Herausgeber: Splitter
Veröffentlicht: 30.11.2006
Künstler: Denis Bajram
Art: Übergroßes Hardcover
Seiten: 48
Sprache: deutsch
Preis: 12,80 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Splitterhardcover, ihr seid dafür einfach zu groß!
Rating: Sieben von acht Anti-G-Modulen arbeiten auf Höchstleistung.

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Die Menschheit hat ihre Fesseln abgestreift und erforscht munter das Universum, immer auf der Hut vor Gefahren. Die dritte Flotte, stationiert zwischen Saturn und Jupiter, gibt der Menschheit mit ihrer massiven Gestalt ein Gefühl der Sicherheit, bis die Mauer erscheint. Die Mauer ist schwarz, riesig und bedrohlich und stellt alle Wissenschaftler der Erdföderation vor unlösbare Rätsel. Beispielsweise wo sie herkommt, was sie ist und wie sie wieder weg geht. Ob diese Fragen im ersten Band von “UW1” beantwortet werden, was die Mauer vielleicht genau ist und wie ich das alles fand, könnt ihr in dieser Comicreview nachlesen.

Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!

Die Mauer ist, wie sich schnell herausstellt, keine einfache Scheibe, sondern viel mehr eine Kugel, die sich um den Uranus spannt. Niemand weiß, was dort vor sich ging, aber Fakt ist, dass die Mauer eine Bedrohung darstellt. Nicht zuletzt wegen der extrem hohen Gravitation, die von diesem Objekt ausgeht. Nun versuchen Wissenschaftler diese Mauer aufzulösen oder zumindest zu durchbrechen.
Natürlich handelt dieser Comic aber nicht nur von mutigen Wissenschaftlern, die wissenschaftlich daherquasseln. Tatsächlich handelt dieser Band von der Purgatory-Schwadron, einem Haufen Kriegsverbrecher, denen eine zweite Chance eingeräumt wurde. Darunter befinden sich, neben anderen, natürlich ein Draufgänger, ein Feigling, ein hochqualifizierter Wissenschaftler und diverse andere muntere Gestalten, denen man, aufgrund ihrer Vergehen, lieber nicht in dunklen Gassen begegnen möchte.
Eben jener hochqualifizierter Wissenschaftler hat einen Plan erdacht, wie man diese Barriere durchbrechen kann, ohne ein mit explosivem Material beladenes Raumschiff hineinzufliegen.

Ist das etwa alles, was passiert?

Gar nicht. Eben die Konstellation der Protagonisten selbst bietet schon genügend Zündstoff. Da wird gemobbt, da gibt es Weltraumaction, Vergewaltigungen, stumpfe Militärs, Schlägereien – Tatsächlich könnte man, auch wegen des Stils des Comics, das ganze ziemlich gut in Alien-Welt von Ridley Scott, um wenigstens mal einen Vergleich zu ziehen. Dazu muss man aber sagen, dass nicht direkt im ersten Band klar wird, worauf das alles hinausläuft und was dem Spektakel seinen Titel gibt. Dafür macht es aber sehr viel Spaß dabei zuzusehen, wie dieser Welt Leben eingehaucht wird.

Fazit: Ob das wirklich so gut ist, wie ich es vermute, kann man wahrscheinlich auch erst nach dem Genuss des zweiten Bandes sagen. Dass der erste aber sehr gut ist, kann ich direkt hier schon guten Gewissens behaupten. Also sofern ihr auf Space-Operas steht. Ich habe auch schon ein bisschen in die Inhaltsangaben der anderen Bände geschmult und kann sagen, dass es wohl auch noch ziemlich episch wird.

Und wie immer, weil es sich hier ja um die Rezension eines Splitter-Comics handelt, gibt es statt einige Panels wieder einen ganzen Trailer. Bei Splitter könnt ihr aber auch eine ausführliche Leseprobe bekommen. Bitteschön.

Vielen Dank an Splitter für das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplars.