Herausgeber: Zwerchfell
Veröffentlicht: 01.07.2011
Künstler: Sarah Burrini
Art: Quadratisches Hardcover
Seiten: 96
Sprache: deutsch
Preis: 14,00 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Mit einem grummeligen Elefanten, einem gutmütigen Pony, einem soziopathischem Pilz und einer möglicherweise verrückten Comiczeichnerin teilt man sich doch immer gern den Vierer.
Rating: Das ist deutsche Comickultur in Hochform!

Kaufbar bei Dawanda (da auch individualisierbar) oder Amazon (Partnerlink) und mit der wohl ausführlichsten Leseprobe seit immer im Blog des Webcomics.

Sarah schickte mir die gebundene Ausgabe ihres Comics bereits letztes Jahr, vielleicht auch aufgrund eines Artikels über ihren Webcomic, hauptsächlich aber, weil ich da eine Review drüber schreiben wollte. Lange wusste ich aber nicht, was ich da genau drüber schreiben sollte. Dass ich es ganz toll und herrlich und wunderbar finde, ist klar, wie ich das aber in passende Worte verpacke nicht. Jetzt aber habe ich sie jedenfalls endlich und wie sie lauten könnt ihr in folgender Nichtreview nachlesen.

Ganz zuerst wollte ich nämlich schreiben, dass sich der Ponyhof ganz wunderbar in jede Toilettenbibliothek zwischen die gesammelten Garfieldcomics und alten Wissenschaftsmagazinen sortiert, aber das würde ihm nicht gerecht werden. Zwar sind die mitunter lose zusammenhängenden Geschichten, obwohl sich manchmal ein roter Faden durch mehrere Stories zieht, Dank der wenigen Panels zügig gelesen und der Comic schnell wieder zur Seite gelegt, sind sie zu fesselnd und lustig umd das einfach so zu tun. Tatsächlich erwischt man sich schnell dabei, einen Großteil des Buches gelesen zu haben und man schon das zweite Mal müssen muss. Aber das kann man ja so nicht schreiben. Generell denke ich, dass man in Comicreviews und Nichtcomicreviews nichts über seine Verdauung schreiben sollte.

Dann war irgendwann Weihnachten und ich wollte euch davon überzeugen, dass der Ponyhof doch ein echt tolles Weihnachtsgeschenk sein könnte. Er ist nämlich so ziemlich wie dafür gemacht Leute an Comics heranzuführen, die damit bisher noch gar nichts zu tun hatten. Außerdem wäre er auch optimal als Geschenk für ein Schwiegerelter, weil er zwar extrem lustig ist, aber nie einen Humor bringt, für den man sich als Schenker rechtfertigen müsste. Ihr kennt doch alle dieses Dilemma, da bin ich mir ziemlich sicher. Aber weil der Ponyhof eben auch nicht nur zu Weihnachten ein tolles Geschenk ist und ich da keine Feiertagsfärbung einbringen wollte, habe ich das doch lieber sein lassen. Der Ponyhof ist nämlich immer ein schönes Geschenk!

Jetzt aber habe ich endlich den richtigen Aufhänger für dieses Sowaswieeinereview hier: Am Samstag nämlich gab Sarah nebst zwei anderen großartigen Comicszeichnern (Beetlebum und Flix) im Groben Unfug in Berlin eine Autogrammstunde und ich nutzte diese Gelegenheit nicht nur, um ihr mal die Hand zu schütteln (Hach!), sondern auch, um mir ganz für mich allein, ein Abbild Butterblumes in mein Exemplar zeichnen zu lassen.

Okay, wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, hätte ich mit meinen Wünschen (Es lief ja eher so: “Was darf ich dir denn da rein zeichnen?” – “Ähh… äähh… Irgendwas mit Butti?” – “Okay… irgendwas mit Butti…” – “Ich mag Butti!” – “Ja…”) doch noch etwas konkreter werden sollen. Butterblume in einem Batmankostüm, Butterblume als Indiana Jones, Butterblume beim Schachspielen. Erwähnte ich schon, dass ich Butti mag?
Allerdings wäre das vielleicht auch keine so gute Idee gewesen, habe ich doch aus ihrem Comic beispielsweise auch gelernt, dass Fans mit ihren Wünschen auch ziemlich nervig sein können. Jetzt jedenfalls liegt das Exemplar in Folie geschweißt und vakuumisiert in meiner “FASS DIESE KISTE AN UND ICH HACKE DIR DIE FINGER AB!”-Kiste und wird vermutlich erst in 20 Jahren aus Gefühlen der Nostalgie heraus wieder gelesen werden. So sind wir Sammler.

Schlußendlich bleibt mir da nur noch eins zu sagen: Ällabätsch!
(Okay, vielleicht auch noch: Kauft das! Es ist super! Oder lest ihren Webcomic!)