1811 17 Minuten von “Raiding the Lost Ark: A Filmumentary” (inklusive Rant)
Höchstwahrscheinlich, die Chancen stehen ziemlich gut und ich würde auch die ein oder andere Wette darauf eingehen, prägte mich die Indiana-Jones-Reihe in meiner Kindheit und Jugend, zumindest im Filmbereich, echt mit am Meisten. Auf jeden Fall weitaus mehr, als andere Projekte von George Lucas und/oder Steven Spielberg. Tatsächlich würde ich, so im Nachhinein betrachtet, Indy auch als meinen Kindheitshelden bezeichnen und so ein Geschichtsprofessor/Abenteurer ist schon ein echt ziemlich cooler Held.
Allein auch, weil er so untypisch ist, doch aber auch sehr klassisch. Er prügelt sich, tötet, kriegt ordentlich Mädchen ab, fackelt sowieso nicht lange, wenn es um Auseinandersetzungen geht, ist gebildet, clever und einfach ein Role Model, das ich mir für meine Kinder später auch Wünsche. Eigentlich für jedes Kind.
Auf jeden Fall liebe ich diese Filme und habe sie mir auch alle, wenn auch in der Wiederholung, nochmal angeschaut, als sie kürzlich im Fernsehen liefen. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich die DVDs gar nicht besitze – ein Umstand, den ich wohl mal ändern muss.
Und Jamie Benning hat darüber sowas wie eine Dokumentation gemacht, die Behind-the-Scenes-Aufnahmen zeigen, Produktionsnotizen, Interviews und sowieso alles, was ein Fan wie ich braucht.
Übrigens war der letzte Film totale Kacke, wofür ich folgenden Personen die Schuld gebe: Shia LeBöff (fuck, wie schreibt man den? Egal!), Harrison Ford, George Lucas und Steven Spielberg. Cate Blanchett nicht, weil Cate immer toll ist.
Shia LeMädchengesicht: Er ist ein unwahrscheinlich schlechter Schauspieler und verkackte bisher alle Rollen, in denen ich ihn sah. Mit dem Repertoire an Gesichtsausdrücken wie ein Stein, sollte man es sich dringend überlegen, ob man wirklich Schauspieler sein sollte, oder doch nicht lieber Fahrkartenkontrolleur. Okay, das ist ungerecht, er kann ja einen Gesichtsausdruck. Immer dieses panisch Gequälte, wie ein Ferkel kurz vorm Herztod. Mittlerweile ist es sogar schon soweit, dass ich keine Filme mehr mit Shia LeFuckyou schaue. Aber die meisten wären ja auch ohne ihn totaler Mist. (eine bessere Wahl, wäre übrigens Justin Long. Optisch ein ähnlicher Charakter, inklusive eines natürlichen Humors. Nur mal so.)
Harrison Ford: Er ist ein großartiger Schauspieler, das hat er ungefähr eine Milliarde mal bewiesen, aber für diese Rolle ist er einfach viel zu alt gewesen. Ganz davon abgesehen, dass der Film selbst schon ungefähr 10 Jahre zu spät kam, bekomme ich einfach diese schlecht sitzenden, im Wind flatternden Hosen, an den AAltemännerbeinen nicht mehr aus dem Kopf. Man kann nämlich Rollen auch einfach mal absagen.
George Lucas: Was er früher mit tollen Requisiten und einmalger Technik gemacht hat, verkorkst er heute nur noch mit CGI. Ihr wisst ja alle, was mit Star Wars passierte und hier ist es kaum anders. CGI ist einfach momentan noch nicht überall einsetzbar, weil es meistens übertrieben wird und unpassend wirkt. Außerdem: Die Story. Junge, Aliens? Okay, Indiana Jones war immer übernatürlich, aber Aliens? Ehrlich? Muss das so sein? Bestimmt nicht. Und die Szene mit dem Kühlschrank und der Atombombe und überhaupt und sowieso. Fuck you.
Steven Spielberg: Du hattest es mal so drauf, aber heute findet sich in jedem Film das selbe Motiv wieder. Ständig hat einer der Hauptcharaktere seiner Projekte Probleme mit seinem Vater. Irgendwann früher mal mag das funktioniert haben, aber man sieht sich irgendwann auch dran satt. Ich weiß nicht, aber vielleicht ist es für einen Filmeschaffenden auch mal ganz nett, Beziehungen zwischen Personen irgendwie anders zu gestalten. Und selbst, wenn man sowas irgendwie einbauen muss, dann ist das doch kein Grund Shia LeBuffet in das Cast aufzunehmen.
Jedenfalls ist das auch einer der Filme, von denen ich gern nicht erfahren hätte, dass sie existieren. Es ist ein bisschen wie bei “2 Girls, 1 Cup”.
Sorry, Freunde, aber das musste ich irgendwann einfach mal loswerden. (via)




