Ich habe mir überlegt, dass ich die wöchentlichen Comics, wenn auch erstmal nur die von DC, in Zukunft ja auch mal kurz rezensieren könnte. Natürlich nicht so ausführlich, wie die eigentlichen Comicreviews, die ihr kennt und liebt, eher kürzer und knackiger, wie es die Hefte selsbt ja auch sind. Vielleicht ist es euch ja ein Maßstab, an dem ihr erkennen könnt, welche Serien etwas für euch sein könnten und von was ihr lieber die Finger lassen solltet.

Jetzt war ich die erste Woche der #2 ja im Urlaub, weswegen es in diesem Artikel hier ein paar Kurzrezensionen mehr werden. Zukünftig aber will ich versuchen, eine Woche in einen Artikel zu packen, wenn ihr versteht, was ich damit meine. Wenn nicht, dann habt ihr wahrscheinlich noch nie eine wöchentliche Serie gelesen, was ihr aber schleunigst nachholen solltet.

 

Ganz ehrlich, ich erwarte nicht viel von der Serie um Green Arrow, aber zumindest doch gute Unterhaltung. Und wenn alle Stricke reissen, dann kann man doch zumindest noch irgendwie clever sein und eine gute Idee durchdrücken. Irgendwie wurde das alles in Green Arrow #2 aber total verpasst. Die Geschichte selbst ist eigentlich ganz interessant, handelt sie doch von ein paar Schurken (die völlig irrelevant sind), die medienwirksam für das Internet Leute umbringen, wobei GA auf deren Liste steht. Tatsächlich ist das alles aber so trivial, dass es eher nervt, diesen Comic zu lesen. Die #3 werde ich mir vielleicht noch holen, um die Geschichte dann komplett zu haben, danach verzichte ich aber auf weitere Hefte.

 

Fazit: Es ist schade um die Figur, aber es ist nicht schlimm, wenn man das hier einfach komplett ignoriert.

 

 

Nicht nur, dass Red Lanterns #2 eines der bisher genialsten Cover hat, auch die Story finde ich zunehmend interessanter. Atrocitus hatte nämlich die Idee, dass er doch quasi als Racheengel des Universums auftreten könne, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Kaum sterben auch schon ein paar Alienkinder, von denen ein überlebendes Mädchen den Angreifern den Tod wünscht, ist Atrocitus auch schon zur Stelle, die Rache zu überbringen. Am Ende des Heftes kommt er zudem noch auf die Idee, dass er doch einen gleichgestellten Vertrauten bräuchte, weil er diese Aufgabe nicht allein erledigen kann und will.
Wie gesagt, die Serie ist eher etwas für Fans des Green Lantern Universums und selbst von denen haben einige Probleme damit. Ich mag es. Ich mag die Brutalität, den Ansatz von Selbstreflexion, was die Rachegedanken angeht und den ganzen Unsinn drumherum.

Fazit: Ich bleibe dabei.

 

 

Ich vermute irgendwie, ich hätte „Search for Swamp Thing“ lesen müssen, um zu verstehen, was in Swamp Thing #2 wirklich abgeht, ist doch die ganze Zeit die Rede von Träumen und Visionen, die ich nicht verstehe. Trotzdem ist es gut möglich, dass hier eine Menge Spaß auf uns zu kommt. Allein der Obergegner der Natur, quasi das Antileben, vor dem sich der Ältestenrat der Sumpfdinger fürchtet, ist schon deswegen cool, weil es Menschen mit verdrehten Hälsen und Äxten auf andere Menschen losgehen lässt. Ich finde das alles höchxst abgedreht, makaber und überhaupt nicht kindgerecht. Deswegen ist es super. Es bleibt nur abzuwarten, in welche Richtung sich der Öko-Unterton entwickelt, aber ich glaube, dass das in eine nicht-nervige Richtung gehen wird.

Fazit: Klarer Tipp!

 

 

 

Batman ist immernoch auf der Suche nach dem Joker, allerdings trödelt er ein wenig und hat zwischenzeitlich nicht nur ein paar Intimitäten mit einer Journalistin, die man bis eben noch nicht kannte, sondern sorgt sich auch um die Zukunft Gothams. Echt nett wird Detective Comics #2 aber, als Batman einen entflohenen Serienkiller verfolgt, dabei aber auf einen bisher unbekannten Gegner trifft. Besser auf eine Gruppe von unbekannten Gegnern. Und wer und warum dem Joker das Gesicht im ersten Heft abschnitt ist ja auch noch nicht geklärt.
Tatsächlich kann man mit Detective Comics nichts falschen. Alles ist schön düster, abgedreht und wird von Seite zu Seite ein bisschen verrückter. Ich bin wirklich gespannt, wie das noch ausgeht.

Fazit: Da macht man nichts falsch.

