Ich war letzte Woche, kurz vor Ostern, wieder Comics kaufen und leider waren es so viele, dass ich sie alle fast gar nicht geschafft hätte. Aber es sind halt auch Comics und diese zulesen macht mitunter so viel Spaß, dass da eigentlich nie eine Gefahr bestand. Aber weil das wirklich schon wieder so viele Comics waren (vielleicht war das mit dem zweiwöchtigen Raubzug doch keine so gute Idee) will ich nicht länger schnacken, sondern schleunigst in die Tasten hauen. Und es geht los mit:
Green Hornet #1 – von Mark Waid, Daniel Indro – Dynamite Entertainment – 27. März 2013 (Preview)
Mark Waid schreibt sich ja bereits seit fast zwei Jahren mit “Daredevil” mitten in mein Herz. Jetzt veröffentlicht er bei einem anderen Verlag einen anderen alt bekannten Helden (oder so), was natürlich alles grund genug ist, dass ich mir das mal anschaue. Ich konnte mir hier sogar ein Special-Cover ergattern (dazu muss man sagen, dass Dynamite gern mal 50 verschieden Cover zu einer Ausgabe produziert), das von Alex Ross gezeichnet wurde. Alex Ross, Mark Waid, Green Hornet – dabei! Die Geschichte handelt von Britt Reid, der nicht nur einen Zeitungsverlag führt, sondern auch gern mal in die Rolle des Superschurken Green Hornet schlüpft. Mittels seiner Zeitung lenkt er die öffentliche Meinung überseine Figur, während er mit seinem Alter Ego die Gangster infiltriert, um eigentlich seine Stadt zu schützen. Die Masche ist ein bisschen kompliziert und Green macht an der Stelle bestimmt total viel Sinn (ich tippe auf Dope!), aber sein treuer Gehilfe Kato wird da schon durchsteigen.
Auf jeden Fall ist die erste Ausgabe super, wenn man mit der Figur gar nicht so viel am Hut hat. Es wird einem alles erklärt, warum er so ist, wie er ist, was er für Gadgets hat und wie Green Hornet im Allgemeinen drauf ist. Trotzdem werden direkt erstmal ein Gouverneur gestürzt und ein paar Verbrecher ins Gefängnis gebracht. Tatsächlich ist das alles sogar angenehm komplex und Waid nimmt sich wieder sehr viel Zeit, um seine Geschichte zu erzählen, lässt dabei unwichtige Details aus und packt einen direkt wieder mit einer neuen, frischen Welt, in der Zeitungen noch relevant sind und Smartphones nicht existieren. Allein schon bei diesem ersten Heft stellt man sich ständig die Frage, ob das jetzt der Moment ist, in dem Green Hornet einfach auf alles scheisst und zu dem Schurken wird, der er immer vorgibt zu sein. Aber offenbar passiert das erst im nächsten Heft. Und erst die Optik! Herrlich. Es ist zwar ein bisschen verschnörkelt und verworren, aber auf eine ziemlich angenehme Art. Es ist nicht das schönste, was ich je sah, aber ich bin damit äußerst glücklich.
Man merkt, dass es von Mark Waid stammt, da die Figur dem Matt Murdock doch sehr ähnlich ist. Als Green Hornet allerdings ist er so arschig, wie man es nur als Superschurke sein kann.
Fazit: Ich muss das empfehlen. Es ist irre gut und macht in diesem heft schon total viel Spaß.
Wertung: 4.5/5

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