Titel: Justice League International #1
Herausgeber: DC Comics
Künstler: Dan Jurgens, Aaron Lopresti, Matt Ryan
Preis: $2,99

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei der Serie bestimmt nicht wegen des Covers zugelang habe, sondern weil Booster Gold, den ich gerade durch „Flashpoint“ wirklich schätzen gelernt habe, hier sein eigenes Team leiten darf. Dazu noch Batman (der echte, kein ausländisches Plagiat) und Green Lantern Guy Gardner – kann das so falsch sein? Kann man da überhaupt irgendetwas falsch machen?
Ich muss natürlich zugeben, dass ich von dem Ttel eingangs nicht viel erwartete und ich ihn nur mal aus Neugier mitgenommen habe, eben weil das doch Boosters einziger Auftritt im DCnU zu sein scheint. Außerdem schreibt hier ja Dan Jurgens, der den Charakter ja erfunden hat, weswegen ich nochmal die Frage stelle: Kann man da irgendwas falsch machen? Um die Frage zu beantworten bin ich in den meinen Lieblingscomicladen gewandert und habe mir das Heft mal geschnappt.

Sie betreten nun Spoilerland

In der Geschichte will jemand namens Andre Briggs der in nicht näher erklärter Weise für die U.N. (Ja, die United Nations), arbeitet ein Superheldenteam zusammenstellen, dass sich vornehmlich um ihre Interessen kümmert, die sie aber natürlich auch kontrollieren können. Dazu sollen es aber auch Helden sein, die ohne Maske auftreten und die, wenn sie erfolgreich sind, die verlängerten Arme der U.N. (Ja, ohne Scheiß, die United Nations) sind, aber mit Schande beworfen werden, sollten sie versagen. Neben einigen Nonames, die alle aus verschiedenen Ländern kommen, sind da eben auch Booster Gold, Guy Gardner und Batman (der da eher aus eigenem Antrieb mitmacht) dabei. Guy kann da natürlich Booster als Anführer nicht akzeptieren und verschwindet.
Die erste Mission unserer Helden führt sie nach Peru, wo ein Forschungsteam der U.N. (ähem…) spurlos verschwand. Kaum dort angekommen, werden sie von nuschelnden Magmamonstern und später sogar von einem Sentinel angegriffen. Ach nein, falscher Verlag.

Fazit: Tatsächlich wirkt das für mich alles ungemein flach und langweilig und irgendwie schwachsinnig. Booster macht als Anführer wirklich keinen Sinn und diese ganzen Noname-Helden sind mir alle auch furchtbar egal in ihrer Eindimensionalität. Und überhaupt wirkt das alles eher wie ein Comic, den man sich mal vom Grabbeltisch mitnimmt oder in der Juniortüte finden kann, aber nicht, wie der Start einer Geschichte, die ernst genommen werden will. Dazu sind auch die Zeichnungen alle komplett glatt und leblos und ich glaube wirklich nicht, dass ich mir da noch die #2 holen werde. Um also meine eingangs gestellte Frage zu beantworten: Ja, man kann da echt einiges falsch machen.