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LICHTRAUM – Die Fotoausstellung der Beuth-Hochschule zugunsten der Bahnhofsmission in Berlin
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“Girl Cave” – eine Webserie über das Erwachsenwerden, Freundschaft und ein mysteriöses Buch
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Ganze 95 Minuten “STAR WARS NOTHING BUT STAR WARS” – Ein Mixtape der Absurditäten
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Tag Archives: Affen

Gibraltar gehört geografisch eindeutig zu spanisch, steht aber unter britischer Hoheit und es gibt auch keine Pläne, dass sich das irgendwann mal ändert, hat und hatte die Gegend doch eine sehr hohe strategische Bedeutung. Momentan ist es aber alles relativ friedlich, weswegen man die Gegend ganz gut besuchen kann, was zum Beispiel Johnny Harris von Vox für die Serie “Borders” machte, um dort die einzigen in Europa wildlebenden Affen zu besuchen. Hier erzählt er auch ein bisschen über die Legenden, wie sie da überhaupt hinkamen (vermutlich Piraten) und wie abergläubisch die Briten schon wieder sind (solange die Affen bleiben, bleiben auch die Briten). (via)

Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an meinen kleinen Affen-Shakespeare-Spambot, in Form von 5 Millionen Affen (@5MillionMonkeys), die bis in alle Ewigkeit auf Tastaturen herumtippen sollen, bis die gesammelten Werke von Shakespeare auftauchen. Leider ist die Ewigkeit aber relativ kurz, wenn man das @-Zeichen in die Wortmenge einfügt und sich dann Twitterer mit kurzen Namen beschweren, dass sie vollgespammt werden (sorry @EA). Deswegen wurde der Account gesperrt. Das ist aber natürlich total gerechtfertigt, ein bisschen witzig und vermutlich kann man da jetzt auch schöne Sachen hineininterpretieren. Irgendwie, dass die Menschen die Ewigkeit nicht begreifen, weil sie zu sehr an sich denken oder so. Oder irgendwas von Menschen, welche die Entwicklung von Kultur hemmen und behindern. Ihr macht das schon.

Ich habe derweil erstmal das @ aus der Menge genommen und den Account reaktiviert, der, als ich das letzte mal schaute, nicht nur schon fast 100 Follower hatte, sondern vor allem auch Antworten auf seine Tweets. Ihr spinnt.

Gestern und eigentlich auch schon viel länger, aber gestern besonders, fragte ich mich, wieviele Tweets eigentlich möglich sind. Immerhin ist ja sowohl der Zeichensatz (utf-8, 65’535 Zeichen (ist das korrekt?)), als auch die Länge eines Tweets (140 Zeichen) endlich. Von daher sollte ja auch die Anzahl der verschiedenen Tweets endlich sein. Wenn man da jetzt etwas Potenzrechnung anwendet und noch ein bisschen gebräuchlich erklärt, dann hat man für jedes verfügbare Zeichen in einem Tweet 65’535 Möglichkeiten.

Die Anzahl der möglichen Tweets mit utf-8 beträgt also:

Und heraus kommt eine Zahl jenseits von Gut und Böse. Ich nenne sie euch einfach mal. Aussprechen kann ich sie schon lange nicht mehr. Sie lautet:

20242424453907404169367286892793618480408918840337300756947602903752936224820
1162461147752791757536546587401621841477093013451643731498939741619630349219602
786070208980278064968941149480733198407108031259913488069360714108175704572393
4285122705839433541746126678877081432826751131289364798795186896635003271870122
274460686802224470610694133275842267377396437532372467895202002387342669398061
9590037378342447119251711283679083857168388280336756527148464241280848552138504
2400320280786426893138030888895674901382125184996584492284273018355916153460063
987432720754265797305701169613006885340696618090218051228202514306880628035219
122349587517195601549246930517256259918212890625

Das ist eine Zahl mit einer Länge von 675 Stellen. Das bedeutet, dass man fast fünf Tweets bräuchte, um bei Twitter überhaupt sagen zu können, wie viele verschiedene Tweets es rein rechnerisch gibt.

Das Ding ist jetzt aber, dass UTF-8 Zeichensätze von verschiedenen Kulturen beinhaltet und sich diese Zeichen in normalen Worten (ich meine nicht euch Smiley-Spammer und Komischschreiberweildiezeichensohübschaussehen!) eher selten mischen.

