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Whoview Episode 4: The Doctor’s Wife

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Ich weiß, dass man seine Posts nicht mit einer Entschuldigung beginnen soll, aber erstmal sorry, dass dieses Whoview ein bisschen auf sich warten liess. Das liegt einfach daran, dass ich ein bisschen getrödelt habe. Ihr kennt das ja. Allerdings liegt es nicht ausschliesslich daran, denn tatsächlich istmir auch gar nicht so richtig eingefallen, was ich euch über die Folge erzählen soll, was ihr nicht auch selbst wüsstet. Sollte ich das Offensichtliche sagen und behaupten, dass dies wohl eine der besten Folgen der Staffel werden wird? Vielleicht sogar eine der besten Folgen aller neuen Staffeln? zu Offensichtlich.

Oder dass es trotzdem auch irgendwie typisch Gaiman ist, der der ja diese Folge schrieb? Darauf kommt ihr ja auch alleine. Hoff ich.

Oder dass die Folge alles hat, was eine gute, nein, großartige Who-Folge braucht? Vielleicht. Ich sagte es euch aber trotzdem. Weil man das halt so macht. So als jemand, der Sachen ins Internet schreibt.

Kurz die Story, wie immer mit erhöhter Spoilergefahr. Der Doctor bekommt eine Mail, wohl per typisch timelordischen Postsystem mit einem kleinen Würfel, der durch das Weltall fliegt. klar, dass der Doctor dem Ruf, inklusive seiner Companions, folgt und auf einem Planeten landet, der irgendwie außerhalb des Universums zu existieren scheint. Das sort eigentlich nur für ein paar typische Who-Sprüche, ist aber erstmal auch nicht so wichtig. Auf diesem Planeten befinden sich neben allerhand Müll, der da so torchwoodmäßig hingespüöt wird, auch drei Bewohner. Zwei aus Frankensteins bester Zeit und ein ganz nettes Fräulein. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass dor aber auch ein gaimantypisches, übermächtiges Wesen wohnt, dass kurzerhand die Matrix der TARDIS in dieses nette Fräulein und sich selbst in die TARDIS tut. Und das ist nicht nur extrem clever, sondern auch extrem unterhaltsam, ohne dieses Wort mit einem Gefühl belegen zu wollen.

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Während dieses Wesen nämlich von dem Planeten, samt Amy und Rory, verschwindet, stranden der Doctor und seine nette TARDIS-Frau eben dort und basteln sich aus Überresten anderer TARDIS, dieses Wesen (ich hab den Namen vergessen, sorry) lockte nämlich schon mehrere andere Timelords an, um sie zu töten oder so, eine neue, eher rudimentäre. Also eigentlich nur den Kontrollraum.

Während der Doctor und Sexy (ja, das ist der Name der TARDIS, weil der Doctor sie so nennt), also bastlen, sind Amy und Rory auf der eigentlichen TARDIS gefangen und kämpfen um ihr Überleben, weil das Wesen nämlich, dank seiner Allmacht, auch Spaß am Töten hat. Wie man das eben aus alten Enterprisefolgen (gemeint ist TOS) so kennt. Und hier wird es nämlich genial, weil hier wirklich einige wirklich schrecklich schöne Zeitreiseabsurditäten stattfinden. Rory und Amy werden zum Beispiel durch ein Schott getrennt, Amy läuft um eine Ecke und Rory steht dort, schon Stunden wartend. Das selbe Spiel, nur zwei Jahre. Oder er bärtig und verlaust und völlig wirr. Oder eben Tod. Sie weinend über ihm kniend, kommt er um die Ecke und nichts davon fand jemals statt. Ich musste diese Stelle wirklich mehrmals schauen, weil sie einfach so wunderschön und einfach genial war. Toll.

