Titel: Batman #1
Herausgeber: DC Comics
Künstler: Scott Snyder, Greg Capullo, Jonathan Glapion

Wie schon mehrfach behauptet und oft propagiert gibt es im Rahmen des DC-Reboots wirklich unglaublich viele Batman-Serien. Jetzt auch nicht nur mit Figuren, die irgendwie aus dem Universum stammen, sondern wirklich Serien, in denen Batman die Hauptrolle spielt. Eine davon trägt auch den passenden Titel “Batman” und es ist ja natürlich klar, dass ich sie mir beim Comicdealer meines Vertrauens geschnappt habe. Nicht, weil ich alle Batmanserien lesen möchte, sondern weil ich euch bei der Entscheidung möchte, die richtige Serie für euch zu finden. Was ich nun also von dieser Serie hier halte und wie sie gegen “Detective Comics” und “Batman & Robin” ankommt, könnt ihr in folgender Review nachlesen.

Sie betreten nun den Comicstammtisch. Auf dem Menü: Spoiler

Story: Kaum hat Batman noch vermeindlicher Weise mit dem Joker Seite an Seite gegen das Who is Who von Gothams Unterwelt gekämpft, findet er sich auch schon inmitten einer Spendenveranstaltung wieder, die er selbst organisiert hat, um Gotham in eine güldene Zukunft zu führen. Mit ihm dabei natürlich seine drei Jungs Dick, Tim und Damien.
Gerade als er ein weiteres Vorgehen mit einem Bürgermeisterkandidaten besprechen möchte, bekommt er mit, wie Comissioner Gordon ganz hektisch telefoniert. Es stellt sich heraus, dass ein brutaler Mord geschah. Natürlich muss Batman das untersuchen, erkennt aber schnell, dass am Tatort eine Nachricht auf ihn wartet. Obwohl, weniger auf ihn, als auf ihn als Bruce Wayne.

Meinung: Ich bin hier wirklich sehr, sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite ist die Story ein bisschen interessant, fesselt mich aber nicht wirklich und es verstört mich auch ein bisschen, dass gerade Tim Drake so unglaublich jung ist. Aber gerade die Zeichnungen sind irgendwie merkwürdig. Auf der einen Seite sind sie sehr explizit und detailliert, soll heissen, dass man auch einiges an Blut sieht, dafür sind die Charaktere aber recht einfach gezeichnet und haben einen gewissen Mangacharme, wobei man davon ausgehen könnte, dass sich das hier eher an jüngere Leser richtig. Dagegen stehen aber wieder die offensichtlichen Abbildungen von Gewalt. Hinzukommt, was meine Mangethese unterstützt, dass am Anfang des Comics ja eben einige Superschurken auftreten, die auch sehr reduziert gezeichnet sind, als wäre ein merkmal besonders hervorgekehrt worden. Und sowieso sehen die anwesenden Mitglieder der Bat-Family alle gleich aus und unterscheiden sich nur in der Körpergröße.
Der Cliffhanger ist ganz nett, aber na ja. Nein. Irgendwie ist es mir auch egal.

Fazit: “Batman & Robin” fand ich wesentlich besser und “Detective Comics” sowieso. Ich glaube nicht, dass ich diese Serie hier weiterlesen werde.