Mit “Rings” kehrt das Brunnenmädchen Samara endlich in unsere Albträume zurück
Mit “Rings” kehrt das Brunnenmädchen Samara endlich in unsere Albträume zurück
Gute Musik zum Wochenstart in einer exklusiven Videopremiere: Daniel Decker – “Wir werden uns rächen”
Gute Musik zum Wochenstart in einer exklusiven Videopremiere: Daniel Decker – “Wir werden uns rächen”
Ihr kennt das: Im Kurzfilm “freitagabend” streitet sich ein Pärchen im Bett um den Lichtschalter
Ihr kennt das: Im Kurzfilm “freitagabend” streitet sich ein Pärchen im Bett um den Lichtschalter
Happy Rebirth-Day, DC Comics!
Happy Rebirth-Day, DC Comics!

Category Archives: Lesbares

Oh, ich bin so schlecht mit Podcasts. Weniger mit dem machen, als tatsächlich mit dem anhören. Alles, was länger als 10 Minuten geht, muss ich in mehreren Anläufen hören, weil ich gedanklich immer abdrifte und dann die Hälfte verpasse. Wenn ich gleichzeitig noch irgendwas dabei mache, wie arbeiten oder so, geht es sogar noch schneller und wenn ich mich doch auf den Podcast oder das Hörspiel konzentriere, wird das mit dem Arbeiten nichts. Es ist furchtbar. Ich hatte mal Hörspiele beim Autofahren versucht, aber hab sogar dabei vergessen zuzuhören. Mit Musik ist das interessanterweise ganz anders, aber alles, wo jemand redet, ist für mich echt schwierig. Keine Ahnung, woher das kommt.

Deswegen muss ich auch das hier vermutlich in mehreren Sitzungen durcharbeiten. Diese Geschichte hatte King bereits 2012 geschrieben und mit anderen Kurzgeschichten in einer Sammlung namens “The Bazaar of Bad Dreams” veröffentlicht. Darum geht es:

A middle-aged man named Sanderson brings his Alzheimer’s-afflicted father to Applebee’s for their weekly lunch, where for three years they have ordered the same food and had the same conversation. Just as Sanderson despairs of finding any shred of the man who raised him, he’s saved from a brutal assault to find his father wielding a weapon procured in a moment of lucidity.

Ich finde das interessant und würde das gerne gehört haben. Lasst uns doch nächste Woche nochmal drüber sprechen, wenn ich es dann vielleicht durch haben sollte. (via)

comi-con-germany-1

Eigentlich wollte Christian, ihr kennt ihn sicherlich als @DrWaumiau von Twitter oder als einen der wenigen Leute, die mich ansehnlich ablichten können, nur ein paar Bilder von der Comic Con Germany mitbringen, die ich hier posten kann, wie ich es damals schon bei der Comic Invasion tat. Aber weil das ja ein bisschen dünn ist, fragte ich ihn, ob er nicht noch ein paar Worte über die Messe verlieren möchte und heraus kam nicht nur ein sehr ausführlicher, interessanter und ehrlicher Bericht über eine der ersten Comic Cons in Deutschland, sondern tatsächlich auch der allererste Gastbeitrag, den ich hier in der nunmehr achtjährigen Historie dieses Blogs veröffentliche. Ich bin ganz aufgeregt!
Die Fotos aus dem Beitrag stammen natürlich auch von Christian selbst und noch mehr davon findet ihr in der dazu passenden Galerie bei Flickr. Aber nun übergebe ich gerne Christian selbst das Wort.

Vom 25. – 26.06.16 fand die erste deutsche Comic-Con in Stuttgart statt. Da ich seit längerem schon mit dem gleichnamigen Comic-Event in San Diego liebäugelte, es aber nie so richtig klappte, habe ich mich nun auf den Weg zum deutschen Ableger nach Baden-Württemberg gemacht.

