Jason Vorhees ist also ein Deadite aus “The Evil Dead”?
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LICHTRAUM – Die Fotoausstellung der Beuth-Hochschule zugunsten der Bahnhofsmission in Berlin
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“Girl Cave” – eine Webserie über das Erwachsenwerden, Freundschaft und ein mysteriöses Buch
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Ganze 95 Minuten “STAR WARS NOTHING BUT STAR WARS” – Ein Mixtape der Absurditäten
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Tag Archives: Dokumentation

Ich weiß doch auch nicht besonders viel über Kunst, aber ich schaue sie mir gerne an und sage dann Dinge wie “Das kommt mit dem Schatten erst richtig gut” oder “du solltest dir mal die anderen Werke aus der Serie ansehen”. Dadurch wirke ich schlau, aber niemand weiß weshalb.
Jackson Pollock ist ja aber bekanntlich bekannt für seine Kleckse, wobei ihr erstmal die anderen Bilder aus seinen Serien sehen solltet. Die kommen mit Schatten erst richtig gut. Obwohl er auch nicht der erste und sicherlich nicht der letzte Künstler war, der Kleckskunst machte, ist er doch einer der bekanntesten, was vor allem aber wohl auch an seiner Persönlichkeit liegt. Das darf man bei Kunst nie vergessen: Schöne Bilder sind schön, aber Geschichten verkaufen sie erst. Hier ist eine über Jackson Pollock. (via)

Ich persönlich finde ja Puppen durchaus gruselig. Klar, sehen sie doch aus wie Menschen, aber eben nicht so richtig, einen aus ihren leblosen, viel zu realistischen Augen anschauend und sich vermutlich bewegend, wenn man gerade nicht hinschaut. Puppen sind mir nichts, aber offenbar haben und hatten viele welche, als sie Kinder waren. Das hat wohl projizierende Gründe und ist gesund für die Entwicklung des Kindes, da es sich eben selbst damit identifizieren kann.
Aber wie es eben so mit Dingen ist, die Kinder in die von Schokolade verschmierten Hände bekommen, gehen sie auch mal kaputt. Natürlich kann man wegwerfen und neu kaufen, aber man kann auch reparieren (lassen). Und genau dafür gibt es Puppenkrankenhäuser, in denen diese Dinger repariert werden können. Great Big Story war nun zu Besuch im Hospital de Bonecas in Lisbon und hat sich mit Manuela Cutileiro getroffen, die das im Jahre 1830 gegründete Krankenhaus betreibt. (via)

Nowness präsentiert nämlich eine ganz tolle Dokumentation, in der sich Christopher Kippenberger in den letzten zehn Jahren mit Kart fahrenden Kindern auseinandersetzte und sie bei ihrem Motorsport filmte und interviewte. Das klingt erstmal etwas trivial, wenn man mit dem Sport nicht so viel zu tun hat, wirkt aber direkt wesentlich krasser, wenn man sich mal die beiden Videos hier anschaut, wenn der eine Junge beispielsweise davon berichtet, wie man den Motor tunen kann, ohne dass es jemand merkt, oder wie viele der Kinder schon fahren, bevor sie vermutlich ordentlich lesen konnten.

Da drängt sich natürlich die Frage auf, wie viel Bock die Kids da wirklich drauf haben oder ob sie das einfach machen, weil sie es irgendwie schon immer gemacht haben (wobei das ein sehr positiv gezeichnetes Szenario ist). Christopher Kippenberger selbst darüber:

“Kart Kids, at its core, chronicles the high-stakes world of German go-kart racing. Karting has been the breeding ground for countless Formula 1 greats throughout the years—whether it’s the result of natural talent, dedicated mentorship, or skillful deception, this is where careers are made and broken.

“This a project that I’ve been shooting for ten years now. It takes disposable media and reverses it. It’s an extended study not only of racing, but of its personalities and what comes next—regardless of what that may entail.”