Daher habe ich mal geschaut, wieviele Tweets eigentlich so in unserem gebräuchlichen Alphabet möglich sind. Dazu habe ich einfach auf der Tastatur herumgeklimpert und mal geschaut, welche Zeichen mal eigentlich direkt erreichen kann. Das bedeutet, ich darf dazu nur die Umschalttaste, Strg und Alt Br benutzen. Logisch, oder? Insgesamt kam ich da auf 109 Zeichen, die wie folgt lauten:

^1234567890ß´+üpoiuztrewqasdfghjklöä#-.,mnbvcxy<°!”§$%&/()=?`*ÜPOIUZTREWQASDFGHJKLÖÄ’_:;MNBVCXY>²³{[]}\~€@µ|

(Nicht abgebildet: das Leerzeichen)

Die Rechnung lautet also:

Und ergibt natürlich eine wesentlich kleinere Zahl, die da lautet:

173663964726100449819348761699066568750246202129181080415407396006710669226647
233119106859121815130409354014795295947010042809003955379686487950092034530976
072726676838479122533757251937021804309113777581492910419205551909021323106929
8826199373931908320810611101699125837496971408087601

Diese hat nur 286 Stellen und man brauch nur knappe zwei Tweet (und ein bisschen von einem dritten) um sie darzustellen. Irre!

Und warum das alles?

Also ich bin bei einem anderen Projekt gegen eine Wand gerannt und brauchte mal eine Denkpause, wollte mich aber trotzdem noch ein bisschen beschäftigen. Also schrieb ich ein Skript, das mir alle möglichen Tweets ausgibt und sie dann automatisch tweetet. Allerdings darf man bei Twitter nur 1000 Tweets am Tag schreiben, was dann ja offensichtlich ewig dauern würde, bis man da mal ein paar lustige Ergebnisse hat. Tatsächlich bräuchte es die lange Zahl von eben durch 365000 (1000 Tweets pro Tag pro Jahr) Jahre, bis mal bei der Beschränkung alle Tweets veröffentlicht hätte.

Das sind also

4,75791684 × 10279

Jahre. Ich hab das mal so notiert, weil sogar Wolfram Alpha damit ein Problem hat.

Also sind es quasi

 4757916841810971227927363334221001883568389099429618641518010849498922444565677619701557784159318641352164788912217726302542712437133690040765755946151533591033607584615866370787869916082789159153802125520353710115220600247159537176161167669517621666632357838634792125582183483309

Jahre, weil René damit kein Problem hat. Yeah.

Vermutlich gibt es so lange gar kein Internet und ich würde gerne mal einen Server sehen, der solange durchhält. Tatsächlich bräuchte man länger, um alle Tweets, die es gibt, zu veröffentlichen, als das Universum alt ist.

(Also ich hatte das schon programmiert, vielleicht veröffentliche ich mal eine Liste.)

Jedenfalls gibt es ja das Infinite-Monkeys-Theorem, das besagt, dass ein Affe nur unendlich lange auf einer Schreibmaschine herumzutippen braucht, bis er die Werke von William Shakespeare (auch die verschollenen) sauber abgetippt hat. Von der Logik her ist das schlüssig, praktisch natürlich schwierig.

Darum habe ich mir FÜNF MILLIONEN AFFEN UND FÜNF MILLIONEN SCHREIBMASCHINEN besorgt, sie mit Bananen versorgt (ich meine Koks), und lasse sie nun ordentlich tippen. Natürlich haben sie einen Twitteraccount, der da @5MillionMonkeys heisst und so zauberhafte Dinge wie

produziert. Allerdings habe ich das Alphabet ein bisschen verändert, um es logischer und lustiger zu machen. So kommen Leerzeichen und @s öfter, Zahlen und Umlaute gibt es nicht und die einzigen Sonderzeichen sind die runden Klammern, Doppelpunkt und Semikolon, dass man vielleicht mal einen Smiley sieht. Die @s sind vermehrt drin, dass man mal ein paar Leute nerven kann und die Tweets kommen alle 2 Minuten, um die Sperre zu umgehen.

Das sind die Dinge, die ich mache, wenn ich pausiere. Allerdings überlege ich gerade noch, ob ich nicht noch alle Capital-Letters rausnehmen sollte. Hm.

Jedenfalls kann ich jetzt Twitterspambots bauen. Wer braucht?

Offenbar gibt es eine Theorie, die nicht nur total viel Sinn macht, sondern auch besagt, dass sich der Mensch nur dadurch entwickelte, dass Affen gerne auch mal den ein oder anderen Shroom zu sich nahmen. Und tatsächlich klingt das total logisch. Nicht etwas nur, weil die Animation da oben das so so gut belegt, sondern auch, weil man sich die Entwicklung so abstrakten Denkens anders eigentlich gar nicht erklären kann. (via)

So war das 1963. Da konnten Schimpansen noch Kimonos tragen und nette Damen in Bikinis fotografieren. Und heute? Heute werfen sie im Zoo mit Kacke nach den Besuchern. (via)

Der kleine Ragu möchte gerne Mönch werden und muss dafür, wie es in diesem Gewerbe so üblich ist, natürlich eine letzte, alles entscheidende Aufgabe erfüllen. Wie es weiterhin so üblich ist, erweist sich das alles als gar nicht so einfach. (via)