Aber warum sollte man sich überhaupt in dieses bunte Getümmel stürzen? Nun die Gründe sind vielfältig. Einige kamen für die Film- und Fernseh-“Stars“, andere wiederum wegen des Cosplay-Fiebers oder um begehrten Comiczeichnern ganz nah sein zu können. Und indirekt war irgendwie auch jeder da, um sich bereitwillig das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen, sei es für Autogramme, Fotos oder ausgefallene Merchandiseartikel. Meine Triebfeder war allerdings mehr die reine Neugier, als die drei zuvor genannten Gründe und ein paar schöne Aufnahmen wollte ich natürlich auch machen.

Mit ein wenig Überredungskunst meiner Freundin, hatte ich mich letztendlich dazu überreden lassen, auch in einer (zugegeben schlichten) Verkleidung zu erscheinen. Aber wennschon, dennschon hatten wir uns gesagt. Und schon beim Betreten des Stuttgarter Messegeländes ist klar geworden, dass ein Mindestmaß an Cosplay für viele Teilnehmer einfach selbstverständlich war.

comic-con-germany-4

Die beliebtesten Verkleidungen dieser Comic Con waren: Deadpool – Harley Quinn – Joker – Poison Ivy – Kylo Ren – Starlord – Loki – Captain America. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, die gesamte Messe besteht nur noch aus Deadpools und Harley Quinns. Und je häufiger man diese Outfits sah, umso mehr freute man sich über einzigartige oder qualitativ hochwertige Cosplays. Der Spaß am Cosplay steht und fällt eben mit der Nähe zum gewählten Charakter. Hier geht es nicht nur um die Verkörperung selbst, sondern auch am Erkennen und Erraten von ausgefallenen Ideen und die Möglichkeit Gleichgesinnte zu treffen oder sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Dahingehend haben sich meine Erwartungen an diese Veranstaltung mehr als erfüllt. Aber es zeigte sich auch, was ich nicht erst seit dem Hype um Big Bang Theory gelernt habe: Die Geek / Nerd Culture ist längst im Mainstream angekommen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man als Sturmtruppler oder Sternenflottenoffizier eine Randgruppe symbolisierte. Dies wird auch klar, wenn man sich die Besucherzahlen anschaut:
Im Vorfeld wurden alleine für das Stuttgarter Event knapp 40.000 Karten verkauft, rund 10.000 weitere folgten an der Tageskasse. Die Comic Con in San Diego schafft im Vergleich etwa 250.000 Teilnehmer.

Doch was kostet der ganze Spaß überhaupt?
Anders als beim amerikanischen Original sind die Preise für Standard Tages- oder Wochenendtickets moderat. Ein Wochenendticket gab es schon für 35 Euro, das Tagesticket kostete nur 20 Euro. IFA, ILA oder die Grüne Woche bewegen sich in einem ähnlichen Preissegment.
Fotos und Autogramme von „Stars“ und Sternchen kosteten auf der Stuttgarter Comic Con selbstverständlich extra. Eine Praxis, die ich auch schon von der Destination Star Trek in London gewohnt war. Ebenso gab es geschlossene Panele, für die man extra zahlen musste. Das habe ich mir diesmal allerdings geklemmt, da das Star Line-Up für mich einfach nicht so interessant war. Frauenliebling Nathan Fillion bildete die Spitze der illustren Gäste und wurde als Hollywood Star und Headliner, sogar noch während des laufenden Panels von Nicole de Boer, über alle Lautsprecher beworben. Foto und Autogramm kosteten bei dem Herrn je 100 Euro, das Panel auf dem er aus dem Nähkästchen plauderte war dementsprechend auch nicht gratis – und als wäre dem nicht genug, hatte er auch nur am Sonntag Zeit. Dennoch sorgte er für endlos lange Schlangen zahlungswilliger Gäste. Die übrigen Stars waren deutlich günstiger.

