Happy Rebirth-Day, DC Comics!
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“To Hell And Back: The Kane Hodder Story” – die potentielle Doku über DEN Jason-Vorhees-Darsteller
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Die neue “Star Trek”-Serie hat einen ersten Teaser UND ICH BIN SO AUFGEREGT!
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In “Sky Sharks” können nur Vietnamsoldaten-Zombies die Nazis und ihre fliegenden Haie besiegen
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Ganz genau heute erscheint ein Comic mit dem Titel “DC Unvierse: Rebirth #1”. Normalerweise berichte ich ja nicht gesondert über Einzelhefte, aber dieser hier ist schon etwas Besonderes, da das der Startschuss für grundlegende Änderungen bei DC Comics ist, die das bisherige DC-Comic-Universum grundlegend verändern sollen. In den letzten Wochen und Monaten wurde schon einiges an Informationen preisgegeben, es wurde viel gemutmaßt und eigentlich waren auch die Reaktionen von Lesern und Fans sehr vorhersehbar: Die meisten finden es, gelinde gesagt, sehr doof.

Der Sinn von so einem Reboot (man soll es nicht Reboot nennen, sondern Rebirth und da waren die Schöpfer des Comics auch sehr strikt) ist es ja meistens, das ganze Chaos ein wenig durchzurühren, um das ganze für Neuleser ansprechender zu machen, Serien zu beenden, neue zu starten und am Ende noch ein bisschen mehr Geld zu verdienen. Tatsächlich ist gerade der letzte Punkt bei diesem Reboot von DC sehr stark spürbar, aber dazu später mehr.

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Kane Hodder hat in so vielen Filmen und Serien als Darsteller, Produzent und Stuntman mitgewirkt, dass ihn vermutlich jeder schon mal irgendwann gesehen haben muss. Meistens war er natürlich der eine böse Typ #3, der den Helden vermöbelt hat, aber er war eben auch Jason Vorhees in einigen vielen der “Friday the 13th”-Serie, war der Killer in “Hatchet”, spielte in “Ghoulies” mit und laut der Indiegogo-Kampagne zu “To Hell And Back: The Kane Hodder Story” hat er mehr Menschen in Filmen getötet, als sonst jemand in der Geschichte des Films. Kane Hodder, diesen Namen sollte man sich merken. Aber damit ist ja jetzt eh Schluss, denn er hat sich eines besseren besonnen!

Nein, Unsinn, denn wie auch schon Quentin Tarantino sagte, macht Gewalt in Filmen einfach total viel Spaß und das ist eine Aussage, die ich so schlichtweg unterschreiben kann. Tatsächlich war es auch Kane Hodder, der den Jason in meiner Lieblingsszene aller “Friday the 13th”-Teile spielte, als er einen Jugendlichen im Schlafsack mit einem anderen Jugendlichen im Schlafsack verprügelte. Ich liebe diese Szene. Hier ist ein Gif.

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Im Jahre 1980 zog sich Kane aufgrund eines missglückten Stunts ganz schwere Verbrennungen zu und neben seiner Arbeit soll der Film unter anderem auch davon handeln. Hier ein paar Stichpunkte.

-Never-before-seen footage of insider thoughts on Freddy Vs. Jason;

-The true story of Kane’s burns for the first time on film;

-Kane meeting the woman who sheltered him when he was burned; and,

-Kane meeting the doctor who saved him from death’s door.

Lustigerweise hat er bei “Freddy vs. Jason” nicht mitgespielt, weil ihn der Regisseur mit 1.91m für zu klein hielt, um dieses David-gegen-Goliath-Ding mit Robert Englund (1.78m) glaubhaft zu machen, sagt Wikipedia. Aber allein auch die Liste an Leuten, die in diesem Film zu Wort kommen, liest sich wie ein schöner Auszug aus dem Who is Who der Horrorszene: Cassandra Peterson (Elvira: Mistress of the Dark), Robert Englund, Bruce Campbell, Bill Moseley, Sid Haig (Captain Spaulding!), Danielle Harris, Sean S. Cunningham und Adam Green und noch einige mehr. Alter!