Ich konnte leider keinen Veröffentlichungstermin ausmachen, aber ich mag die Bilder hier mitunter doch sehr. (via)

Offenbar ist das alles immer noch echte Handarbeit. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es hier und da auch maschinelle Lösungen gibt, allerdings verfolgt diese kurze Dokumentation den Handwerksbetrieb der Neon Family, in der Gérald Collard mit gutem Augenmaß ein Zeichen herstellt, das am Ende in seiner pinken Pracht erstrahlt. Die Dokumentation stammt von Stereokroma und sie schreiben dazu:

Did you know that neon signs are making a comeback? That’s right, with so many years of safe corporate signage to bore us, neon is coming back as an art form for indoor signs. This is no longer your typical pizza or “Open” sign, but images, symbols, statements in all different colours and shapes, popularized by science fiction movies and the cyberpunk subgenre. In this video, we are with The Boss from the Neon Family, Gérald Collard, who has been making neon signs for several decades. He is a hidden gem in the Saint Henri neighbourhood of Montreal. Historically, neon was a secret craft, so it is a special opportunity to be able to learn about it. He will be showing us the process of making a pink neon sign of a hand making what is considered an “Okay” symbol, a symbol of confirmation or satisfaction in the Western world.

Interesting facts about neon signs:
Neon is actually a very durable and efficient form of “lightbulb”. It is comparable to fluorescent and can last up to 50 years! Unlike consumer-grade lightbulbs, it is designed to last so as to require less maintenance, as you can image it would get fairly expensive if you have a complex image. Neon signs are making a comeback indoors because they are easier to maintain without weather as a factor to deterioration. The colours of neon are produced by different gases and different coatings. The main gases used by Gérald are neon and argon gas.

Das ist nicht zu verwechseln mit den Neon-Röhren, die man aus diversen Großraumbüros kennt. Die machen leider nicht so viel Spaß, sind nicht so schön anzuschauen und verbreiten alles, aber keine gute Stimmnug. (via)

Es ist natürlich stark kondensiert und mittlerweile auch ein Jahr zu spät, allerdings wirkt das alles schon wieder so toll und spannend, dass ich total gut verdrängen kann, dass es da vermutlich überall nach Kotze und Patchouli riecht.
Das Video ist angefüllt mit tollen Bildern und Interviews mit Künstlern, die über ihre Gebilde und Performances reden. Total Bock drauf, aber ich würde es vermutlich total hassen. (via)

Das ist eine der erstaunlichsten und überraschendsten Kurzdokumentationen, die ich seit langem sah. Es ist nämlich offenbar so, dass Gefängnisinsassen in den USA (vielleicht auch woanders, aber die Doku spricht nur von den Staaten) sich die Zeit mit P&P vertreiben. Natürlich mit Dungeons & Dragons, aber Pathfinder wird auch erwähnt. Es ist ist ziemlich kurios, aber auch abgefahren, weil eben auch erzählt wird, dass Auseinandersetzungen durchaus zu körperlicher Gewalt führen können und dass so eine Rollenspielrunde durchaus Gang-ähnliche Strukturen hat, was von den Obrigkeiten nicht so gerne gesehen wird. Allerdings wird das Spiel ein fester Bestandteil in deren Leben, der auch nach der Freilassung nicht aufgegeben wird. Irre, aber auch total verständlich, weil man wirklich nicht mehr als das Regelbuch braucht, um stundenlang (oder länger) Spaß zu haben.
Dass man aber schon durch den Besitz von Shrooms in ein Maximum Security Prison kommt – okay, das ist vermutlich ein anderes Thema. (via)