comic-con-germany-3

Gefreut habe ich mich über die Panele mit der bezaubernden Nicole De Boer (STAR TREK: DS9), einem teilweise deutsch sprechenden Robert Picardo (STAR TREK:VOY), sowie einem charmanten Adrian Paul (Highlander). Letzterer rief in Erinnerung an seine Highlanderzeiten, zu einem Quickening-Contest auf. Als Quickening, im deutschen mit „Erneuerung“ übersetzt, bezeichnet man den Vorgang, wenn ein Unsterblicher enthauptet wird und seine Energie auf einen anderen Unsterblichen übergeht. Anschließend lieferte Adrian selbst eine atemberaubende Vorstellung eines Quickenings ab.
Robert Maschio (Scrubs) bewies, dass er nicht nur Peniswitze in petto hat, sondern wahre Entertainer Qualitäten in ihm stecken. Deshalb machte er nicht nur als Jurymitglied des Cosplay-Wettbewerbs eine gute Figur, er begeisterte ebenfalls, als er gemeinsam mit dem Saalpublikum ein Selfie schoss, auf dem er von allen Zuschauern ein Air-Five kassierte. Awesome.
Die beiden Star Trek Stammklingonen J.G. Hertzler und Robert O’Reiley möchte ich auch noch kurz erwähnen. Nie wurde ein Publikum unterhaltsamer zusammengeschissen, weil den beiden klingonischen Rampensäuen das Q’pla zu leise war.

comic-con-germany-5

Die Gestaltung des Cosplay-Wettbewerbs fand ich für das erste Mal okay, aber doch stark ausbaufähig. Die Bühne war deutlich zu klein für Jury und Cosplayer, obwohl die Anzahl der Teilnehmer sehr übersichtlich war. Es hätten sich wahrscheinlich wesentlich mehr angemeldet, wenn Infos über Ablauf und Anmeldung besser bekannt gewesen wären. Anders kann ich mir nicht erklären, warum so viele andere tolle Cosplayer nicht mitgemacht haben. But anyway. Da geht auf jeden Fall noch mehr.

Mit den Moderatoren bin ich, bis auf einen, leider nicht so ganz warm geworden. Das mag eventuell daran gelegen haben, dass diese noch nicht viel Erfahrung vor großem Publikum hatten. Mehr als einmal wirken sie planlos und verunsichert. Von einer Veranstaltung dieser Größenordnung hatte ich dann doch etwas mehr erwartet. Auch hier ist definitiv Luft nach oben.

Die Atmosphäre war dennoch durchgehend wirklich herzlich. Alle Besucher waren trotz langer Warteschlangen und Gedränge entspannt, nett und fröhlich. Jeder wollte mit jedem ein Foto machen. Es gab keinen Zank und keinen Streit, keine Zwischenfälle. Was mal wieder bestätigt, dass Geeks und Nerds sehr angenehme Zeitgenossen sind.

comic-con-germany-2

Mein Fazit? Ich fand’s großartig. Die Erwartungen, die ich hatte wurden mehr als erfüllt. Tolle Gäste, tolles Publikum! Die Preise für Essen und Trinken waren ebenfalls moderat, zumindest für eine Messeveranstaltung. Über die kleinen Schwächen in der Organisation hier und da, kann man beim ersten Mal getrost hinwegsehen. Über das kitschige Artwork und Logo der Messe ebenfalls.

Fahre ich 2017 wieder hin? Ich weiß es noch nicht. Erstmal geht’s im Oktober auf die Berliner Comic Con. Wie ich im Zuge dieses Beitrages erfahren habe, wird dieses Event allerdings von einem anderen Veranstalter organisiert. Der Name Comic Con ist nämlich nicht geschützt. Es wird also spannend, ob die Berliner eine ähnlich gute Comic Con auf die Beine stellen können. Ich werde hier darüber gerne noch mal berichten.