 

 

Nicht nur, dass ich auch hier das Cover total toll finde (es stammt von Adam Hughes), nein auch die Story von Batgirl #2 ist mindestens in Ordnung. Obwohl es auf den ersten Blick recht komplex wirkt, ist es in Wirklichkeit doch ziemlich seicht und oberflächlich. Allerdings ist die Figur ungemein sympathisch in ihrer manchmal recht hilflosen Art (sie erinnert doch sehr an Stephanie Brown. Sehr!). Ich mag diese Serie sehr und werde da auf jeden Fall dran bleiben, auch, wenn der Gegner, er nennt sich selbst Mirror, irgendwie unglaublich uncool und profan ist.

 

 

Fazit: Das ist schon gut, wird aber noch richtig gut. Davon geh ich mal aus.

 

 

Nachdem im ersten Heft in gewisser Weise schon angekündigt wurde, dass ein Batman-Inc-Killer untwegs ist, bekommt er in Batman & Robin #2 auch endlich ein Gesicht, das einem gewissen Morgan gehört, den man offenbar kennt. Ich allerdings nicht. Dafür versuchen gerade Bruce und Damian mit ihren neuen Rollen als Vater und Sohn klar zu kommen, was beiden sichtlich schwer fällt. Die Beste Szene, und die ist wirklich unglaublich gut, ist, wo Damian im Batcave eine Fledermaus aus der Luft schnappt, sie skeptisch anschaut, ihr das Genick bricht und sie eine Klippe hinunter wirft, beobachtet von einem schockierten Alfred. Tolle Szene. Sonst ist der Comic eher meh und lässt den Biss und Humor der Serie vor dem Reboot vermissen.

 

Fazit: Die Serie muss wirklich besser werden, dass sie mein Interesse behält.

 

 

 

Aus unerfindlichen Gründen stehe ich sehr auf diese Serie und gerade auch Grifter #2 reisst mich wieder ordentlich mit, obwohl der Charakter ein wirklich sehr uncooles Kostüm hat. Aber das macht es vielleich auch gerade aus. Im ersten Teil flüchtete eher ja noch vor den blauen Glibberdingern, die Menschen besetzen, in dieser Ausgabe aber geht er schon etwas gezielter gegen sie Vor und legt sich mit einem besessenen Cop an, den er chemisch fast korrekt (Mehlstaubexplosion, booya!) anzündet. Davon eher unbegeistert ist allerdings seine Komplizin Gretchen und auch sein Bruder samt Militär ist nicht besonders gut auf ihn zu sprechen, obwohl sie offensichtlich wissen, was da los ist.

 

Fazit: Dabei bleib ich auf jeden Fall!

 

 

Genauso verwirrend und mysteriös, wie es anfing, geht es auch in Resurrection Man #2 weiter. Mitch wird zu einem Altenheim gelotzt (von sich selbst, das ist so eine Gabe) wo er auf einen ehemaligen Superschurken trifft, der ein alter Freund seines verstorbenen Vaters ist. Dieser soll ihm helfen, etwas Licht in das Dunkel seiner Vergangenheit zu bringen. Allerdings gibt es da noch ein paar Femme Fatales, die ihm das Leben schwer machen und irgendwo hinbringen sollen. Das Ende ist ein schöner Cliffhanger und ich bleibe bei der Serie, weil ich auch einfach mehr über Mitchs Vergangenheit erfahren möchte. Allerdings wird das vermutlich so etwas wie Twin Peaks, was dann ungefähr 20 Jahre dauert, bis man mal ein paar Antworten bekommt.

 

Fazit: Nett. SEHR nett.

 

 

Natürlich ist Batwoman #2 optisch wieder ein Meisterwerk, mitreissend und dynamisch gezeichnet. Dahingegen ist die Entwicklung der Story manchmal ein bisschen träge. Nicht langweilig, aber langsam, obwohl doch viel passiert. Eine Agentin nämlich, die öfter mal Jagd auf Maskierte macht, hat es nun auf Batwoman abgesehen und will die demaskieren, während sich diese Mutanten offenbar mit einer anderen Gang angelegt haben. Und dieser Wassergeist, der Kinder stiehlt, will ja auch noch gefasst werden, während Kate Kane allerdings auch gerne dieser Polizistin näher käme. Und das Thema Batman Inc. hängt ja auch noch in der Luft. Es passiert viel, bleibt spannend und wird weitergelesen.

 

Fazit: Eins meiner Highlights.

 

 

Das waren also erstmal die Serien, die ich in den letzten zwei Wochen gelesen habe, wovon ich aber bestimmt noch die ein oder andere knicken muss. Davon mindestens Green Arrow. Andere Serien, von denen ich mir die #2 schon nicht mehr mitnahm, aber die #1 las sind: Action Comics und Green Lantern. Nächste Woche werden da noch einige dazu kommen.

Interessanterweise aber habe ich die Kapuzenfrau in keinem der Hefte finden können. Entweder war ich zu blind sie zu finden oder sie ist tatsächlich nicht da. Könnt ihr das verifizieren?