ANTMANSEASONONE_440Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 25.06.2013
Künstler: Tom DeFalco, Horacio Domingues
Art: A4 Softcover (enthält komplett “Ant-Man Season One”)
Seiten: 116
Sprache: deutsch
Preis: 14,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Die Welt kennt Ant-Man ja noch gar nicht.
Rating: 3 von 5 Ameisen verrichten tapfer ihre Arbeit, 2 drehen sich sinnlos im Kreis.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, leider ohne Leseprobe.

Die “Season One”-Bände, die Marvels bekanntere und weniger bekannte Helden in den Fokus der geneigten Leserschaft rücken, sind ja immer sehr gut dazu geeignet uns alle auf ein gleiches Level zu heben, was den Charakter angeht. Dieses Mal geht es um Ant-Man, der nicht nur die Fähigkeit besitzt, seine Größe in beide Richtungen zu ändern, sondern eben auch mit Ameisen zu reden, wodurch er ja seinen Namen hat. Aber wie begannen eigentlich die Abenteuer dieses umstrittenen Helden? Und wird seine nicht ganz saubere Vergangenheit auch in diesem Band erwähnt? Dies und vieles mehr erfahrt ihr in folgender Review.

Also der Film, ja?

Wie wir ja alle wissen ist der großartige Edgar Wright gerade damit beschäftigt, einen Film zu diesem Helden zu drehen, wobei da meines Wissens nach gerade weder die Existenz des Castings noch des Drehbuchs bekannt ist. Nichtsdestotrotz ist es daher trotzdem eine gute Sache schon vorher zu wissen, was es mit dem Helden eigentlich genau auf sich hat, wer er ist, wo er herkommt und was ihn antreibt.
Tatsächlich beginnt die Geschichte mit dem Tod der Freundin von Hank Pym, unter dem er sehr schwer leidet, sogar eine Therapie besuchen muss. Statt ihm allerdings beim Genesungsprozess zu unterstützen drängt Hanks Vater ihn wieder für ihn zu arbeiten und seine Forschung fortzusetzen. Aufgrund des Attentats, bei dem eben seine Freundin umkam, ist Hank mittlerweile äußerst paranoid geworden und kann nicht nur nicht seinem eigenen Vater, sondern auch auch nicht seinem Chef Elihas Starr vertrauen, der in Fachkreisen hochangesehen ist, aber ganz offensichtlich so Einiges zu verbergen hat. Ihm zur Seite gestellt wird Bill Foster, von dem er glaubt, dass er ihn nur ausspionieren soll, während er seine Arbeit an den Pym-Partikeln, die Dinge schrumpfen und wachsen lassen, fortsetzen soll. Gerade jedoch, als er einen wichtigen Fortschritt erzielt, wird ihm von den Schlägern in Wachmannuniform, geschickt von Starr, aufgelauet, die ihn töten und Starr seine Erfindung bringen sollen. Hank wird geschrumpft, kann gerade so flüchten, muss sich nun aber der Welt in Miniaturform gegenüberstellen.

Puh, und das nur auf den ersten paar Seiten!

Tatsächlich ist das wirklich nur der erste kleine Teil der Geschichte, muss Hank doch noch den Helm bauen, den seine Freundin erfand, damit er mit Ameisen reden kann, die ja bekanntlich, pseudowissenschaftlich belegt, mittels Fühlerzucken kommunizieren. Außerdem Rache, denn Starr ist nicht ganz unschuldig an dem, was Hank Pym alles zugestoßen ist, zumal er auch noch nach viel mehr strebt, wie es sich für einen Schurken eben so ziemt.

Kleine Ameisen und Riesenbienen?

Wie wir das ja mittlerweile von dieser Serie gewohnt sind, gehören die Zeichnungen nicht unbedingt zu den schönsten oder aufwändigsten. Aber sie sind nett, klar, äußerst bunt und ganz gut getroffen. Sie helfen der Story zwar nicht, behindern sie aber ebenso wenig. Sie sind zwar mitunter schön detailiert, wirken aber wie diese modernen Cartoons, die man momentan den Kindern andrehen möchte. Meckern kann man da eigentlich nicht, aber man hat schon viel besseres gesehen.

Fazit: “Ant-Man – Season One” ist kein herausragender Comic, aber trotzdem ein sehr guter. Er handelt von den Bemühungen Hank Pyms seine Paranoia zu bestätigen und seine Verluste zu verarbeiten, während er mehr und mehr zu dem Helden wird, der später Gründungsmitglied der Avengers wird. Die Szenen in denen riesige Ameisen gegeneinander kämpfen sind ein bisschen abgefahren, passen aber wunderbar in die Welt, die dieser Comic schuf, während Ant-Man versucht die finsteren Machenschaften seines Arbeitgebers aufzudecken und zu unterbinden. Trotzdem muss man sagen, dass es schon bessere Comics in dieser Reihe gab, obwohl dieser hier im Großen und Ganzen (pun intended) ziemlich solide ist, am Ende etwas hektisch, am Schluss aber doch recht gut.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.