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Die Pubertät war und ist vermutlich für niemanden leicht. Wenn die Familie zudem aber noch aus Pakistan stammt, die Eltern also strenge Moslems sind, und man mit dieser Kultur in seinem Umfeld eher alleine ist, kann es nochmal besonders schwierig werden. Genau dort befindet sich die junge Kamala Khan, die ihre Familie zwar sehr liebt, mit der ganzen Strenge aber überhaupt nicht klar kommt. Sie würde auch lieber abends feiern gehen und ihrem Nerdism fröhnen, muss aber Sonntags zur Koranschule, früh zuhause sein und sich mit den Hipstern herumschlagen, die ihre Kultur ja so irre spannend finden und eigentlich gar nichts verstehen. Bis sie eines Tages von der Terrigen-Wolke der Inhumans erwischt wird und ihr Leben von Grund auf ändert.

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Selbst wenn Kamala keine Pakistani wäre, wäre sie als Nerd in der Schule vermutlich nicht besonders beliebt. Sie schwärmt für Captain Marvel, als die von früher, die mit dem knappen Outfit, und ist das, was man im Allgemeinen unter einem Nerd versteht. Allerdings hat sie auch sehr strenge Eltern, die sie nicht auf Parties gehen lassen und sie so sehr umsorgen, dass sie sie vermutlich irgendwann noch erdrücken werden. Eines Abends will Kamala aber auch mal rebellisch sein und schleicht sich zu einer Party am Strand, bei der es auch nicht sonderlich gut läuft. Frustriert läuft sie nach Hause und wird von der Terrigen-Wolke der Inhumans überrascht. Wir erinnern uns: Die Stadt der Inhumans, Attilan, liegt nun im Hudson River, nachdem König Black Bolt das restliche Terrigen, das eigentlich dafür sorgt, dass Inhumans erst ihre besonderen Fähigkeiten entwickeln, freisetzen musste. Diese Wolke wandert nun um die Erde und erzeugt immer neue Inhumans mit Fähigkeiten (Menschen sterben einfach). Kamala ist, unwissentlich, eine von ihnen und wacht wenig später völlig verändert auf: Blond, groß, schlank, knapp bekleidet – sie wurde zur Captain Marvel!

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Okay, nicht ganz. Also eigentlich gar nicht, denn wie sich herausstellt, verfügt sie lediglich über die Fähigkeit ihr Aussehen zu ändern, sowohl in Form und Farbe und Größe, weswegen sie ihren Klassenkameraden auch schnell vor dem Ertrinken retten kann. Klar, dass das der Captain Marvel zugeschrieben wird, über die sich alle wundern, warum sie jetzt wieder das alte Kostüm trägt.
Kamala stellt allerdings ziemlich schnell fest, dass selbst Superheldenkräfte sie nicht aus ihrem Leben befreien können. Schließlich sind die Eltern und ihre Herkunft noch immer die gleichen, nur die Probleme werden größer. Die Fähigkeiten wollen erstmal gemeistert werden, eine Straßengang macht Stress, ihr bester Freund wird in seinem Späti ausgeraubt. Die Probleme sind hier eher zwar auf Streetlevel, allerdings stehen wir auch genau am Anfang der jungen Ms. Marvel und ich wette, dass das eine sehr, sehr spannende Reise werden kann.

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Inhumans, Terrigen, Captain Marvel – das klingt alles, als müsste man vorher wirklich viel wissen, bevor man sich diesen Comic antun kann. Muss man aber überhaupt nicht! Entweder wird das alles in der Story erklärt oder es ist einfach nicht so richtig wichtig. Viel wichtiger ist jedoch, dass dieser Comic-of-Age-Superheldencomic auch total viel Spaß macht, wenn man seine Pubertät schon hinter sich gebracht hat. Prinzipiell könnte ich mein Fazit allerdings auch in zwei einfachen Worten zusammenfassen: So toll!
Die Zeichnungen sind schlichtweg großartig, haben tolle Farben, sind irre ausdrucksstark und sind von einer Qualität, die man sonst eher im Indie-Bereich erwarten würde. Tatsächlich ist zudem aber auch die Story ungeheuer zugänglich, da es zu aller erst mal um ein junges Mädchen geht, das sich in seiner Rolle in der Gesellschaft nicht wirklich wohl fühlt. Sicherlich wird sie auch zu einer Superheldin, aber erstmal geht es darum, dass sie ihren Platz in der Welt finden muss. Und ich glaube damit können wir uns alle irgendwie identifizieren.

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Erschienen am: 31.03.2015
Seiten: 124
Format: Softcover
Original-Storys: “Ms. Marvel (2014)” #1-5
Autor: G. Willow Wilson
Zeichner: Adrian Alphona
Preis: 16,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Lasst es euch lieber nicht von kleinen, beeindruckten Kindern aus der Hand reißen.
Rating: 5 von 5 Finger einer Riesenfaust

Es gibt 2 tolle Kommentare:


#2
1. June 2015

Ich habe den 1. Band schon auf Englisch gelesen und kann dir nur zustimmen! Superschön gezeichnet, tolle Story, garantiert nicht langweilig. Ich freu mich schon auf TP2, das liegt gottseidank schon bereit 🙂


#3
22. June 2015

@Frau DingDong: Puh, Glück gehabt. Reviewsschreiben ist ja manchmal auch eher wie Würfeln. 😀

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