Eigentlich erzählt Jim Carrey hier eher, wie ihm das Malen hilft sich selbst zu entdecken und wie er es damit über nicht ganz so schöne Zeiten schaffte (und die hatte er jüngst ja wirklich nicht). Aber viel mehr wirkt er hier eher wie jemand, der ganz schlimme Dinge verarbeiten muss und vermutlich den Depressionen sehr nahe ist, wie es ja leider eben auch oft bei Leuten ist, die andere zum Lachen bringen müssen. Obwohl er hier vorgibt viel Freude zu haben und mit sich selbst und dem Universum im Reinen zu sein scheint und er nur Bilder mit sehr vielen hellen Farben malt, wirkt das alles doch irgendwie unglaublich bedrückend und traurig und überhaupt gar nicht glücklich und schön.
Die kurze Doku über Jim Carrey stammt von SGG und puh… lieber nochmal die Maske anschauen, als noch alles gut war. (via)

Ihr kennt die Geschichte, selbst, wenn ihr sie noch nie so genau gehört habt. Sie handelt nämlich von Hachikō, der neun Jahre auf sein Herrchen wartete, das leider verstarb und nicht von seinem treuen Gefährten abgeholt werden konnte. Es gab da ja auch diese furchtbar herzzerreißende Episode bei “Futurama”, über die ich eigentlich nicht reden möchte.
Interessant sind aber auch die Umstände, die zu seiner Berühmtheit führten, war seine Loyalität im Vorkriegsjapan doch durchaus gern gesehen. Das und mehr erzählt euch hier Evan Hadfield, Sohn des berühmten Astronauten, in deren Youtube-Serie “Rare Earth“. (via)

Dass jemand namens Biro den Kugelschreiber erfunden hat, war mir durchaus bewusst, ist das eben doch auch in vielen Sprachen das Wort für eben jenen Stift. Dass die Geschichte des Kugelschreibers da aber noch lange nicht aufhört und dass BIC, die eben auch für Einwegrasierer und Feuerzeuge bekannt sind, tatsächlich der Marktführer für die Schreibgeräte ist, die allerdings auf vielen anderen Gebieten nicht so erfolgreich waren, war mir gar nicht wirklich klar. Keine Ahnung, warum mich diese kurze Doku gerade so faszinierte, aber es ist eben wirklich eine durchaus spannende Geschichte, wie BIC mit dem Kugelschreiber die Welt eroberte und dass der Firmengrüner, Baron Marcel Bich sehr verwundert über die englische Aussprache seines Namens war. (via)

Es ist ja bekannt, dass “Star Wars”, neben vielen anderen Dingen mit hohem Nerdfaktor, reine Männerdinge sind. Neuerdings ist offenbar übrigens auch der deutsche Fußball ein Männerding, weil Frauen da, obwohl sie ungleich erfolgreicher sind als die Männer, nicht mal in der Funktion eines unparteiischen Schiedsrichters willkommen sind. Das aber nur nebenbei. Manche Dinge sind Männerdinge, andere Dinge sind Frauendinge. Und wer das vermischt oder diese Grenzen aufheben will, ist entweder ein Hippie oder verrückt oder womöglich ein verrückter Hippie.
Allerdings stoßen neuerdings immer mehr Frauen in diese männlichen Gefilde vor und nun ist natürlich auch Star Wars dran. Das ist so neu, dass das tatsächlich erst seit dem Erscheinen des ersten Films im Jahr 1977 geschieht und das sind ja gerade mal 40 Jahre. Da kann man jetzt noch nicht von einem Trend, sondern wirklich nur von einem Phänomen reden, das so vermutlich keinen Bestand haben wird. Männer fangen doch auch nicht an, auf einmal zu kochen, zu putzen oder über Gefühle zu reden. So ein Unsinn alles.

Ohne Quatsch dabei fände ich die Doku aber tatsächlich auch interessant. Gefilmt wurde sie dieses Jahr auf der Star Wars Celebration in Orlando, wo im Prinzip Frauen über ihren Bezug zu “Star Wars” sprechen. Wie richtige Menschen, die Dinge mögen – irre. Auf der dazu passenden Seite gibt es noch mehr Infos und der Film soll im Sommer nächsten Jahres erscheinen. (via)