Irgendwas mit Harald Potthead? Ich glaube das mögt ihr doch. Lange weiße Bärte, Zipfelmützen, leuchtende Äste und sowas. Ich habe ja auch keine Ahnung, was das soll – zu wenig Raumschiffe.
Auf jeden Fall hat J.K. Rowling gestern damit amgefangen im Pottermore Kurzgeschichten, insgesamt vier an der Zahl, zu veröffentlichen, die alle die Grundlage zum Anstehenden Kinofilm “Fantastic Beasts and Where to Find Them” bilden sollen. Mehr kann ich euch dazu echt nicht sagen, weil Harry Potter wirklich nicht mein Universum ist. Aber die Filme fand ich ganz nett und der neue hier wird bestimmt auch okay. Am 18. November soll er ja schon in die US-Kinos kommen, bei uns allerdings sogar schon einen Tag früher. (via)

journey-awakens[1]

Irgendwas muss zwischen “Return of the Jedi” und “The Force Awakens” ja passiert sein, zumal Luke ja schon wieder einen Todesstern zerstörte, was ja sicher auch irgendwie das Machtgefüge im Universum geändert haben wird udn der neue Teil ja einige Jahre nach dem vorherigen spielt.

Das wird in einem ganzen Haufen von Büchern erzählt, die alle was mit “Journey to The Force Awakens” heißen und sicher das ein oder andere aus dem erweiterten Universum, das ja bisher noch galt, für ungültig erklären. Zwei dieser Bücher heißen “The Weapon of a Jedi: A Luke Skywalker Adventure” und “Smuggler’s Run: A Han Solo Adventure”, die sich auch eher an Kinder richten, weswegen sie darüber hinaus eben auch animiert wurden. Vermutlich sind sie auch nicht so dick und mehr so Hefte. Oder das sind mehr so Teaser, was durchaus eher Sinn machen würde, weil man an einem Buch, das in Videoform knappe 3 Minuten geht, wirklich nicht lange liest.


The Weapon of a Jedi: A Luke Skywalker Adventure:

Luke Skywalker returns for an all-new adventure in this thrilling upper middle grade novel. Set between Star Wars: A New Hope and Star Wars: The Empire Strikes Back, the story finds Luke Skywalker, C-3PO, and R2-D2 stranded on a mysterious planet, and explores a dangerous duel between Luke and a strange new villain.


Smuggler’s Run: A Han Solo Adventure:

Han Solo and Chewbacca the Wookiee team-up for an all-new adventure in this thrilling upper middle grade novel. Set between Star Wars: A New Hope and Star Wars: The Empire Strikes Back, the story follows everyone’s favorite pair of smugglers as they fly the Millennium Falcon on a top-secret mission for the Rebellion.

Das alles gibt es auch bei Amazon (Luke und Han Partnerlinks) und sogar noch viel mehr, wenn ihr danach sucht. Die Cover stammen übrigens von Phil Noto und das ist auch sehr, sehr nett. (via)

almond_fullmoon_fo_int_3d_03123_1410011151_id_832926[1]

Selten, wirklich nur ganz, ganz selten, haben mich Landschaftsaufnahmen so sehr beeindruckt, wie die von Darren Almond. In seinem Buch “Fullmoon”, das seine Werke seit der Jahrtausendwende sammelt, hat er nämlich eine ganz besondere Technik angewendet, um ihnen diese schaurg schöne Stimmung zu geben: er hat die Bilder alle mit Langzeitbelichtung bei Vollmond aufgenommen. Das klingt an sich vielleicht etwas simpel, aber gepaart mit den sowieso schon ungemein schönen Landschaften (wir sehen hier amerikanische Berge, arktische Eisfelder, das japanische Meer und natürlich, ist Almond doch Brite, auch viele Landschaften aus Großbritannien) ergibt das atemberaubende Bilder, die uns zwar irgendwie vertraut vorkommen, dabei doch aber völlig fremd erscheinen. Sie wirken manchmal irgendwie bedrohlich und zeitgleich doch auch wieder beruhigend und dieses Licht, das ein bisschen an das Morgengrauen erinnert, gibt dem Ganzen eine gespenstische Ruhe.

almond_fullmoon_fo_int_open_0232_0233_03123_1502091344_id_849384[1]

