Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 18.01.2012
Künstler: Robert Kirkman, Greg Capullo, Todd McFarlane
Art: Softcover (enthält die Ausgaben 13-18)
Seiten: 132
Sprache: deutsch
Preis: 16,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Es gibt wieder einige blutige Szenen, die man vielleicht nicht jedem zumuten kann.
Rating: Sieben von zehn gespaltenen Köpfen

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Die mysteriöse Geschichte der beiden Brüder Daniel und Kurt Kilgore ging nun schon vor einer Weile in die dritte Runde. Wir erinnern uns: Kurt war bis zu seinem Tod ein Top-Geheimagent, während sein Bruder ein eher schlechter Priester war. Durch einen Unfall ist nun Kurts Geist an seinen Bruder gebunden und wenn sie aufeinandertreffen, verschmelzen sie zu dem übernatürlichen Wesen Haunt, das mittels schleimigen Krams Klingen und Seile bilden kann. Das ist alles ein bisschen eklig, aber auch ziemlich cool. Wie sich der dritte Teil der Serie nun zeigt, ob die Geschichte noch etwas zulegen konnte und welche Absurditäten hier auf uns warten, könnt ihr in folgender Review nachlesen.

Das Wesen Haunt ist nicht nur übernatürlich, sondern auch unnatürlich, was natürlich die Ordnung der Dinge stört. Daher tritt etwas namens Apparation auf den Plan, das diesen Umstand korrigieren will. Das Problem ist hierbei nur, dass lediglich Kurt das Wesen kann, das erstaunlicherweise nicht nur ganz ähnliche Kräfte, wie unser Haunt besitzt, sondern diese auch noch überragt. Ganz offensichtlich kann es kein gutes Ende nehmen, wenn das Wesen Kurt zu fassen kriegt, was aber genau geschieht, ist nicht ganz klar.

Spann uns doch nicht so auf die Folger! Was passiert denn?

Natürlich wird Kurt von dem Wesen gefasst, nachdem er ihm mehrmals entkommen konnte. Das führt aber nicht zu seinem endgültigen Tod, sondern viel mehr in eine irgendwie andere Dimension (sag ich mal so) die nur aus weiß und einer scheinbar omnipotenten Stimme besteht. Diese erklärt Kurt, dass sie ihn vor dem Wesen rettete, denn würde es ihn fassen, verschwände er im Nichts. Allerdings hat Kurt noch ein Schicksal zu erfüllen, weswegen die Stimme das nicht zulassen kann. Was für ein Schicksal das ist, erklärt sie natürlich nicht. Dafür könnte es aber recht nervig werden, wenn dieses Wesen ständig unseren Helden verfolgt, aber auch dafür gibt es natürlich eine recht pragmatische, aber doch nicht geahnte Lösung.

Und lohnt sich das? Wurde die Serie besser?

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch, dass ich den ersten Teil nicht wirklich gut fand, aber Potential sah, weswegen ich mir noch den zweiten Teil holte, der schon wesentlich besser war. Der dritte Teil setzt diese Entwicklung fort und auch, wenn die Geschichte ein bisschen seicht ist, macht sie doch sehr viel Spaß, was auch nicht nur an den expliziten Zeichnungen liegt, sondern vor allem auch an den ausgefallenen Ideen, die hier entwickelt werden. Aber das passiert wohl einfach, wenn zwei so namhafte Künstler wie Kirkman und McFarlane ihre Köpfe zusammenstecken.
Die Geschichte um das Wesen ist ja auch nur ein Teil der Story. Ein anderer, ebenso großer ist natürlich auch das Zwischenmenschliche Daniels, der quasi zwischen mehreren Frauen steht und emotional recht verwirrt zu sein scheint. Hinzu kommt noch der Dauerschurke Hurg, dessen Motive genauso unklar sind, wie die eigentliche Rolle des Auftragskillers Cobra. Hinzu kommt auch noch, dass die Organisation, für die Daniel und Kurt als Haunt arbeiten, auch nicht so ganz sauber zu sein scheint. Hier wird offenbar noch an mehreren Fronten einiges passieren.

Fazit: Ich mag die Serie immer mehr und bin wieder überrascht worden, was hier eigentlich alles möglich ist. Von den Schwächen des ersten Teils ist kaum noch etwas zu merken und ich bin schon echt gespannt, wo es die beiden Brüder hin verschlagen wird und was eigentlich der große Plan hinter der Geschichte ist. Dass es einen gibt ist ziemlich klar, aber was genau da passieren wird, kann man einfach nicht abschätzen.

Disclaimer: Danke an Panini für das Rezensionsexemplar!