit zuschauen, sehen, wie er auf der Bühne wirkt, mit ihm singen, mit ihm feiern. Ihr kennt das doch auch. Man hat Wünsche, die man manchmal nicht einmal vor sich selbst zugeben möchte, schon gar nicht vor anderen, weil sie einfach so unpassend sind, vielleicht auch ein bisschen peinlich. Im Gegensatz zu euch aber gebe ich mich solchen Dingen hin, hinterfrage nicht und versuche mir einfach diese Wünsche zu erfüllen, was in diesem Fall ohne Swen aber gar nicht möglich gewesen wäre, kostete so eine Karte doch ungelogen knappe 50€.
Und ich gebe genau zwei Dinge zu: 1. – Im Zoom ist meine Kamera wirklich erschreckend schlecht, was mich aber nicht daran hindert, euch die Bilder trotzdem um die Ohren zu hauen. Und 2. – Ich hätte mich geärgert, hätte ich wirklich selbst die Karten gekauft.
Okay, es war klasse, das muss man sagen, aber es bewegte sich wirklich haarscharf irgendwo zwischen Trash und Fremdschämen. David ist einfach über die Jahre ziemlich alt geworden, aber es ist trotzdem erstaunlich, wie natürlich er sich noch auf der Bühne bewegt. Und da gehört er nämlich auch hin – auf die Bühne. Er ist ein Entertainer vor dem Herren und ich scheue mich nicht, ihn in eine Reihe mit Frank Sinatra und Harald Juhnke zu stellen. Also von den Entertainerqualitäten her. Gut, er sieht etwas gebraucht aus, aber so ist es eben, wenn man das Leben eines Rockstars, gefüllt mit Alkohol und Frauen, führt. Was man schlußendlich aber für Musik macht, ist da ganz nebensächlich.
Er versteht es einfach, das Publikum für sich zu gewinnen – nicht zuletzt auch, weil man einfach extrem viele seiner Songs kennt, weil er wirkt, als würde er sich richtig und ehrlich freuen, wenn die Fans mitsingen und sogar auch in den Fangesang mit einstimmt.
Und tatsächlich wechselt er seine Outfits, Geschmack hin oder her, fast so oft wie Madonna.
Natürlich pflegt er auch sein Image als Frauenheld, ganz klar. Seien es nun die wirklich sehr netten Tänzerinnen (und zwei Tänzer, okay, aber die Frauen wollen ja auch was zum Schauen haben), eine Stripteasestange für eben eine der Tänzerinnen oder die Choreografie zu seiner Version von “Secret Agent Man”, bei der ihn jede der Damen tänzerisch anhimmelte. Das war groß. Sehr groß.
Was ich aber ein bisschen merkwürdig fand, war dann doch das Publikum. Erstmal war es erstaunlich jung. Der Großteil war wirklich zwischen 25 und 30, was erstaunlich aber eigentlich auch nicht verwunderlich ist, ist doch David eigentlich der Jugendheld genau dieser Generation. (Natürlich spielte er auch die Intros von Knight Rider und Baywatch). Mir fiel allerdings auf, dass viele vielleicht auch da waren, um sich über ihn lustig zu machen. Aber okay, ich lachte auch, ich lachte sehr viel und aus voller Kehle, aber irgendwie war es vielleicht auch so gewollt, denn alle dort hatten wirklich unglaublich viel Spaß. Manche hatten sogar Rettungsbojen und Leuchtejacken dabei, andere sogar Masken und, und das habe ich noch nie auf einem Konzert gesehen, es entstand sogar eine Polonaise quer durch das Velodrom. Das war toll. Ach ja und K.I.T.T. war auch da.
Was ich aber ziemlich kacke fand, war, dass das Merchendise unglaublich teuer war. Ich meine, 30 Euro für ein Shirt sind schon derbe. Allerdings gab es auch die Möglichkeit The Hoff nach dem Konzert treffen zu können. Dafür musste man sich allerdings ein Programmheft kaufen und hoffen, dass man einen goldenen Stern darin findet, was dann aber auch wieder zehn Euro gekostet hätte. Das war es mir dann irgendwie auch nicht wert, zumal ich für zehn Euro auch locker hätte zwei Bier kaufen können. Was ich dann ja auch getan habe.
Aber trotzdem. The Hoff! Yeah!
Und ich revidiere meine Aussage von vorhin: Ich hätte es nicht bereut!