Natürlich könnte ich noch viele weitere Adjektive nennen, aber ihr seht es auf den Bildern ja selbst (beim TASCHEN-Verlag gibt es noch weitere), wie absurd schön das alles ist.
Dank der 260 Bilder in dem 400-seitigen Buch kann man sich daran auch gerade so satt sehen und da ist das Vorwort von Sheena Wagstaff, der Leiterin des Modern and Contemporary Art Department des Metropolitan Museum in New York, auch noch das i-Tüpfelchen auf einem rundum faszinierenden, fesselnden und absolut wunderschönem Werk.

almond_fullmoon_fo_int_open_0282_0283_03123_1502091345_id_678958[1]

Das Buch erschien Ende letzten Jahres, ist als Hardcover gebunden und kostet direkt bei TASCHEN 49,99 €, kann aber auch über Amazon (Partnerlink) bezogen werden.

Und natürlich könnt ihr wieder genau ein Exemplar gewinnen! Verratet mir dazu in einem Kommentar, welche Landschaft ihr gerne mit dieser Technik abgelichtet sehen würdet. Zeit dafür habt ihr bis zum 27.04.2015 (23:59:59 Uhr) und wie immer entscheidet das Los über den Gewinner. Viel Glück!

Disclaimer: Vielen Dank an den TASCHEN Verlag für sowohl das Rezensions- als auch das Verlosungsexemplar.

world_war_ii_my_buddy_va_int_3d_02895_1407171017_id_755138[1]

Vermutlich hat jeder irgendwie ein ähnliches Bild vom 2. Weltkrieg. Gezeichnet wird es vermutlich hauptsächlich von Gewalt und Schrecken sein und dem Wunsch, dass unsere und unsere nachfolgenden Generationen das niemals nachempfinden müssen. In einem zweiten Gedanken erkennen wir aber vielleicht auch, dass unter den Soldaten, egal auf welcher Seite, auch Freundschaften geschlossen wurden, die vermutlich stärker als kaum eine andere sind. Sicherlich kamen die Soldaten als gebrochene und später mitunter auch vernachlässigte, Männer zurück (so sie denn zurück kamen), aber im Angesicht der Schrecken des Krieges entwickelten sie offenbar einen Sinn für das Leben im Augenblick. Und genau das zeigt dieses Buch.

va_naked_soldiers_3280_046_047_mag_1411271549_id_852026[1]

Also eigentlich zeigt es nackte und sehr intim miteinander umgehende, junge Männer, weil das, laut Begleittext zum Buch, auch von den Obrigkeiten gefördert wurde. Eben weil sich die Männer blind aufeinander verlassen können mussten. Allerdings führte das eben auch zu ziemlich vielen, mitunter witzigen, Bildern, die den 2. Weltkrieg in einem ganz anderen Licht zeigen. Der Fotograf Michael Stokes hat nun viele der Bilder gesammelt, allerdings nicht nur von US-Soldaten, sondern auch von Soldaten und Matrosen aus Australien, England, Frankreich, Italien, Polen und Russland, was wieder einmal zeigt, dass wir alle eigentlich genau gleich sind und dass Kriege keinen Sinn haben. Die Herausgeberin Dian Hanson, die schon viele Bücher bei TASCHEN verlegt hat, hat diese nun gesammelt und mit einem Begleittext von Scotty Bowers, der mal Marine, aber auch Callboy war, garniert, in dem er uns erzählt, wie der Krieg seine Einstellung zur Sexualität im Allgemeinen verändert hat. Allein das ist schon ziemlich groß.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass das hier nicht pornös gemeint ist. Sicherlich kann einem das gefallen, aber viel mehr zeigt es auch eine viel heitere Seite des Krieges, die so nirgends gezeigt wurde oder gezeigt werden konnte. Vor allem nicht in der Berichterstattung mit der Prüderie der frühen vierziger Jahre. Auf jeden Fall ist es erfrischend zu sehen, dass es neben den Büchern, die uns bei dem Thema nachhaltig die Laune verderben können, auch welche gibt, die wesentlich fröhlicher wirken, ohne dass man allerdings vergisst, in welchem Kontext die Aufnahmen entstanden sind.