Eine Unterstützung der Kampagne sichert natürlich die Produktion des Films, aber natürlich soll auch ein Teil des Erlöses an das Bothin Burn Center in San Francisco gespendet werden, die ihn damals nach dem Unfall versorgten. Aber natürlich gibt es auch ganz tolle Perks für die Unterstützer, weswegen ich vermutlich bald eine von ihm signierte Hockeymaske mein eigenen nennen darf. Wie geil ist das denn bitte?! Tatsächlich überlege ich gerade, ob ich nicht noch den Perk unterstütze, bei dem ich eine signierte DVD und ein signiertes Buch bekomme. Ich hadere noch, aber wem mach ich eigentlich was vor? Klar werde ich mir das noch bestellen und mir einreden, dass ich damit ja auch ganz viel Gutes tue. Übrigens gibt es natürlich auch einen schnieken Trailer dazu:

Die Kampagne läuft noch ein paar Tage, also haben wir jetzt nicht mehr so viel Zeit dafür, obwohl noch ein paar tausend Dollar fehlen. Aber das bekommen wir schon hin. Ich bin da sehr guter Dinge.

Es gibt übrigens auch einen Perk, bei dem man 30 Minuten lang mit ihm plaudern und trinken kann. Weiß ich nicht, ob man ihn da auch knuddeln und Danke sagen darf, aber ich schätze mal schon.

“Star Trek” gehört einfach ins Fernsehen, das sind wir uns vermutlich einig. Die Filme sind mitunter ziemlich gut, manchmal aber auch richtig schlecht und in letzter Zeit leider eher letzteres, aber das Universum wurde am Ende dann eben doch durch die Serien aufgespannt.
Nun soll die Serie anfangs noch nach dem sechsten Teil spielen, also genau zu der Zeit, nachdem die Klingonen und die Föderation endlich Frieden schlossen (“Star Trek VI”, einer der besten!) und die Geschichte einer völlig neuen Crew verfolgen. Geil. Sehr, sehr geil. Später soll es dann andere Epochen der Historie verfolgen, aber das ist auch alles nur Hörensagen, zu dem ich gerade keine Quellen parat habe. Ich bin jedenfalls so gespannt, weil ich mir einfach klassisches Star Trek ohne Bullshit zurückwünsche, mit Charakterstudien und moralischen Fragen, mit echten Helden in schwierigen Situationen. Es ist eine Chance und ich bin gewillt höchst positiv an die Sache heranzugehen.

Die Serie startet dann bereits im Januar 2017 auf CBS und wir können uns schon mal die Kommandopins polieren und, wer kann, einen Vollbart stehen lassen. (via Seriesly Awesome, die schon das Riker-typische auf einem Stuhl Platznehmen üben)

Leider passte nicht in die Überschrift, dass diese Vietnamsoldaten-Zombies “Dead Flesh Four” genannt werden und eher aus mehreren im Vietnamkrieg gefallenen US-Soldaten bestehen. Auch passte nicht in die Überschrift, dass sowohl Ralf Richter als auch Oliver Kalkofe mitspielen und genauso passte leider nicht in die Überschrift, dass die Haie nicht nur fliegen können, sondern auch bewaffnet sind, und deren Piloten nciht einfach nur Nazi sind, sondern Nazis aus der Antarktis, die genetisch verbessert wurden. Im Idealfall hätte die Überschrift also wie folgt gelautet: In “Sky Sharks” können nur die Dead Flesh Four, aus mehreren Gefallenen des Vietnamkriegs bestehende Zombiesoldaten, die genetisch verbesserten Supernazis aus der Antarktis und ihre bewaffneten, fliegenen Haie besiegen. Aber weil das passt ja in keinen Tweet. (via)

Es ist ein bisschen kompliziert, aber ich versuche das mal zusammen zu fassen und wenn nötig einfach blockweise zu zitieren. Ihr kennt noch “Command & Conquer” (irgendwie nennt man das im Englischen wohl “Tiberian Dawn”, aber ich kenne es maximal als “Der Tiberiumkonflikt”, wenn nicht gar als “das erste Command & Conquer… das mit GDI und NOD”) und “Red Alert” (oder “das zweite Command & Conquer im zweiten Weltkrieg, das auch “Alarmstufe Rot” hieß… mit der Agentin, weißte noch? Tanya? Wow!”) oder gar “Dune 2000” (das ich auch… gar nicht nannte. Das hab ich nie gespielt, aber ein Freund hatte das und ich hab da manchmal zugeschaut. Ja, damals traf man sich noch mit Freunden und schaute zu, wie sie Computerspiele spielen. Lange ist’s her.)? Diese Spiele laufen vermutlich nicht auf modernen Rechnern, weil sie einfach auch schon über 20 Jahre alt sind. Allerdings revolutionierten sie die Echtzeitstrategie, die Cutscenes waren legendär und erst die Musik! Tatsächlich waren die Charaktere aber auch irre gut und als Kane auf einmal wieder lebte! Boah! Damit habe ich einfach nicht gerechnet.