Auch, wenn nicht sogar mindestens genauso toll, vielleicht sogar toller, ist alles, was sich zwischen Sexy und dem Doctor abspielt. Diese Sowas-wie-eine-Romanze, zwischen zwei Wesen, die wohl mehr zusammen erlebt haben, als irgendjemand anderes im Universum, wobei eines von beiden gerade erst ein richtiges Bewusstsein entwickelt. Diese Annäherung aneinander und auch der kleinste gemeinsame Nenner, das Zeireisen, dem beide zwar gleich, aber auch auf unterschiedliche Weise begegnen. Man könnte fast behaupten, dass die TARDIS wohl die einzige, ich sag mal, Frau ist, die der Doctor jemals als Gleichgestellte lieben könnte. (Nein, Rose nicht. Gleichgestellt ist hier das Stichwort. River auch nicht.) Und irgendwie, auf so eine Art, so eine etwas wirre Weise, war das alles unglaublich niedlich und schön.

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Vor allem das Ende. Ach, das Ende. Vielleicht drückte es ein bisschen zu sehr auf die Tränendrüse, so einen Doctor mit zitternder Unterlippe zu sehen, aber ich fand es großartig. Das passte einfach so über alle Maßen zu dem Rest der Geschichte, die eben so wirr und irgendwie, auf so eine Art, viel war, dass man einfach gar keine andere Wahl hatte, als sich darauf einzulassen. Übrigens hatte ich doch in der letzten Staffel arge Probleme mit Matt Smith als Doctor, weil er mich einfach nicht so richtig überzeugen konnte. Nicht nach David Tennant. Das ist jetzt übrigens alles vorbei. Nicht nur unbedingt wegen dieser Folge, sondern auch wegen aller der letzten Staffeln. Er macht das schon ziemlich gut, dass kann ich zugeben.

Fehlt noch was? Wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mir die Folge direkt nochmal anschaue, einfach, weil sie wirklich so extrem gut war. Ich bin immernoch ein bisschen begeistert.

Streicht das bisschen.

Und ihr so?

Ach so, der Trailer zur nächsten Episode. Guckt mal:

Die Folge wird also wohl “The Rebel Flesh” heissen und von ganz vielen Voldemorts handeln, während im Hintergrund der Soundtrack von Battlestar Galactica läuft. Damit kann ich leben.

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Kommentare (12)


RowC
17.05.11

Ich bin voll und ganz deiner Meinung. TDW ist für mich in jedem Fall die bisher beste Folge dieser Staffel, wenn auch nicht aller neuen Staffeln (das ist “the 11th hour”). Schon das Confidential zur Folge gesehen? Wärmste Empfehlung, alleine schon wegen Neil Gaiman, der aus dem Drehbuch vorliest.


Bernd
17.05.11

daran musste ich unweigerlich denken :3

auch “Sexy” sieht aus wie Imogen Heap *-*


Marco
17.05.11

@RowC: Echt, “The 11th Hour” fandest du besser? Die fand ich tatsächlich nicht ganz soooo gut. Schon gut, aber nicht besser *g* Aber das Confidential schau ich mir auf jeden Fall mal an. Normalerweise schau ich das ja gar nicht, aber wenn Gaiman da schon vorliest, könnte das echt gut werden :D

@Bernd: Imogen Heap musste ich googlen und nee, eigentlich nicht *g*


Simon
17.05.11

Du hast den Ood vergessen … es warn 4 Leute auf dem HOUSE Planeten des Bubbleuniverse (Uncle, Auntie, Nephew und Idris/TARDIS/sexy).
House btw geprochen von Michael Sheen (wer von euch die Credits überspringt (schande)).
Und ich muss RowC zustimmen die Confidentialfolge und auch die zu TIA und DotM sind empfehlenswert.
Ich glaub übrigens, dass Rory länger als 2 Jahre auf Amy gewartet hat … bin mir aber nicht sicher WIE viel länger :S
Trotzdem gutes Review *daumenhoch*


juliaL49
17.05.11

Ah, die Confidentials sind doch das Salz in der Suppe!

Abgesehen davon waren es zweiTAUSEND Jahre, die Rory SCHON WIEDER gewartet hat.

