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Freunde, lasst euch nichts erzählen: Es gibt absolut keine Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Überall brabbeln sie in komischen Dialekten, Bier ist überall ziemlich wichtig, wenn sie könnten, würden viele für ihre Autos einen Platz am Esstisch freimachen, die meisten bauen gerne hübsche Gartenzäune und setzen dann noch Hecken davor, damit der Nachbar nicht so viel sieht, Fussball finden die meisten mindestens alle 2 Jahre auch mal ganz spannend und wenn es politisch ein bisschen komplizierter wird, wählt man überall erstmal zur Sicherheit irgendwas Rechtes. So als Denkzettel an die da oben. Es ist gibt absolut keine Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern – bis auf das Jägerschnitzel.

Jägerschnitzel West kennt ihr vermutlich. Das ist dieses geklopfte und panierte Schweinefleischstück mit einer sahnigen Pilzsauce und vermutlich Kartoffeln, in welcher Form auch immer (Kartoffeln sind so vielfältig!). Jägerschnitzel Ost hingegen sorgt bei Westdeutschen Besuchern immer wieder für Überraschungen in Restaurants. Das richtige Jägerschnitzel ist nämlich eine fingerdicke Scheibe Jagdwurst, paniert und gebraten, und wird mit Nudeln (Spirelli oder Fussili – wüsste ich den Unterschied, würde ich mich entscheiden) und einer hauptsächlich auf Mehl basierenden Tomatensauce gereicht. Letscho ist aber auch gut. Letscho ist nämlich immer gut, aber das tut hier auch nichts zur Sache.

Und Jägerschnitzel ist einfach so ein Gericht aus Kindertagen, bei dem ich direkt eine kleine geistige Zeitreise unternehme. Sicherlich auch bei Pellkartoffeln mit Quark und anderen Gerichten, die man so im Kindergarten aufgetischt bekommt, aber Jägerschnitzel war schon immer sehr fein.

Jedenfalls waren die Kollegen und ich kürzlich in einem Restaurant, in dem es eben jene zauberhafte Form des Jägerschniztels gab und das war tatsächlich ein Moment, in dem mir das Fasten von Fleisch wirklich schwer fiel. Im Alltag ist es eigentlich kein Problem für mich auf Fleisch zu verzichten, weil Wurst eben meistens Unsinn ist und man auch ganz leckere vegetarische Gerichte kochen kann (Tortelloni und Rosenkohl kochen, dann mit Käse überbacken, dann essen, dann super), aber wenn man so etwas Feines sehen muss, ist es schon schwer. Daher mein Entschluss, dass ich mir am Sonntag Jägerschnitzel mache. so richtig wie oben beschrieben, aber halt mit Letscho, weil ich Mehlschwitzen nicht so gut kann.

Blöderweise habe ich mir dann aber ein paar Stücke Donauwelle gekauft und die den Sonntag über gegessen und na ja, wenn man Donauwellen für zwei alleine isst, ist einfach kein Platz mehr für viele andere Dinge. Ich bereue nichts, habe aber jetzt halt noch ein ziemlich großes Stück Jagdwurst im Kühlschrank und Jagdwurst ist ja für mich jetzt auch nichts, was ich einfach mal so esse, denn Jagdwurst ist eigentlich schon ziemlich merkwürdig, so sie denn nicht eben gebraten oder paniert ist.

Aber Donauwelle war auch ziemlich okay. Und ich glaube der Ansicht ist man auch in allen Ecken Deutschlands.

Es gibt 4 tolle Kommentare:


#1
casaloki
8. March 2016

“Tortelloni und Rosenkohl kochen, dann mit Käse überbacken, dann essen, dann super),” Allein für diesen Satz lese und liebe ich diese Seite.


#2
Vex
8. March 2016

Ich hatte schon das Gefühl, du würdest ein Diner zu zweit mit dir verlosen, weil dir die Wurst liegen geblieben ist, aber dann nahm der Artikel plötzlich ein verlosungsfreies Ende. Tscha.

Schade eigentlich


#3
Vex
8. March 2016

@Vex: >>weil dir die Wurst liegen geblieben ist

Da habe ich mich aber etwas unglücklich ausgedrückt, merke ich gerade, eh.


#4
9. March 2016

@casaloki: Wegen der lebensverändernden Rezepte in Nebensätzen? 😀 Dankeschön! 🙂

@Vex: Babe, wenn du mal in der Gegend bist, habe ich immer einen Wurstzipfel für dich parat 😀

@Vex: Ich glaube ich weiß schon, was du sagen wolltest ♥ 😀

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