Das Projekt OpenRA versucht das nun auf mehrere Arten zu modernisieren. Zum einen verpassen sie ihm eine neue Engine, aber auch neue Grafiken und Animationen, damit das auf modernen Systemen auch passabel aussieht, zum Anderen haben sie aber vor allem auch die Multiplayer-Regeln überarbeitet. Zwar haben diese Spiele das Genre entscheidend geprägte und viele Nachfolger mussten sich an ihnen messen (Kennt ihr noch “Z”?), aber es ist eben alles doch nicht mehr so richtig zeitgemäß. Das kann man einsehen.

Hier mal ein paar mehr Infos in Textform, wenn ihr dem Video gerade nicht so folgen könnt, was ich ob der Musik echt verstehen kann.

  • A choice between “right click” and classic “left click” control schemes
  • Overhauled sidebar interfaces for managing production
  • Support for game replays and an observer interface designed for streaming games online
  • The “fog of war” that obscures the battlefield outside your units’ line of sight
  • Civilian structures that can be captured to provide benefits
  • Units gain experience as they fight and improve when they earn new ranks

Das ganze ist jetzt mehrere Jahre mit tatsächlich 50 Entwicklern in der Mache und sieht richtig fein aus, allerdings ist es wirklich eher auf den Multiplayer ausgelegt. Das Problem, bzw, die Eigenart ist nämlich (und hier wird es sehr interessant) Folgende (aus den FAQs):

OpenRA is a clean-room implementation of the original Westwood engine based on reverse engineering the game-files without any disassembling, DLL injections or binary patches of the original executables. This is a completely Free/Libre and Open Source real-time strategy engine whose default mods depend on the original game files.

Since Electronic Arts have released both C&C and RA as freeware, we mirror stripped-down versions of the game’s assets separately. This saves EA bandwidth by mitigating hosting to our sponsor’s servers and further reduces the bandwidth required by packaging only the ~15MB of files that we need to run the game, instead of making everyone download the 700MB game ISO CD image. These game assets are not covered by OpenRA’s GNU General Public License. We assume the files are available for individual use and may not be put for commercial gain.

Das finde ich ein bisschen interessant, aber ich kann auch voll verstehen, wenn euch das total Latte ist. Da das ganze, wie gesagt, eher für den Multiplayer gedacht ist, weiß ich jetzt nicht, wie weit sie da mit den Singeplayer-Missionen sind, weil sie ja alles per Hand nachbauen müssen. Aber es gibt nicht unbedingt triviale Anleitungen, wie man da die Film- und Sound-Sequenzen aus den Originalspielen implementieren kann, so man denn die Originale besitzt. Übrigens funktioniert das wohl auch auf einem Raspberry Pi.

Auf der Seite zum Projekt bekommt ihr neben noch mehr Infos natürlich auch den Download, nach dem ihr euch jetzt so sehr sehnt. (via)

Nachtrag: Ich habe es gerade mal installiert und die erste Mission der GDI-Kampagne gespielt. Scheiße, ist das geil. Meine Fresse. Leider sind nicht alle Missionen vorhanden, aber es ist schon sehr, sehr spaßig und das Moderne ist ziemlich gut und passend.