va_naked_soldiers_3280_118_119_1403181820_id_668113[1]

Aber auch das Format des Buches ist total schön: Die Seitenränder sind golden und der Deckel hat einen tollen Prägedruck, wodurch das Werk nochmal eine ordentliche Portion wertiger wirkt. Sicherlich sind wir hochwertige Bücher von TASCHEN-Verlag gewohnt, aber das hier sticht dann nochmal ein bisschen mehr heraus.

Das Buch ist bereits letztes Jahr erschienen und kostet 49,99 € beim TASCHEN Verlag, allerdings habt ihr die Chance ein Exemplar gewinnen zu können. TASCHEN hat mir nämlich ein Buch zur Verlosung bereitgestellt und ihr müsst mir lediglich einen Kommentar hinterlassen, warum dieses Buch in eurem Bücherregal fehlt. Ich hatte erst überlegt zu einer passenden PHotochallenge aufzurufen, aber vielleicht ist das keine so gute Idee. Schreibt mir also lieber einen Kommentar bis zum 15.03.2015 unter diesen Artikel und ich lasse dann wie immer den Zufall entscheiden.

Disclaimer: Vielen Dank an TASCHEN für das Rezensions- und Verlosungsexemplar.

50-shades-of-modok[2]

Ich schaue ja gerne mal den ein oder anderen “blöden” Film. Manche mögen es Trash nennen, andere Verschwendung von Festplattenkapazität, aber an “50 Shades of Grey” bin ich noch nicht rangekommen. Davon habe ich mir noch nicht einmal den Trailer angeschaut und das will schon etwas heißen (wobei ich das gleich in anderer Form nachgeholt haben werde). Aber natürlich weiß sogar ich, worum es da in etwa geht – denn so wirklich verstecken kann man sich davor natürlich nicht. Und es ist Unsinn, denn wenn ich einen Film über eine Dom/Sub-Beziehung schauen will, gucke ich “Secretary”, was nämlich ein irre guter Film ist, wohingegen “50 Shades of Grey” ja das gar nicht ist und wohl eher von sexueller Erniedrigung handelt.

Aber “50 Shades of MODOK” ist hingegen… anders. MODOK st ja dieser Marvel-Schurke, der prinzipiell nur ein fliegender Kopf mit verkümmerten Gliedmaßen ist, deren einziges Ziel das töten von niederen Wesen (meist Menschen und andere Helden) mit seinem riesigen Ego ist. (M.O.D.O.K. = Mental Organism Designed Only for Killing). Und in dieser Version hier, die wohl in eine ähnliche Kerbe wie “Pride & Prejudice & Zombies” schlägt, wird das alles wirklich ein bisschen eigenartig, wenn da Dinge stehen, wie:

His lair is way too big for just one man, if he can even technically be called a man. In front of the floor-to-ceiling windows, there’s a huge modern dark-wood desk that six people could comfortably eat around if it weren’t strewn with the refuse from probably a hundred different highly illegal biological experiments. It matches the coffee table by the couch. Everything else is white with subtle red flecks – ceiling, floors, and walls except, on the wall by the door, where a mosaic of small paintings hang, thirty-six of them arranged in a square. They are exquisite – a series of images of Captain America suffering intense humiliation at the hands of MODOK himself, rendered in such precise detail they look like photographs. Displayed together, they are breathtaking.

“A local artist! Red Skull! HE IS INFERIOR BUT WILL PROVIDE ME WITH SERVICES IN EXCHANGE FOR CURRENCY,” shouts MODOK when he catches my gaze.

