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 Das originale Script zu Prometheus hiess Alien: Engineers und war ziemlich cool!

“Prometheus” war kacke. Es war ein an sich okayer Film, auf jeden Fall super schön gemacht, aber eben nicht Alien genug, um ein Film des Franchises zu sein, aber zu Alien, um allein zu stehen. Außerdem hatte er zu viele Plotholes und die Charaktere waren extrem dämlich.
Jetzt zirkuliert seit einigen Tagen das vermeidlich originale Skript zu dem Film durch das Internet, von dem Jon Spaihts (Autor) sagt, dass es echt sei, das dem Film eine ganz andere not gibt. Daher druckte ich mir das gestern mal aus, setzte mich mit einem leckeren Tee in eine Decke gehüllt (ich, nicht der Tee) hin und las mir das mal durch. Okay, es war bei Zigaretten in der Küche und ich las es auf meinem Tablet, aber das lesen stimmt.

Und tatsächlich, es ist super und viel mehr Alien, als es “Prometheus” war. Manchmal sind die Charaktere trotzdem noch dämlich, dafür aber sinnvoll dämlich, eben weil es mitunter keine richtigen Wissenschaftler, sondern Prospektoren sind. Auch das ganze Universum, in dem es spielt, ist ein ganz anderes, viele plotholes, die der Film nicht erklärte, machen Sinn, die Action ist ganz anders und es gib einen wesentlich besseren Showdown.

So befinden wir uns eigentlich in einer Welt, in der Weyland die nächsten Planeten ausbeutet, aber vor allem das Terraforming vorantreiben will, während Watts und Holloway, die beiden Wissenschaftler, die eben die Engineers finden wollen, in einen Knebelvertrag gezwungen werden, in dem sie zwar die wissenschaftlichen Daten behalten dürfen, jegliche Technologie aber Weyland zufällt. Dazu hat Vickers, die Corporate-Tante, gar keine Lust, überhaupt dabei zu sein, soll sie doch eigentlich bald Chef der Firma werden. Nachdem sie aber ca. 5 Jahre weg war und den größten Teil der Zeit in Stasis verbrachte, rechnet sie sich keine großen Chancen mehr auf diesen Posten aus.

Dazu noch David, der im Film der dümmste von allen war. Der Androide drückte ja auf allen Knöpfen herum und brachte die ganze Crew in unangenehme Situationen. In diesem Drehbuch allerdings wird erklärt, warum er so handelt. Er hat nämlich seine eigentliche Programmierung überwunden und kann nun nach seinem Gusto agieren. Das ist ein Problem, weil er von seinen Schöpfern genauso enttäuscht ist, wie später die Crew von ihren. Das Motiv dieses Films ist nämlich auch die Suche nach Gott und dass Gott tot ist und er sowieso ein Arsch ist.

Außerdme haben wir richtige Aliens, Alienmutanten und Hardcore-Aliens, Facehugger und alles in allem einen Film, der prima vor die Alien-Filme passt.

Die Ingenieure nämlich haben, wir auch im Film, DNA-Bausteine auf die Erde gebracht, diese aber alle x-Jahre besucht und die Menschen da weiterentwickelt. Das nämlich mittels Skarabäen, die neue Infos in die DNA der Menschen schleusen, wenn diese gebissen werden. Das passiert auch mit einem aus der Crew, der dann eben zu einem Alienmutanten wird. Der Sinn ist nämlich, dass die Engineers die Menschen ausrotten wollen und dazu eben die Aliens benutzen wollten. Allerdings wurden sie Opfer ihrer eigenen Schöpfung und später auch ein Engineer das Opfer der Schöpfung seiner Schöpfung. Wie gesagt, es ist ein bisschen abgefuckt, auf jeden Fall aber echt gutes Lesematerial. Das Ende gefällt mir hier nämlich auch wesentlich besser, weil Watts nicht zu den Engineers reist.

Und die Szene mit dem Kaiserschnitt gibt es hier auch, allerdings kommt da ein richtiges Alien heraus und nicht so ein effektgeladenes, aber sinnloses Tentakelmonster.

Wie gesagt, ihr solltet das echt mal lesen, wenn ihr auf die alten Alienfilme steht und Prometheus irgendwie doof fandet. Das PDF gib es in der Meldung der Fanseite zum Film. (via)

Es gibt 2 tolle Kommentare:


#1
robotradar
14. November 2012

scheint mir jetzt im prinzip gar nicht so viel anders als prometheus zu sein, viele der storylines, wie du sie beschreibst, sind doch die selben wie im film. aber ich fand den ja auch großartig und da ist das internet nunmal anderer meinung und schwer zu überzeugen ;) da greift bei mir das principle of charity irgendwie mehr. das skript zum vergleich zu lesen mach ich auf jeden fall mal, diese big budget produktionen in ihrem herstellungsprozess sind ja eh so zer- und verfahren, dass am ende oft ein ziemliches wurzelwerk dabei rauskommt, da wird man glatt zum plot-archäologen.


#2
15. November 2012

@robotradar: Wenn du das Skript gelesen hast, wirst du vermutlich auch feststellen, dass das vielleicht genau das Problem mit Prometheus war. Also die Storylines sind natürlich sehr ähnlich und man hat sie ja auch irgendwie im Film dann gesehen – klar – aber irgendwie schafft es das Drehbuch diese auch sinnvoll zu verknüpfen :D

Also allein der Mutant… warum David das Zeug dem Typen gab und warum er dann mutierte und warum er dann auch noch so kacke aussah, das war im Film höchstens okeeeeh, aber nicht wirklich sauber gelöst. Und wie gesgat, mein größtes Problem ist, dass er zu sehr Alien war, um irgendwas anderes zu sein, das aber eigentlich eben gar nicht war. Weisste? Lies das Drehbuch ey! :D

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