Originaltitel: Vampirella – Die alten Götter
Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 19.06.2012
Künstler: Eric Trautman
Art: Softcover
Seiten: 172
Sprache: deutsch
Preis: 19,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Dank des Covers wird man ein bisschen komisch beäugt.
Rating: 3 von 4 leider stumpfen Pfählen. 

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Jeder kennt sie oder zumindest haben schon einmal die meisten von ihr gehört: Vampirella. Die überaus ansehnliche Vampirin, welche die Menschen vor anderen Vampiren und wesentlich schlimmeren Ungeheuern beschützt. Aber wo kommt die Gute eigentlich her? Es gibt ja mehrere Versionen ihrer Origin, die alle etwas miteinander zu tun haben, aber doch grundsätzlich unterschiedlich sind. Wie das jetzt aktuell ist, ob das nun besser ist und wie lesbar das alles ist, erfahrt ihr in folgender Comicreview.

Aber wo kommt denn die Gute nun her?

Wie bereits gesagt gibt es mehrere Origins der Vampirin, die, bevor der Comic beginnt, nochmal kurz in einem kleinen Einleitungstext zusammengefasst werden. Zuerst war es wohl so, dass Vampirella vom Planeten Drakulon stammte, wo Blut in Flüssen durch die Gegend floss, die aber bald alle versiegten. Nach dem Besuch von ein paar irdischen Astronauten stellen die Drakulonier fest, dass Blut ja in menschen vorkommt und Vampirella wurde auf die Erde geschickt, um etwas davon zu sammeln, um Drakulon zu ernähren. Vampirella aber blieb auf der Erde, um die Menschen vor den Vampiren zu schützen. Später war es dann so, dass Vampirella von Lilith, der ersten Frau Adams, geschaffen wurde, um die Menschheit vor Vampiren zu schützen, die sie auch geschaffen hatte, und Drakulon nur der Teil der Hölle war, in dem Lilith lebte und nicht mehr als ein Traum war. In diesem Buch wird das nochmal hinterfragt, um das ganze noch ein bisschen verwirrender zu machen.

Und worum geht es genau?

Eigentlich genau darum, aber auch um Drakula, der ja der eigentliche Obervampir ist und eigentlich immer etwas plant, was gar nicht gut sein kann. Es stellt sich heraus, dass eine von Drakulas liebsten von einem Parasiten infiziert ist, der sich als viel mehr herausstellt – als eine Art uraltes Wesen, das nach einer Königin sucht, um die Erde bzw. das ganze Universum zu erobern. Klar, dass die Wahl auf Vampirella fällt, nachdem sie von Drakula verraten wurde. Glücklicherweise aber hat sie einen Sidekick, den sie während einer Vampirparty rettete und der sie nicht mehr verlassen möchte.

Und optisch?

Optisch ist, ihr habt es erraten, Vampirella natürlich ein Schmuckstück, so sie denn ihr typisches Outfit trägt, was leider viel zu selten vor kommt. Der Rest der Grafiken kommt mir irgendwie verworren und auf subtile Art sehr unnatürlich vor, was in diesem Fall leider nichts Gutes heisst. Es ist unschön überzogen, viel zu überladen und bis auf die Cover, die von J. Scott Campbell gezeichnet wurden, auch nicht so richtig schön. Das ist ein bisschen schade, weil auch die Story gar nicht so richtig zu überzeugen weiß. Es ist bestenfalls Mittelmaß.

Fazit: Eigentlich sollte das mein Einstand in die Vamirellamythologie werden, wollte ich mich mit der Vampirin doch schon immer mal etwas mehr beschäftigen. Leider aber ist das gar nicht geglückt, weil mir die Story ein bisschen trivial und langweilig vorkommt und wie, als hätte man sich reichlich bei den Werken von H.P. Lovecraft bedient. Das ist ein bisschen schade und stellenweise vielleicht auch unnötig. Ich fand das alles leider wirklich nicht so gut.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.