DCnU-Comicreview: Batgirl #1

Published by Marco on

Titel: Batgirl #1
Herausgeber: DC Comics
Künstler: Gail Simone, Ardian Syaf, Vicente Cifuentes
Preis: $2,99

Ich glaube, es ist nicht schwer zu erraten, dass Batgirl für mich eine der meisterwartetsten Titel des Reboots ist. Weniger, weil ich hoffe, dass die neue Batgirl-Serie genauso gut fortgesetzt wird, wie die alte (mit einem anderen Batgirl) endete, oder weil ich wissen möchte, wie Barbara Gordon nun (für mich) als Batgirl funktioniert, nachdem sie doch nun so lange Oracle war, sondern viel mehr, weil ich wirklich viel von Gail Simone halte und glaube, dass sie angemessen einen weiblichen Heldencharakter schreiben kann, der auch nicht zu überzeichnet ist und trotz der ziemlich derben Umgebung, in der sie agiert.
Es war also unumgänglich, dass ich mir „Batgirl #1“ von meinen Lieblingscomicdealern in meinen Beutel legen liess.

Sie betreten nun Spoilerland

Während ein ziemlich irrer Killer, der sich selbst „The Mirror“ nennt mitunter am hellichten Tag auch manchmal recht kurios Leute umbringt, deren Namen er auf einer Liste mit sich herumträgt, ist Barbara Gordon gerade dabei aus ihrem Elternhaus auszuziehen, wenn sie nicht gerade des Nächtens auf Verbrecherjagd geht. Ihr erster Einsatz führt sie in eine Wohnung einer Kleinfamilie, die gerade von ein paar maskierten Räubern überfallen wird, welche nur so zum Spaß töten. Diese werden natürlich Bat-people-mäßig, also akrobatisch und vielleicht auch mit einem kleinen wenig zu viel Gewalt, außer Gefecht gesetzt. Später versucht „The Mirror“, mitunter nicht zimperlich mit Empfangsdamen umgehend, einen der Schurken, der ins Krankenhaus eingeliefert wurde, umzubringen. Also schwingt sich unser neualtes Batgirl schnell auf ihr Moped um das scheinbar unvermeidliche zu verhindern.

Fazit: Was mir vielleicht nicht so gefällt ist, dass das Kostüm ein bisschen zu viel ist, zu detaliert, mit zu vielen Schnörkeleien. Das kann man aber auch wohlwollend als gewöhnungsbedürftig auslegen und ist auch das einzige, was mir ein bisschen aufgestoßen hat. Sonst kann ich euch einfach nur ganz dringend dazu raten, dass ihr euch diesen Comic schnell organisiert, weil davon auszugehen ist, dass das erste Printing wirklich verdammt schnell ausverkauft sein wird, so toll, wie er ist. Die Story scheint vielversprechend zu sein, das Batgirl ist interessant und faszinierend, die Zeichnungen schwanken zwischen wunderschön und echt sehr gut (Ja, das ist eigentlich austauschbar) und alles in allem hat man hier wirklich das Gefühl, etwas wirklich Hochwertiges gelesen zuhaben. Ich für meinen Teil muss einfach zugeben, dass ich diese Serie in jedem Fall weiterlesen werde.

Fazit 2: Und das wohl Großartigste ist wohl auch, wie hier mit dem Reboot umgegangen wurde. „The Killing Joke“ nämlich war doch die Geschichte, in der der Joker Barbara ins Rückgrat schoß, woraufhin sie gelähmt und zu Oracle wurde. Hier allerdings schoß er ein bisschen daneben und verpasste ihr nur ein Trauma, das dafür sorgt, dass sie quasi erstarrt, wenn man eine Waffe auf sie richtet. Sagte ich schon, dass der Comic schlichtweg großartig ist und gelesen gehört? Nein?

Lest. Diesen. Comic.


5 Comments

Herbie · 8. September 2011 at 15:10

Das so zu Lesen macht echt Lust auf mehr. Gibt’s die Dinger auch als eBook? Der nächste Comicladen dürfte für mich etwa 40km entfernt sein…

Marco · 9. September 2011 at 0:37

@Herbie: Also DC bietet die auf jeden Fall auch in der digitalen Version an, die sogar am selben Tag wie die Hefte erscheint. Das war ja eine der Neuerungen des Reboots, die heiss diskutiert wurde.
Aber du kannst Comics, auch englischsprachige, auch ganz prima zu dir nach Hause bestellen. Da gibts in Deutschland ja auch Shops 🙂

Alex · 9. September 2011 at 12:15

Magst du mir einen der Shops nennen? 🙂
Möglichst einen in dem ich mich auch zurecht finde 😀

Marco · 9. September 2011 at 17:47

@Alex: Also du kannst auf jeden Fall beim Groben Unfug bestellen. Und dann kenn ich noch Andis Comicexpress. Alles andere hab ich mir noch nie angeschaut 😀

Lesetagebuch: The New 52 – Teil 7 – Batmädels, Legionäre, ein Sumpfding und die dunkle Gerechtigkeitsliga » nerdlicht.net · 8. August 2012 at 18:04

[…] Ab sofort steckt wieder Barbara Gordon im Kostüm des Fledermausmädchens. Das liegt nicht daran, dass mit dem New-52-Neustart ihr Dasein als querschnittsgelähmte Oracle ungeschehen gemacht wird – es war halt nur nicht so schlimm. Tatsächlich wird in diesem Heft sogar ausdrücklich Bezug auf den „Killer Joke“ genommen. Aber von vorne: Wie ja gemeinhin bekannt ist, heilen zerstörte Wirbelsäulen in Gotham besonders leicht – vor allem, wenn man hin und wieder ein Fledermauskostüm überstreift. Und so ist auch Barbara Gordon wieder topfit und vollständig hergestellt – auch wenn sie das traumatische Erlebnis mit dem Joker noch intensiv verfolgt. Als Batgirl macht sie jedenfalls wieder fleißig Jagd auf Bösewichter und rettet gleich zu Beginn ein Ehepaar vor einer Horde durchgeknallter Jugendlicher, die als Zeitvertreib in Wohnungen einbrechen und die Bewohner massakrieren. Als Barbara verlässt sie gerade das väterliche Heim und bezieht eine Studenten-WG. Derweil treibt ein Finsterling in Gotham sein Unwesen, der offenbar die Final-Destination-Filme etwas zu ernst genommen hat. Er scheint es sich zumindest zur Aufgabe gemacht zu haben, jene Leute ins Jenseits zu befördern, die dem Tod nochmal knapp von der Schippe gesprungen sind. Das trifft dann auch kurz vor Schluss des Heftes einen der Hallodris, den Batgirl zuvor Dingfest gemacht und in ein Krankenhaus befördert hat – er hätte sich beim Kampf nämlich beinahe zu Tode gestürzt. Als Batgirl in der Klinik erscheint, um die Untat zu verhindern, zielt der Finsterling wie einst der Joker auf ihren Bauch, was sie vor Angst paralysiert. So kann sie nicht verhindern, dass er sein böses Werk vollzieht – und das vor den Augen mehrerer Polizisten. Auch nett! Das sacht der Fachmann … […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

WEG MIT
§219a!