2207 Filmtipp: “Tucker & Dale vs. Evil”
Eigentlich ist ja das Schreiben von Filmkritiken überhaupt nicht mein Fall, was einfach daran liegt, dass das andere besser können und sie sich eigentlich nur darauf beschränken würden, dass ich Filme, wenn ich darüber erzähle, echt nur in drei Kategorien einordnen kann: 1.) “Bah, fass den nicht an” 2.) “So nebenbei geht der” und 3.) “WOAH! Guck den! Fünf mal!”
Tatsächlich fällt “Tucker & Dale vs. Evil” genau in die letzte Kategorie. Ich hatte den zwar irgendwann schonmal gesehen, aber als man ihn mir als Reviewexemplar anbot, konnte ich das aus verschiedenen Gründen einfach nicht ablehnen. Zwei der Gründe sind beispielsweise Alan Tudyk, der Pilot aus Firefly, und Tyler Labine, der Blaupausendicke. Ein anderer Grund ist, dass er zwar wie ein klassischer Slashermovie (jugendliche Hipsterkiddies machen Urlaub im Wald und werden von Hinterwäldlern gekillt) wirkt, die Geschichte aber von einem ganz anderen Standpunkt aus erzählt wird. Hier ist es nämlich so, dass die Kids denken, die beiden Hillbillies hätten eine ihrer Freundinnen entführt, weswegen sie sich wehren müssen und wollen, obwohl die beiden eigentlich nur in Ruhe ihre Urlaubsresidenz aufpolieren wollen. Es ist also die klassische Verwechslungskomödie, in der sich eigentlich alles klären liesse, würden die Betroffenen einfach mal miteinander reden.
Außer halt, dass viele der Darsteller eines möglichst grausamen und dadurch sehr unterhaltsamen Todes sterben.
Und genau das ist es nämlich, was an dem Film besonders viel Spaß macht – die Sterbeszenen. Denn von soetwas lebt diese Art von Film ja. Dazu muss man aber auch sagen, dass Tucker und Dale auch noch zwei ursympathische Typen sind und man die ganze Zeit mitfiebert, dass denen auch ja nichts passiert, während man aber auch ein bisschen hofft, dass die Kids schön effektvoll draufgehen. Anfangs schämt man sich vielleicht noch ein bisschen dafür, aber wenn man sich darauf einlässt, hat man wirklich unglaublich viel Spaß.
Was ich aber ein bisschen schade finde, ist, dass die DVD neben dem Film dann auch nicht mehr so viel bietet. Neben dem Wendecover (was übrigens wegen des riesigen FSK-16-Aufdrucks (ja, der Film ist wirklich ab 16 – unglaublich) ein sehr angenehmer Trend ist), gibt es auf der DVD gerade mal noch den Trailer und ein Making Of, wobei doch gerade solche Filme zu entfallenen und verpatzten Szenen einladen.
Aber das macht nichts. Der Film ist trotzdem toll. Guckt den! Fünf mal!




