Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 12.02.2013
Künstler: Geoff Johns, Peter Tomasi, Doug Mahnke, Fernando Pasarin
Art: A4 Heftchen (enthält “Green Lantern” #9, “Green Lantern Corps” #9)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Nur, wenn ihr dringend Freunde braucht.
Rating: Es wird besser und besser!

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini mit Leseprobe beimycomics.

Als wir unsere Helden das letzte mal verliessen, waren Sinestro und Hal Jordan gerade auf der Heimatwelt des mysteriösen Indigo Stammes gestrandet, während Sinestro zu einem von ihnen gewandelt wurde und Hal mit seiner Pseudoringenergie einfach nur versuchte nicht zu sterben. Auf der anderen Seite des Universums, genauer gesagt im Zentrum, hadert John Stewart immer noch mit den Folgen seines notwendigen Mordes an der anderen Green Lantern, die ein strategisch wichtiges Geheimnis unter Folter verraten wollte. Wie es mit unseren Recken weiter ging, was das Geheimnis des Indigo Stammes ist und, am wichtigsten, wie ich das alles fand, erfahrt ihr in folgender Review.

“Green Lantern” #8

Wir erinnern uns: Hal flüchtete vor den Fängen der Indigos zu einer überraschend genauen Nachbildung von Abin Sur, während Sinestro nicht so ein Glück hatte. Ziemlich genau da geht die Story auch weiter, trifft Hal nach einer weiteren Flucht auf den weisen Natromo, den Hüter des Indigo-Lichts. Dieser erzählt ihm, dass der Planet Nok, auf dem sie sich befinden, einst von Invasoren angegriffen und die Bevölkerung verschleppt wurde. Abin Sur half und entdeckte das Indigo-Licht. Etwas Erinnerung an die Green Lantern Mythologie später (Abin Sur sah ja die Blackest Night voraus) wissen wir auch, dass die BN nur der erste Schritt zur Vernichtung des Corps war, die wahre Bedrohung aber innerhalb dessen liegt und sich “Die Wächter des Universums” nennt. Dass die kleinen, blauen Zwerge mittlerweile ganz schöne Ärsche wurde, wissen wir ja – dass Abin das aber vorher wusste ist wirklich überraschend.
Jedenfalls lässt einen das Licht Mitgefühl empfinden und so zog Abin los die schlimmsten Verbrecher des Universums zu finden, die dann, nach dem sie die Ringe anlegten, erstmal eine Weile über ihre Taten weinen müssen. Darunter befindet sich jetzt auch Sinestro und wir sehen in Rückblenden einige seiner Greatest Hits in neuem, ziemlich verstörendem, Gewand.
Als Hal diesem Natromo aber erzählt, dass Abin lange tot ist, schaltet er das Licht einfach aus und der Indigo Stamm wird, was er eigentlich ist – zu einer Bande Verbrechern.

“Green Lantern Corps” #9

Im letzten Heft stießen die Alpha Lanterns, diese abscheulichen Mischungen aus Manhunter und GLC-Mitglied, zu der kleinen Barschlägerei dazu, die Guy Gardner anzettelte. Natürlich wollten die Lanterns John nicht mit ihnen gehen lassen, allerdings spielten sie den Leuten noch mal seine Tat vor und John fand sich dort wieder, wo er schon öfter stand: Im Gerichtssaal. Guy versucht ihn, auch vor den arschigen Wächtern, zu verteidigen – allerdings sind die Beweise erdrückend und John wird zum Tode verurteilt. Eigentlich ist das ja auch das, was er wollte, wenn wir da alle ehrlich sind.

Fazit: “Green Lantern” war wirklich erstaunlich überraschend, da allein die Flashbackszene von Sinestro äußerst derbe war, sieht man so ein Kind mit Sprengstoffgurt doch eigentlich nur sehr selten in Comics. Aber auch die Geschichte, wie der Indigo Stamm entstand und welche Gefahr eigentlich von den Wächtern ausgeht (etwas, das Sinestro schon seit 30 Jahren erzählt) ist unglaublich spannend und könnte vermutlich eine sehr schöne Story führen, die dann später als “Third Army” bekannt sein wird. Da freue ich mich schon sehr drauf, habe ich das doch im englischen Original gar nicht verfolgt.
Die Geschichte um John Stewart in “Green Lantern Corps” hat ihre Stärken, ist gerade aber ein bisschen schwach. Alledings wurde die Geschichte hier auch nur über zwei Ausgaben aufgebaut und wird vermutlich im nächsten Heft wieder wesentlich spannender werden. Davon ist auszugehen.
Alles in allem mag ich das Heft aber gerade wieder sehr, wird es doch wirklich immer spannender.