Und die Böxchen sind Timelord-Mails. Allerdings sich so darüber zu freuen ist seltsam, da es Hilfegesuche sind. Konnte man z.B. in The War Games beobachten, wo zum allerallerallerersten Mal das Wort “Timelord” genannt wurde.

Warum die Folge so genial war, waren genau solche Details. Neben den Boxen wurde z.B. wie in Castrovalva ein Teil der TARDIS abgestoßen, um Energie zu bekommen. Die Panele der Behelfskonsole sahen aus wie aus den 70ern. Die verschiedenen Control Rooms gab es z.B. beim vierten Doktor (irgendwo Richtung The Deadly Assassin). Oder dass eine TARDIS-Seele in einen Menschen verpflanzt wird, gab es in Unregenerate. Gaiman kenn die Geschichte der Serie, er ist seit dem ersten Doktor als Zuschauer dabei gewesen. Er sagt selber, dass seine eigenen Geschichten bzw. sein Stil von Doctor Who überhaupt erst möglich wurden.

Wobei wir wieder beim Thema Ideen und Recyclen wären: so wie hier muss das gemacht werden! Die Story an sich ist super und super ausgeführt, mit vielen kleinen Details, die einem alten Fan das Herz aufgehen lassen.

Für mich nach dem dritten Ansehen sicher ein Kandidat für die All-Time-Top-Five (wie übrigens auch Mr Sixie himself sagte).


zwara
17.05.11

spitzen folge.
hab sogar die doc who confidential geschaut.

neil gaiman sollte mehr folgen schreiben.
nuff said.


Marco
17.05.11

@Simon: Ach Oods sind vernachlässigbar… *g*Das mit Michael Sheen wusste ich sogar, allerdings kenn ich den gar nicht. Wer ist denn das?

@juliaL49: Na zwei oder zweitausend sind ja nicht so wichtig, wenn man verrückt wird :D
Aber Recyclen, ja. Das ist hier aber wörtlich zu nehmen, so als wiederverwerten von alten Ideen und weniger als erneut und erneut benutzen, wie es andere Serien gerne tun. Das, was du da als Beispiele nanntest, kenn ich ja natürlich alles nicht. Aber wenn es auch einem Hardcorefan gefällt, wurde wohl vieles richtig gemacht ;)

@zwara: Word! :)


juliaL49
17.05.11

@Marco: Oh, das mit dem Wiederverwerten ist eine Kunst! In der Hochzeit von Doctor Who, in den 70ern, da wurde alles recycelt, was nicht niet- und nagelfest war. Brain of Morbius ist z.B. eine Frankenstein-Story (die ja hier auch anklingt), Talons of Weng-Chiang macht auf Fu Manchu trifft Sherlock Holmes, Robot ist King Kong mit einem äh Roboter usw usf.

Das Problem an so einer Sache ist aber, dass man das richtig machen muss. Hier haben wir ein wunderbares Paradebeispiel wie es besser nicht gemacht werden kann. Die letztjährige Silurian-Doppelfolge dagegen war das Gegenbeispiel, wie man alles falsch machen kann, was man nur falsch machen kann. Und mehr.


RowC
17.05.11

kleiner Nachtrag: ein Video rund um die Vorgeschichte der Ersatz-TARDIS-Konsole aus der Folge:

http://www.toplessrobot.com/2011/05/meet_the_worlds_youngest_tardis_maker.php


Marco
18.05.11

@juliaL49: Aber das ist ja in vielen Serien so, die ziemlich lange laufen. Entweder müssen sie sich stetig neuerfinden oder sie werden irgendwann lächerlich, bzw jumpen den Shark *g*
Stargate zb konnte das immer ganz gut.

@RowC: Ah kannt ich, danke. :)


Da Na
28.05.11

Was ist denn mit einem Review zu Folge 5? Kommt das noch? Oder machst du später eins, wenn beide Doppelfolgen durch sind?
Fragen über Fragen …


Marco
28.05.11

@Da Na: Ich hab die Folge leider erst am Donnerstag gesehen, aber ja. Die Review kommt auf jeden Fall. Hoffentlich Sonntag :)

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