Doch, sind sie, weil das alles Special Editions sind, die uns Gozer’s Den hier vorstellt und die sich auch in seiner Sammlung befinden. Beispielsweise hat er auch ein Exemplar der “Heddy Fwends” der Flaming Lips, die auf 10 Exemplare limitert ist und tatsächlich mit dem Blut der Künstler befüllt ist, die auf dem Album mitwirkten. Er stellt uns aber auch nach Kot riechende Platten vor (scratch & snifff) oder eine mit Haaren oder eben auch einige mit Hologrammen auf der Platte. Das ist alles echt irre abgefahren, was sich manche Leute hier ausgedacht haben. Gerade auch durch die Rückkehr des Vinyls, in Kombination mit den modernen technischen Möglichkeiten, ergeben sich echt interessante Effekte, wie beispielsweise gegen Ende des Videos auch ein bisschen augmented reality.
So langsam verstehe ich, warum man Platten sammeln kann, aber ohne coole Effekte fände ich das glaube ich immer noch ein bisschen langweilig. (via)

Japan? Japan. Natürlich Japan. Wo auch sonst sollte die Robotertechnik schon so weit entwickelt sein, dass sie uns die lästige Arbeit des Animefigurenableckens abnimmt. Jetzt ist aber die Animefigur in dieser Situation nicht zwingend notwendig, leckt die Zunge doch prinzipiell alles ab, was man ihr vor die nicht vorhandene Nase setzt, allerdings benutzt er es halt in diesem Beispiel und irgendwie gehört es sich wohl einfach so. Einigen wir uns auf Kunst? (via)

Fuck, ich bin so eine Nulpe! Noch vor meinem Geburstag und dem dazugehörigen Urlaub dachte ich mir “Na ja, ich fahre jetzt erstmal weg und gebe ganz viel Geld im Ausland aus und wenn etwas übrig bleibt, unterstütze ich damit Aloha Deutschland. Quasi von meinem Urlaubsbudget. Das tut nicht weh. Juch-he!” Und dann habe ich das einfach vergessen. Dabei wäre so eine Eselsbrücke für mich gar nicht so schwer gewesen, besitze ich doch mittlerweile selbst sogar vier Hawaiihemden, die ich ungeachtet des Wetters immer gerne anziehe (mit Pullover drüber geht das übrigens auch prima auf Business-Terminen – vermutlich darf man das aber auch nur als Informatiker, weil Informatiker irgendwie alles dürfen). Hawaiihemden sind einfach super, wirken immer freundlich, man ist trotzdem gut gekleidet und kann sich vor allem diesem ganzen Fashion-Bullshit entziehen, sieht aber trotzdem sehr schick damit aus.

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Ich bin jetzt jedenfalls die Nulpe, weil ich das so lange vergessen habe, dass das Crowdfunding bei Startnext fast schon beendet ist. Es dauert nämlich nur noch bis zum 15.04., aber die gute Nachricht ist, dass die netten Leute ihr Ziel auch schon fast erreicht haben. Ich wage daher mal zu behaupten, dass es echt klappen könnte. Trotzdem habe ich sie sicherheitshalber auch mal unterstützt und freue mich, so es denn wirklich mit der Finanzierung hinhaut, bald über mein Hawaiihemd mit dem Vergissmeinnicht-Muster. Zur Auswahl stehen neben jenem auch noch Hemden mit Riesling, Löwenzahn und Wiesbaden, verschiedene T-Shirts und Taschen und sogar Fotoshootings.

Ich verfolge das Projekt schon echt eine halbe Ewigkeit, weswegen eigentlich so ziemlich jede meiner Reaktionen darauf der Wunsch nach einem Brandenburgmuster mit der Kiefer auf sandigem Grund ist, aber vermutlich muss ich darauf noch mindestens bis zur zweiten oder dritten Serie warten. Vergissmeinnicht ist aber mindestens ebenso toll.

Wie gesagt, auf Startnext könnt ihr das Projekt unterstützen und auf Instagram und Twitter könnt ihr es verfolgen. Sorry, dass ihr jetzt nicht mehr so viel Bedenkzeit habt.

Johnny McHone hat mit “Toys vs. Toys” eine so irre umfangreiche und aufwändige Stop-Motion-Animation geschaffen, dass ich zwangsläufig an die Wiedergeburt von Ray Harryhausen glauben muss. Die Story ist eigentlich schnell erklärt (Gut gegen Böse, Schnickschnack), aber welche Figuren er hier benutzt, ist schon beachtlich: Link, mehrere aus “Dragonball”, einige Star-Wars-Figuren, Rocket Raccoon und Groot, einen Power Ranger, Sailor Moon… die Liste ist schier endlos. Das ganze hatte Johnny zuvor als Serie bei Vine veröffentlicht, es nun aber zu einem YT-Video zusammengeschnitten. Und ein Behind the Scenes gibt es auch noch!

