1705 Whoview Episode 4: The Doctor’s Wife
Ich weiß, dass man seine Posts nicht mit einer Entschuldigung beginnen soll, aber erstmal sorry, dass dieses Whoview ein bisschen auf sich warten liess. Das liegt einfach daran, dass ich ein bisschen getrödelt habe. Ihr kennt das ja. Allerdings liegt es nicht ausschliesslich daran, denn tatsächlich istmir auch gar nicht so richtig eingefallen, was ich euch über die Folge erzählen soll, was ihr nicht auch selbst wüsstet. Sollte ich das Offensichtliche sagen und behaupten, dass dies wohl eine der besten Folgen der Staffel werden wird? Vielleicht sogar eine der besten Folgen aller neuen Staffeln? zu Offensichtlich.
Oder dass es trotzdem auch irgendwie typisch Gaiman ist, der der ja diese Folge schrieb? Darauf kommt ihr ja auch alleine. Hoff ich.
Oder dass die Folge alles hat, was eine gute, nein, großartige Who-Folge braucht? Vielleicht. Ich sagte es euch aber trotzdem. Weil man das halt so macht. So als jemand, der Sachen ins Internet schreibt.
Kurz die Story, wie immer mit erhöhter Spoilergefahr. Der Doctor bekommt eine Mail, wohl per typisch timelordischen Postsystem mit einem kleinen Würfel, der durch das Weltall fliegt. klar, dass der Doctor dem Ruf, inklusive seiner Companions, folgt und auf einem Planeten landet, der irgendwie außerhalb des Universums zu existieren scheint. Das sort eigentlich nur für ein paar typische Who-Sprüche, ist aber erstmal auch nicht so wichtig. Auf diesem Planeten befinden sich neben allerhand Müll, der da so torchwoodmäßig hingespüöt wird, auch drei Bewohner. Zwei aus Frankensteins bester Zeit und ein ganz nettes Fräulein. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass dor aber auch ein gaimantypisches, übermächtiges Wesen wohnt, dass kurzerhand die Matrix der TARDIS in dieses nette Fräulein und sich selbst in die TARDIS tut. Und das ist nicht nur extrem clever, sondern auch extrem unterhaltsam, ohne dieses Wort mit einem Gefühl belegen zu wollen.
Während dieses Wesen nämlich von dem Planeten, samt Amy und Rory, verschwindet, stranden der Doctor und seine nette TARDIS-Frau eben dort und basteln sich aus Überresten anderer TARDIS, dieses Wesen (ich hab den Namen vergessen, sorry) lockte nämlich schon mehrere andere Timelords an, um sie zu töten oder so, eine neue, eher rudimentäre. Also eigentlich nur den Kontrollraum.
Während der Doctor und Sexy (ja, das ist der Name der TARDIS, weil der Doctor sie so nennt), also bastlen, sind Amy und Rory auf der eigentlichen TARDIS gefangen und kämpfen um ihr Überleben, weil das Wesen nämlich, dank seiner Allmacht, auch Spaß am Töten hat. Wie man das eben aus alten Enterprisefolgen (gemeint ist TOS) so kennt. Und hier wird es nämlich genial, weil hier wirklich einige wirklich schrecklich schöne Zeitreiseabsurditäten stattfinden. Rory und Amy werden zum Beispiel durch ein Schott getrennt, Amy läuft um eine Ecke und Rory steht dort, schon Stunden wartend. Das selbe Spiel, nur zwei Jahre. Oder er bärtig und verlaust und völlig wirr. Oder eben Tod. Sie weinend über ihm kniend, kommt er um die Ecke und nichts davon fand jemals statt. Ich musste diese Stelle wirklich mehrmals schauen, weil sie einfach so wunderschön und einfach genial war. Toll.
Auch, wenn nicht sogar mindestens genauso toll, vielleicht sogar toller, ist alles, was sich zwischen Sexy und dem Doctor abspielt. Diese Sowas-wie-eine-Romanze, zwischen zwei Wesen, die wohl mehr zusammen erlebt haben, als irgendjemand anderes im Universum, wobei eines von beiden gerade erst ein richtiges Bewusstsein entwickelt. Diese Annäherung aneinander und auch der kleinste gemeinsame Nenner, das Zeireisen, dem beide zwar gleich, aber auch auf unterschiedliche Weise begegnen. Man könnte fast behaupten, dass die TARDIS wohl die einzige, ich sag mal, Frau ist, die der Doctor jemals als Gleichgestellte lieben könnte. (Nein, Rose nicht. Gleichgestellt ist hier das Stichwort. River auch nicht.) Und irgendwie, auf so eine Art, so eine etwas wirre Weise, war das alles unglaublich niedlich und schön.
Vor allem das Ende. Ach, das Ende. Vielleicht drückte es ein bisschen zu sehr auf die Tränendrüse, so einen Doctor mit zitternder Unterlippe zu sehen, aber ich fand es großartig. Das passte einfach so über alle Maßen zu dem Rest der Geschichte, die eben so wirr und irgendwie, auf so eine Art, viel war, dass man einfach gar keine andere Wahl hatte, als sich darauf einzulassen. Übrigens hatte ich doch in der letzten Staffel arge Probleme mit Matt Smith als Doctor, weil er mich einfach nicht so richtig überzeugen konnte. Nicht nach David Tennant. Das ist jetzt übrigens alles vorbei. Nicht nur unbedingt wegen dieser Folge, sondern auch wegen aller der letzten Staffeln. Er macht das schon ziemlich gut, dass kann ich zugeben.
Fehlt noch was? Wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mir die Folge direkt nochmal anschaue, einfach, weil sie wirklich so extrem gut war. Ich bin immernoch ein bisschen begeistert.
Streicht das bisschen.
Und ihr so?
Ach so, der Trailer zur nächsten Episode. Guckt mal:
Die Folge wird also wohl “The Rebel Flesh” heissen und von ganz vielen Voldemorts handeln, während im Hintergrund der Soundtrack von Battlestar Galactica läuft. Damit kann ich leben.







