Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 24.07.2012
Künstler: Daniel Way
Art: A4 Softcover (enthält Deadpool #33.1 und Deadpool #36-37)
Seiten: 68
Sprache: deutsch
Preis: 5,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Zeigt den Leuten Deadpool!
Rating: HULK HAPPY!

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, leider ohne Leseprobe.

Der Merc with a mout ist zurück. Dieses mal allerdings nicht, wie noch zuvor, im Weltraum, sondern endlich wieder auf irdischen Gefilden. Zuletzt konnten wir ihn ja dabei beobachten, wie er einen mürrischen Planeten sprengte, mit dieser Heldentat aber nicht glücklich wurde, erfuhr doch niemand auf der Erde davon. Klar, dass unser Held dann dringend wieder auf die Erde muss, um dort zu dem Held zu werden, den wir brauchen, aber nicht verdienen. Wie das funktioniert, ob DP es schafft und wie ich das alles fand, erfahrt ihr in folgender Review.

Worum geht es denn genau?

Das Heft teilt sich wie so oft in verschiedene Geschichten, was mit einer Ausnahme auch okay ist. Weil das Heft in Deutschland eben die Serie aus den USofA in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht, kommt es am Ende zu einem Cut, quasi einem Cliffhanger, der schlimmer kaum sein könnte. Hier tritt DP nämlich gegen Hulk an, da er der einzige zu sein scheint, der Deadpool wirklich töten kann. Auf diese Idee kommt er im Heft zuvor, in dem er erkennt, dass seine einzigen Freunde die sind, die ihn töten wollen, und dass seine wahren Freunde jene sind, die es auch schaffen. Als Wade nämlich auf die Erde zurückkehrt, warten dort schon einige alte Bekannte, allen voran auch der totgeglaubte Macho Lopez, um Rache an ihm zu üben. Besonders toll ist hier natürlich die offensichtliche Massenschlägerei, die besonders effektvoll in Szene gesetzt wurd (habt ihr schon mal gesehen, wie jemand mit Handgranaten gefüllt wird? Kann man sich daran überhaupt sattsehen? Sprechender Mais? Erinnert ihr euch noch an Bob aus den Anfangszeiten der Serie?).
Das Heft zuvor hat mit alledem allerdings gar nichts zu tun und spricht auch gar nicht weiter an, dass Deadpool zu Zeit ja eigentlich in den Weiten des Weltraums unterwegs sein müsste. Darin wird er allerdings von zwei zwielichtigen Unternehmern angeheuert ein Wohnhaus von einem Superschurken zu befreien. Dieser Schurke ist niemand geringeres als Wrecker, der es mit seiner verzauberten Brechstange auch schon mit allen Avengers gleichzeitig aufnahm. Ziemlich schnell stellt DP aber fest, dass die Unternehmer nur ihre monetären Interessen im Sinn haben, während das Haus neben Wrecker von netten Leuten bewohnt wird, die ohne ihn obdachlos würden. Also entschliesst sich Deadpool das richtige zu tun. Ehrlich. Er tut das richtige.

Und wie war das alles so?

Die erste Geschichte, in der er auf Wrecker trifft, ist ganz schön großartig. Sie spricht allbekannte, reale Probleme an und zeigt, dass DP eben doch noch irgendwo ein Herz hat. Außerdem sehen wir eine herrliche Zerstörungsorgie und gezeichnet ist das wirklich wieder herausragend. Allein die Stellen in denen sich DP zuerst gegen Wrecker rüstet und später, wie er unzählige Verletzungen davon getragen hat.
Die zweite Story ist natürlich auch großartig. Sie zeichnet sich nicht nur durch viel Action, sondern auch durch eine gewisse Logik aus, die man wohl so nur Deadpool abnehmen kann. Immerhin will er gemocht und getötet werden – das versuche mal bei einem anderen Helden. Die dritte Geschichte schließt direkt an diese Storyline an und ist in etwa im selben Stil und sogar mit einem kleinen Cameo von Wolverine, der DP natürlich nicht töten möchte, was ihm wohl aber auch niemand verdenken könnte. Aber allein der Plan den Hulk so lange mit Bomben zu reizen, bis dieser wütend genug wird, um mit ihm zu kämpfen ist großartig und witzig.

Fazit: Deadpool ist wieder unglaublivh gut, spaßig, witzig, actionreich und dieses mal auch wieder voller popkultureller Anspielungen, wie seinem Twitter-Account (@RealDeadpool) oder Leroy Jenkins. Dies ist auch wieder ein Heft, bei dem man getrost neueinsteigen kann, so man das denn nicht schon lange auf mein Anraten getan hat.