
Es ist wirklich ein bisschen schade, dass Disney jetzt LucasArts geschlossen hat, denen wir einige wirklich sehr, sehr tolle spiele verdanken, die wir vermutlich alle lieben. Auf der anderen Seite ist die Entscheidung aber auch total verständlich und nachvollziehbar und am Ende auch, zumindest für uns, halb so schlimm, wie es an manchen Stellen klingen mag. Blöd ist es trotzdem, gerade aber auch, weil einige Leute ihre Jobs dadurch verlieren und eine Traditionsfirma bis auf die Grundmauern abgespeckt wird.
Im Oktober hatte man noch Hoffnung, als Disney LucasFilms kaufte und man dachte, dass LucasArts dadurch gerettet würde, weil irgendwie Star Wars. Jetzt gab Disney aber (zumindest laut Kotaku (von denen stammt auch die passende Grafik), aber das kann man wohl alles so glauben) ziemlich genau gearde bekannt, dass 150 Leute ihre Jobs verlieren werden, die aktuellen Großprojekte “Star Wars 1313″ und “Star Wars: First Assault” abgebrochen werden und die Firma nunmehr eher eine Lizenzbude ist, die zwar die Rechte an den Spielen trägt, die Entwicklung aber an andere abgibt. Als Grund dafür gibt man die schlechten Verkaufszahlen von “Star Wars: Kinect” an, aber ey: Kinect. Ein Sprecher von LucasFilm, quasi der Elternfirma von LucasArts dazu:
““After evaluating our position in the games market, we’ve decided to shift LucasArts from an internal development to a licensing model, minimizing the company’s risk while achieving a broader portfolio of quality Star Wars games. As a result of this change, we’ve had layoffs across the organization. We are incredibly appreciative and proud of the talented teams who have been developing our new titles.”
Natürlich ist der Aufschrei groß, aber wenn wir mal ehrlich sind, sind die goldenen Tage eigentlich auf vorbei. “Star Wars: The Force Unleashed” war großartig und vermutlich der letzte selbstentwickelte Erfolg der Firma. Die Fortsetzung ist vermutlich wieder so ein Spiel, das in Wirklichkeit niemand spielte. “Knights of the old Republic” wird ja auch immer genannt, wurde aber von Bioware entwickelt. Schade aber ist es wirklich um Titel wie “Monkey Island”, “Grim Fandango” und natürlich “Day of the Tentacle”. “Full Throttle”, verschiedene Indiana-Jones-Spiele, “Zak McKracken” und natürlich “The Dig” und unzählige weitere tolle Spiele existieren ja weiterhin und deren Einfluss wird auch nicht vergessen. Dank einige toller Emulatoren kann man diese sogar heute noch problemlos spielen und noch ein x-tes Star-Wars-Spiel braucht eigentlich auch niemand.
Mit ein bisschen Glück werden die Lizenzen an den tollen Spielen, die ich da oben nannte, an Entwickler-Firmen weitergegeben, wo Leute arbeiten, die das wie wir als Kinder spielten und die Geschichten passend weiterführen. Eigentlich ist das für uns also alles gar nicht so kacke, wie man es gerade überall im Internet liest. Ein bisschen schade ist es natürlich, aber wir werden es überleben und bedanken uns einfach an dieser Stelle für so viele so tolle Spiele. Und wer es mag natürlich auch für die unzähligen Star-Wars-Spiele, von denen eh niemand alle durchspielte.