(via)

Ihr kennt den Technoviking. Jeder kennt den Technoviking. Wer den Technoviking nicht kennt, war Ende der 2010er Jahre entweder noch nicht im Internet oder hat einfach vergessen, wer der Technoviking ist. Aber so oft, wie ich jetzt schon Technoviking schrieb, müsstet ihr vermutlich langsam wieder eine dunkle Erinnerung an den tanzenden Hühnen haben, der auf einem Musikfestival erst eine Frau beschützte, dann tanzte, etwas Wasser trank, einen Flyer zerriss und vor allem bedrohlich deutete. Natürlich kennt ihr den Technoviking.

Vielleicht habt ihr aber sogar auch das Ende der Geschichte um diese Internetpersönlichkeit mitbekommen, in dem er dem Schöpfer des initialen Videos, Matthias Fritsch, die Verbreitung des Werkes aufgrund seiner Persönlichkeitsrechte untersagte. Das fanden wir alle damals ein bisschen uncool, aber uncooler fand er es wohl, was in der Zwischenzeit aus ihm geworden war. Aber da greife ich der Dokumentation hier vor, die ihr euch wirklich alle anschauen solltet.

Die Dokumentation beginnt natürlich mit dem Video “Kneecam No. 1”, das den Technoviking auf der Fuck Parade, einer Gegenveranstaltung der Love Parade, zeigt. Matthias Fritsch geht dann noch weiter und zeigt uns, wie einige Jahre später das Video entdeckt und glorifiziert wurde, zeigt auch einige der unzähligen Remixes und Interpretationen des Werkes, beleuchtet ehrlicherweise sogar, wie und wie viel Geld er damit verdiente (echt nicht viel), bis die ganze Geschichte in der Gerichtsverhandlung gipfelt, in der verhandelt wurde, ob der Technoviking überhaupt einen Anspruch auf seine Forderung hat, das Werk aus dem Netz zu löschen. Es ist alles irre dramatisch, aber uns wird auch erklärt, wie Viralität von Memes im Internet eigentlich funktioniert, stellt aber vor allem auch die Frage, ob das Recht am eigenen Bild heutzutage noch sinnvoll oder gar zeitgemäß ist. Interessant finde ich da auch den Aspekt, dass das Gericht seinerzeit urteilte, dass Matthias Fritsch mit “Kneecam No. 1” gar kein künstlerisches Werk schuf, da er “nur” filmte, der Protagonist aber die eigentliche Arbeit tat.

Es ist alles ein bisschen ernüchternd, aber irre interessant, weil hier auch viele Experten aus unterschiedlichsten Fachbereichen (Anwälte, Künstler, Medienmenschen) zu Wort kommen und ihre Standpunkte verdeutlichen, die tatsächlich mitunter sehr unterschiedlich sind. Der Film stammt zwar von Matthias Fritsch selbst, allerdings stellt es ihn nicht als Opfer des Technovikings dar sondern beleuchtet die Geschehnisse sehr ehrlich und sachlich und mitunter in recht holprig klingendem Englisch.

Ein bisschen eklig finde ich aber die Stelle, in der angesprochen wird, dass Firmen gerne Einfluss auf diese Mechanismen hätten, um damit ganz viel Geld zu verdienen. Gut, der Fakt ist existent, aber mir missfällt der Gedanke leider sehr. Später wird aber alles gut, wenn das ganze Thema, vor allem über die Rechtslage, auf eine dem Kapitalismus ferne Ebene gehoben wird, obwohl natürlich auch gesagt wird, dass der Technoviking sich selbst durchaus gut hätte vermarkten können, wenn er das gewollt hätte. Natürlich ist es aber auch sein Recht das ganz und gar nicht zu wollen.

Jedenfalls: Tolle Dokumentation! Vor allem auch, weil das betreffende dokumentierte Objekt nie wirklich zu sehen ist.
Übrigens kann man auf der Seite zur Doku auch den ein oder anderen Euro hinterlassen, wenn man das möchte. Aber muss man nicht. Kann man aber. Hab ich auch. (via)