Ein bisschen auch aus Zeitgründen muss ich ab jetzt leider immer zwei Comicreviews zu den aktuellen Heften des DC-Reboots, die ich überfreundlicherweise von dem wohl besten Comicladen, den ich in den letzten Monaten besucht habe (und es waren schon ein paar), zur Verfügung gestellt bekomme, zusammenfassen. Das soll euch aber nicht davon abhalten, hier mal die Meinung einse qualifizierten Comicbloggers zu erfahren.

Supergirl #1

Eigentlich kämpft Supergirl hier die ganze Zeit nur gegen Roboter, in denen Menschen stecken, weil sie wie Superman schon zu vor in ihrem Raumschiff auf der Erde gelandet ist. Im Gegensatz zu ihm aber war sie offenbar wesentlich länger unterwegs, weil sie zum Einen schon eine erwachsene Frau ist, sich zum Anderen aber auch gar nicht ihrer Kräfte gewahr ist und sie im Zuge dieser ersten Aufgabe alle entdeckt.

Und das ist einfach echt ein Knüller. Hier passiert zwar wirklich nicht viel, aber allein die Stelle, in der sie ihren Hitzeblick entdeckt, als die Sonne aufgeht und ihr dadurch Kraft gibt, ist so unglaublich gut umgesetzt, dass dies allein schon der Grund wäre, dieses Heft zu kaufen. Generell hat die Geschichte auch genau das richtige Tempo, um Dinge, die man eigentlich schon lange kennt, neu zu erklären. Wunderbar. Schlichtweg toll. Das lässt sogar über ihr merkwürdiges Kostüm mit den drei Pfeilen, die auf ihren Unterkörper deuten, hinwegsehen. Für mich heisst das jetzt jedenfalls, dass ich mir dringend die nachfolgenden Ausgaben holen muss.

DC Universe presents – Deadman

Das Tolle an der DCU-presents-Serie ist, dass es davon nur ganz wenige Ausgaben geben soll, die dann immer eine bestimmte Figur vorstellen und eben über ein paar Hefte begleiten. Zum Start ist Deadman dran, einer der wohl eher unterschätzteren Helden, der eine ziemlich mystische Origin hat. Weil er zu Lebzeiten nämlich ein tierischer Arsch war, wurde er von einer mysteriösen Göttin dazu berufen, in die Leben anderer Menschen zu steigen, um nicht nur diese zu retten, sondern vor allem auch sich selbst zu retten.
Das erste Hefte beschreibt eigentlich hauptsächlich das Wie und Warum und legt das Hauptaugenmerk auf einen leidenden Kriegsveteranen mit Todeswunsch. Wohin das ganze genau führen soll, ist mir noch ein bisschen unklar. Was mir aber klar ist, ist, dass die Serie eine gewisse Tiefe zu haben scheint, die in der Form recht selten in diesem Genre ist. Immerhin wird hier das Thema des Freitodes behandelt und mindestens das könnte ziemlich interessant sein. Ich glaube jedenfalls, dass ich hier nichts falsch mache, wenn ich an der Serie dran bleibe.