Originaltitel: Zombies T2 – La Brièveté de la vie
Herausgeber: Splitter
Veröffentlicht: 01.01.2012
Künstler: Olivier Peru, Sophian Cholet
Art: Hardcover und größer als A4, beinhaltet aber den kompletten zweiten Band
Seiten: 48
Sprache: deutsch
Preis: 13,80€
U-Bahnlesetauglichkeit: Splittercomics sind ja mittlerweile berüchtigt für ihr U-Bahn-unfreundliches Format.
Rating: Eine gelungene Fortsetzung mit schönen und cleveren Ideen.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Splitter mit sehr ausführlicher Leseprobe.

Es ist bereits eine kleine Weile her, dass ich euch den ersten Teil dieser Serie vorgestellt hatte, der zwar so ganz in Ordnung, aber kein richtiger Knüller war. Bis das überraschende Ende kam, das den Comic zu einem echten Hingucker machte. Selten hat ein Ende einen Comic so sehr herausgerissen, ihn sogar allein dadurch lesenswert gemacht. Klar, dass ich mir da unbedingt noch mal den zweiten Teil anschauen musste. Ob dieser in seiner Länge etwas spannender ist, ob hier wieder das Ende alles trägt und was dort überhaupt passiert, könnt ihr in folgender Review nachlesen.,

Worum ging es nochmal?

Wir erinnern uns: Sam trifft mitten in der Zombieapokalypse auf einen kleinen, rauchenden Jungen, den er in Ermangelung an seine Tochter als Sohn annimmt, um sie mit ihm gemeinsam zu suchen. Während ihrer Reise treffen die beiden auf eine Gruppe Überlebender auf Schiffen, die eine neue Zivilisation auf einer Insel gründen wollen, wobei der Junge… also das kann ich nicht verraten, aber das es war ungeahnt, großartig und extrem überraschend.
Der zweite Teil setzt relativ locker daran an. Der Junge wurde schwer verwundet, ist zwar stabil, aber ihm drohen Infektionen und der behandelnde Arzt verfügt über keine entsprechenden Mittel. Klar, dass Sam welche organisieren wird. Aber das das ist noch lange nicht alles, was passiert.

Meeehr, meeehr!

Sam fliegt also mit seiner neuen Perle (sie nennt sich selbst so) und einem, der gegen das Zombievirus immun ist, los, um die medizinischen Vorräte zu organisieren. In einer alten Militäranlage finden sie dann ein Bild von Sams Tochter – auch sie ist gegen das Virus immun. Kurzerhand fliegt man weiter, findet die Tochter und dazu ein paar Soldaten und weitere immune Kinder, während die Überlebenden mit den Schiffen ihre Insel von Zombies befreien.
Was sie allerdings nicht wissen ist, dass ein für die neue Regierung arbeitender, relativ egozentrischer Wissenschaftler Geräte entwickelte, die für Zombies unangenehme Töne aussenden. Was allerdings wiederum dieser nicht weiß ist, dass die Zombies nicht nur dafür flüchten, sondern sich auch zusammenrotten und genau auf unsere Helden zuhalten. Dabei sprechen wir hier nicht von hunderten oder gar tausenden Zombies, sondern von Millionen. (Es gibt dazu eine ganz tolle Splashpage mit unseren Helden im Helikopter über der schwarzen Flut wandelnder Leichen – großartig!)

Und optisch so?

Optisch ist das alles natürlich auf dem selben hohen Niveau, wie auch schon der Vorgänger, allerdings aufgrund der Motive noch ein bisschen beeindruckender. Sei es die genannte Zombiehorde, die sich unaufhaltsam durch das Land schiebt, die schwimmenden Zombiemassen, die eine Flotte attackieren oder schlicht die offnen Wunden, die sich mit sich herumschleppen. Aber auch lebende Menschen sehen toll aus, lebendig und voller Farbe und stehen im krassen Gegensatz zu den verrotteten Toten.

Komm, hat das Ende auch schon wieder so einen fiesen Cliffhanger?

Ich möchte es euch natürlich wieder nicht verraten, aber jein. Dieses Mal ist er nicht ganz so überraschend, arbeitet die Gesichte doch ziemlich gut darauf hin. Trotzdem hat sie ein schönes, fast befremdlich friedliches Ende einerseits, aber panische Ausweglosigkeit andererseits. Das funktioniert ziemlich gut und macht schon wieder gierig auf dem dritten Teil.

Fazit: Der erste Teil hatte seine Längen, aber ein tolles Ende. Der zweite Teil hier ist grundsätzlich sehr zügig und hat ein okayes Ende. Wenn ihr den ersten Teil mochtet und generell nichts gegen Zombies habt, kommt ihr an dem zweiten Teil vermutlich auch nicht vorbei. Hattet ihr den ersten Teil allerdings nicht gelesen, macht auch der zweite wenig Sinn. Was erzähl ich hier also eigentlich? Hattet ihr den ersten, werdet ihr doch eh den zweiten lesen. So läuft es doch immer. Hier allerdings kann man das wunderbar akzeptieren.

Disclaimer: Vielen Dank an Splitter für das Rezensionsexemplar!