Titel: Batman & Robin #1
Herausgeber: DC Comics
Künstler: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason, Mick Gray
Preis: $2,99

Die Frage ist hier doch eigentlich, was man an einer Serie, die sich selbst gerade erst vor einigen Wochen gefunden hat, rebooten will, ist das einzig Beständige, was sich nie ändert, zudem doch auch die Hauptfigur selbst, die sich eben über sich selbst definiert. Ihr könnt mir folgen? Batman. Was will man an Batman ändern, ohne die Figur selbst völlig umzuschreiben? Richtig, nichts. Geht nicht. oder doch? Lest am Besten mal selbst, was ich über den Comic zu sagen habe, den ich mir beim Comicdealer meines Vertrauens erjagte.


Sie betreten nun Spoilerland

Story: Die Geschichte ist relativ schnell erzählt. Batman (wieder Bruce Wayne) und Robin (immernoch Damien Wayne) müssen in einem Universitäts-Atomreaktor (ja, in Gotham gibt es sowas) eine Gruppe von Schurken aufhalten, die dort Brennstäbe stehlen wollen. Dabei übertreibt es unser extrem sadistisch veranlagter kleiner Freund Damien natürlich wieder über alle Maßen und missachtet Batmans Anweisungen. Interessanter ist aber, dass Batman sich dazu durchgerungen hat, nicht mehr den Todestag seiner Eltern zu begehen und fortan ihres Lebens, statt ihres Sterbens, zu gedenken, indem er ihren Hochzeitstag feiert. Das könnte zum Beispiel auch daran liegen, dass die berühmte Crime Alley abgerissen und neubebaut werden soll.
In einer Geschichte, die nur kurz am Anfang und am Ende Erwähnung findet, macht ein ziemlich irrer Schurke in Moskau Jagd auf den russischen Batman (siehe Batman Inc.), den er tatsächlich auch recht schnell stellt und ziemlich brutal tötet.

Meinung: Offenbar ist das einzige, was an Batman in dieser Serie geändert wurde, dass er nun versucht nach vorn zu schauen und sich nicht mehr von dem traumatischen Ereignis, dass er als Kind vor gut 70 Jahren durchleben musste, leiten lässt und versucht los zu lassen. Vermutlich wird er sein schwarzes Cape in späteren Ausgaben gegen ein roséfarbenes tauschen.
Nein, der Comic ist wirklich gewohnt gut, düster und genau so, wie man ihn erwartet. Damien, der kleine, größenwahnsinnige Psycho, macht immernoch unglaublich viel Spaß und es ist ziemlich interessant zu sehen, dass Batman ihm auf eine Art vertraut, auf einer anderen aber sehr genervt von ihm ist.

Fazit: Wenn ihr die Serie vor dem Reboot mochtet, werdet ihr sie auch jetzt mögen, weil sich daran wirklich absolut nichts geändert hat. Wie das aber neben den anderen Batman-Serien in das gesamte DC-Universum passt, weiß ich jetzt auch nicht so wirklich.

Übrigens, um mal die Capediskussion abzuschliessen: Oft wurde ja das Cape von Robin hier auf dem Cover bemängelt, sieht es doch zu sehr nach Federn aus (die selbe Diskussion bei Red Robin in Teen Titans). Sorgt euch nicht, sein Cape ist immer noch das alte.