Die traurigen Seiten von Christchurch
Die traurigen Seiten von Christchurch
Die schönen Seiten von Christchurch
Die schönen Seiten von Christchurch
England oder USofA, vermutlich New Zealand
England oder USofA, vermutlich New Zealand
Tschüss Deutschland, New Zealand here I come!
Tschüss Deutschland, New Zealand here I come!

Ein bisschen befürchtete ich ja, dass Punk aus Deutschland tot sei, was aber auch daran liegt, dass ich aus der Szene einfach nicht mehr viel mitbekomme und man sich auch erstmal durch Lagen schlechten Krams wühlen muss, um eine kleine Perle zu finden. Eine dieser Perlen ist die Frankfurter Band Serum 114, die nicht nur nach dem bekannten Serum aus “A Clockwork Orange” benannt sind, welches den Abschaum der Gesellschaft vermeintlich in gute Bürger verwandeln soll, sondern auch einfach unglaublich guten Punk mit cleveren Texten machen. Meist sehr kritisch, auf jeden Fall aber mit einer Rauheit, die es einfach braucht. Guckt mal oben.

Auch echt großartig ist “Du bist zu fett”, ein zwar schon etwas älterer Titel, aber immer noch ziemlich aktuell, weil ja auch bald die neue Staffel von Germany’s Next Topmodel by Heidi Klumpfuss anfängt.

http://www.youtube.com/watch?v=AD64U0eH96E

Ein bisschen ärgerlich ist eigentlich nur, dass es die Band bereits ein paar Jahre gibt, ich sie aber einfach bis eben gar nicht kannte.

Es gibt 6 tolle Kommentare:


#1
tom
28. February 2012

Eine weitere fragliche Band mit anderen fraglichen Bands auf einem Label – hier dient Punkrock als Maskerade. Eine weitere Böhse Onkelz Nachfolger…bitte nicht unterstützen.

Labelkollegen wie Wilde Jungs, Frei.wild und Unantastbar sind absolut Grauzone, rechtsoffen und ekelhaft.

http://alturl.com/kvx6z

Deutschrock. den Begriff den die Onkelz scheinbar erfunden haben, hat nichts mit punkrock zu tun.

Und von wegen, Punk aus Deutschland sei tot:

http://www.myspace.com/boredomreplays

https://www.facebook.com/modernpets?sk=app_2405167945

http://www.myspace.com/sniffinggluepunk

http://www.myspace.com/totalabfukk

http://www.myspace.com/kotzreizberlin

http://www.myspace.com/radiodeadones

https://www.facebook.com/frontkickband

dein blog ist so super..unterstütz die guten…


#2
28. February 2012

@tom: Okay, dass Wilde Jungs ihre Wurzeln bei den Onkelz sehen, ist ziemlich offensichtlich *g*
Aber dass das hier auch als Rechtsrock gehandelt wird, find ich doch ein bisschen überraschend. Zumal das ja schnell mal gerufen wird, wenn deutsche Musik etwas härter wird. Ich finde ganz ehrlich auch die Diskussion um Frei.Wild etwas schwierig. Einerseits find ich sie ziemlich gut, harte Musik, derbe Stimme, textlich auch etwas anspruchsvoller. Dass da etwas Patriotismus mitschwingt, kann man raushören, habe ich aber echt nicht als so kritisch beurteilt, wie vielleicht andere. Aber ich bin da mit meiner Wertung auch echt vorsichtig, möchte allerdings auch den Teufel nicht an die Wand malen.

Vermutlich setze ich mich ziemlich in die Nesseln, aber ich finde die Onkelz sehr gut und ich könnte stundenlang Vorträge darüber halten, ob sie jetzt Nazi sind und warum nicht. Das ist schwierig, aber man sollte das auch menschlich betrachten und auch die Entwicklung der Band nicht vergessen. Klar, das olle Demotape, das nie veröffentlicht wurde und geschrieben wurde als sie 15 waren, war schon ziemlich rechts und fragwürdig, dass sie sich später aber sehr für Opfer rechter Gewalt einsetzten, wird oft vergessen.

Es ist ein schwieriges Thema, gerade in unserer Gesellschaft und das ist echt schade, dass darüber leider nicht offen gesprochen werden kann. Findest du eine Band gut, bist du ein doofer Nazi. Hm.