Oder auch ganz toll:

He floats toward me, the metal carapace necessary to prevent his enormous head from crushing the rest of his tiny little skeleton pushing me against the wall of the elevator. Before I know it, he’s got both of my hands in a vice-like grip above my head with a retractable clamp I didn’t see him deploy and he’s pinning me to the wall using his shriveled legs. Holy shit. Another appendage – it is becoming apparent that his suit contains many – grabs my ponytail and yanks down, bringing my face up, and his gigantic lips are on mine. It’s only just not painful. I moan into his mouth, which encompasses most of my head now, giving his tongue an opening. He takes full advantage, the very tip of his skateboard-sized tongue swiping back and forth across my mouth. I have never been kissed like this.

Brrr. Wenn ihr mehr ertragen könnt – bitteschön. (via)

THEWITCHER1_Softcover_619[1]

Den Hexer Geralt von Riva kennt man natürlich hierzulande vor allem als Held der Rollenspielserie “The Witcher”, allerdings war es lange davor auch schon eine Buchserie, geschrieben von Andrzej Sapkowski, die tatsächlich auch sehr unterhaltsam ist, wenn ich das nach dem Genuss des ersten Bandes so sagen kann. Den musste ich nämlich unbedingt lesen, nachdem ich den ersten Teil der Spielserie so mochte. Also kann ich zusammenfassend sagen, dass das Spiel gut ist und die Bücher sehr gut sind, aber kann da auch der Comic mithalten? Erfahrt es in folgender Review.

read more »

Ich glaube James Patterson ist daran Schuld, dass ich überhaupt Bücher lese. Bevor ich nämlich “Wer hat Angst vorm Schattenmann” von ihm las, hatten Bücher für mich nie etwas wirklich reizvolles, meistens noch Bilder oder mehrere kurze Geschichten auf wenigen Seiten in großer Schrift. So bis 16 war Lesen einfach nicht so mein Ding, aber das Buch hat mich total weggehauen und als ich es Jahre später nochmal las, um zu schauen, ob es wirklich so gut war, hat es mich nochmal komplett weggehauen, weil es einfach eine saugute Story war. Und übrigens auch ein Alex-Cross-Roman, die von Patterson ja sowieso meistens gut sind. Die Story jedenfalls handelt von einem Killer, der seine Taten immer mit mehrseitigen Würfeln entscheidet und so möglichst viel Zufall involviert, um nicht geschnappt zu werden und um das noch ein bisschen spannender zu machen. Jeeeedenfalls ist Patterson echt ein guter.

Jedenfalls veröffentlicht er ziemlich bald (am 26. Januar) sein neues Werk “Private Vegas” und das soll eine sprichwörtliche Bombe werden. Als E-Book können 1000 Leute das nämlich schon gratis vorher lesen, allerdings wird es sich nach 24 Stunden selbst vom Gerät löschen. Und es wird das ganze auch als Buch geben, das sich dann nach einer ebenso langen Zeit selbst vernichten wird. Das kostet dann aber $294,038 und als Trostpreis bekommt man dann auch noch ein Dinner mit dem Autor. Es bleibt nur zu hoffen, dass der sich nicht auch nach 24 Stunden selbst vernichtet. (via)

ray-bradbury-zen[1]

Vielleicht kennt ihr Ray Bradbury nicht, vielleicht aber doch. So oder so ist er jedenfalls mit daran Schuld, dass die Science-Fiction-Literatur sein schmuddeliges Image ablegen konnte und ein bisschen relevanter wurde. Ich glaube hier war es vor allem “Fahrenheit 451”, das dafür sorgte. Leider ist die Story nicht in der Auswahl enthalten, die Leonard Nimoy irgendwann in den 70ern vorlas. Dafür sind es aber andere Geschichten aus den Mars Chroniken, wozu zum Beispiel auch die Geschichte mit dem automatisiertem Haus gehört, das seine Bewohner umbringt. Da klingelt doch irgendwas.

Auf jeden Fall haben die Leute von Open Culture das mal anständig eingebunden und alles. Und weil ja bald Schlafenszeit ist, müsst ihr nicht zum tausendsten Mal Bibi Blocksberg hören. (via)