Ich klick mich erstmal durch deine Links, danke dafür :D


#3
29. February 2012

Serum 114 rocken. “Schönen Gruß / Deine Frau” ist ein netter Anspieltipp


#4
2. March 2012

@Marc: Yeah, danke, ich hab ihn mir gerade mal bei YT angehört. Herrlich derbe ;)


#5
Lonena
19. August 2012

Ich mag Serum 114, ist eine gute Band, die sich hoffentlich treu bleiben wird! Weil hier gerade Frei.Wild angeschnitten wurde..- Sie sind sicherlich Künstler, die mit Vorsicht zu genießen sind, allerdings ist das Liedgut in Anbetracht der gegenwärtigen Situation der besungenen Region, nämlich Südtirol, legitim. Wer sich mit der gesamten Südtirol-Thematik auseinandersetzt, wird verstehen, warum Frei.Wild sind, wie sie sind! Das rechts/links-Verständnis ist ein bisschen differenzierter und aus bundesdeutscher Sicht kaum erfassbar. Die Artikel, die von Frei.Wild handeln, gehen aber nie auf diesen Sonderstatus ein und sind deswegen schlichtweg falsch! Auch ich erlaube mir noch keine Wertung über Frei.Wild, mag die Musik aber sehr, finde den Sänger auch authentisch, wenn er sich distanziert und hoffe, dass ihnen die Abgrenzung gut gelingt!


#6
Lonena
19. August 2012

Tom, dieser Artikel der SZ ist traurig, Unabhängig davon, ob man Frei.Wild mag oder nicht!
1.) Wie ich es oben angeprangert habe, ohne jeden Bezug auf den Sonderstatus der Minorität kann man das Liedgut nicht richtig interpretieren! PUNKT! Der Autor differenziert nicht zwischen (verständlichem) Minoritätsnationalismus und (für andere Minoritäten bedrohlichem) Mehrheitennationalismus! Es ist unmöglich Paralellen zu Deutschland zu ziehen, da der Autor nichts Gegenteiliges verlauten lässt, nehme ich allerdings an, dass er nicht differenziert. Man muss(!!) Vergleiche zu Basken, Kurden und Konsorten ziehen und nicht zu einem Staat, dessen Situation weder historisch noch gegenwärtig mit Südtirol vergleichbar ist! Wäre der Autor darauf eingegangen, hätte er das Liedgut richtig interpretieren können, wäre es nicht schlimm gewesen= Wäre der Artikel nicht interessant. Kurzum das Liedgut ist in Anbetracht der Lage Südtirols legitim! Punkt!
2.) Südtiroler Freiheitlichen= Spackenpartei?- JAAAA! Südtiroler Freiheitlichen= rechtsextreme Partei? Nein!!!! Wer die als rechtsextrem bezeichnet, war entweder noch nie in Südtirol, kennt keinen Südtiroler, oder hat sonst irgendwo keine Ahnung! Wenn der Autor recherchiert hätte, wüsste er, dass die Südtiroler Freiheitlichen zwar 1992 (20 Jahre ist das her und es es gab nachweisliche Wechsel) nach dem Vorbild der rechtspopulistischen FPÖ gegründet wurden, sich aber bereits vor Jahren (!) aufgrund dieser Tatsache (ded Rechtslastigkeit der FPÖ) von eben jener FPÖ losgesagt haben. Der Autor spricht aber von einer “Schwesternpartei”, was einfach falsch ist. Den Mitarbeitern der SF wird es verboten, Kontakte zu NPD oder Konsorten zu halten, sie setzen sich gegen den Verkauf von Fascho-CDs ein, grenzen sich schon im Punktepogramm vom Rechtsextremismus ab und setzen sich für die ladinische und deutschsprachige Minderheit ein! “Einheimische zuerst” hat in dem Fall nichts mit Rechtsextremismus zu tun, sondern ist auf den ethnischen Proporz, nach dem die Landes- und Staatsstellen vergeben werden, zurückzuführen! Außerdem HAT sich Burger, der Sänger, mehrmals in Interviews von den Zielen und Wegen der Freiheitlichen distanziert.
3.) Burgers vorherige Band war nachweislich beschissen, allerdings gab es hier einen klaren Bruch! Er hat eine neue Band mit neuen Leuten, die niemals etwas mit dem Rechtsextremismus zu tun hatten, gegründet, nachdem er aus dieser Szene ausgetreten ist! Das ist ein klar definierter Bruch und eine gute Abgrenzung!
4.) Burger soll angeblich Nazis wilkommen geheißen haben? Das Video kenne ich und Burger sagte klar und deutlich, dass er SKINS dulde! Wahre Skinheads sind KEINE Nazis und so meinte Burger das auch, da auf Frei.Wild-Konzerten seit jeher stark kontrolliert wird. Ich habe viele Tattoos auf meinem Arm und man hat JEDES Tattoo genauestens inspiziert, ob es nicht eventuell etwas Rechtsextremes sei. Ich habe auch gesehen, wie Leute gebeten wurden, ihr T-Shirt zu präsentieren, wenn sie einen Pullover trugen usw. Nazis sind NICHT wilkommen und weder von der Band/Crew noch dem Publikum akzeptiert! Das musste die Süddeutsche selbst bestätigen, als eine Journalistin dieser Zeitung ein Konzert von Frei.Wild besuchte (vgl. Artikel: Problematische Patrioten)
Der Artikel ist mMn voller Halb- bis Unwahrheiten und sollte für niemanden ein Beweis für Frei.Wilds vermeintliche Rechtslastigkeit sein!

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