SPIDERMANSONDERBAND50JAHRE_SC_916Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 18.06.2013
Künstler: Tom DeFalco, Roger Stern, Mark Waid, Roberto De La Torre, Damion Scott, Carlo Barberi
Art: A4 Softcover (enthält “Peter Parker: Spider-Man” #156.1, “Sensational Spider-Man” #33.1-33.2, “Web of Spider-Man” #129.1-129.2, “Amazing Spider-Man” #692 (IV), “Amazing Spider-Man” #628 (II))
Seiten: 148
Sprache: deutsch
Preis: 16,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Bei Spider-Man leuchten Kinderaugen.
Rating: 3.5 von 5 Spinnebeinchen.

Kaufbar bei Panini, mit Leseprobe beimycomics.

Bei Spier-Man bin ich persönlich immer äußerst vorsichtig. Obwohl ich die Figur sehr mag und auch seine Entwicklungen via Sekundärliteratur verfolge, haben mich die Geschichten leider nur in den seltensten Fällt wirklich gepackt. Die ganz alten Geschichten aus den 70ern und 80ern, ja, gerne. Aber Neueres, obwohl schon irgendwie schön, leider nur sehr selten und auch nicht beständig genug, um da wirklich aufmerksam eine Serie zu verfolgen. Jetzt feiert die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft dieser Tage aber auch ein Jubiläum, gibt es ihn doch tatsächlich schon seit nunmehr 50 Jahren. Aus diesem Anlass hat Panini mal ein paar kurze Geschichten gesammelt und in einem Sonderband zusammengefasst, damit wir mal einen kleinen Überblick bekommen, was hier so geschieht, und wer die Spinne heute eigentlich ist. Wie ich das fand und ob ich es empfehlen kann, erfahrt ihr in folgender Review.

Spider-Man, Spider-Man, does whatever a spider can!

Darunter zählt nicht nur das Spinnen von Netzen, das Fressen von Fliegen und das Wändehochkrabbeln, sondern eben auch die Verbrechensbekämpfung, das Reissen von markigen Sprüchen und das Leiden unter dem Verlust seines Onkels, der jetzt wie lange her ist? Ach ja, vermutlich 50 Jahre. Jedenfalls hat Panini jetzt ein paar Geschichten um die Spinne gesammelt, die so wohl unterschiedlicher kaum sein könnten. In einer legt er korrupten Bauunternehmer das Handwerk und rettet gleich noch ein paar illegale Einwanderer und Schwarzarbeiter vor dem sicheren Tod, in einer anderen bittet ihn sein altes Team, die Brooklyn Avengers (die leider weitaus weniger cool sind, als die anderen Avengers), um Hilfe, weil einer nach dem anderen wegstirbt und in den beiden folgenden Geschichten erleben wir, wie es wirklich ist, Peter Parker zu sein. Hint: Anstrengend, ständig pleite und ständig zu spät kommend, weil Leben rettend.
Die Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein, aber genau das macht an den Band auch Spaß, da wir einen guten Querschnitt durch die verschiedenartigsten Abenteuer erhalten.

Und sein Kostüm ist immer rotblau?

Das ist eben Spider-Man, dafür wechselt der Stil natürlich mit den Zeichnern. Während die erste Geschichte weitestgehend realistisch ist, ist die zweite schon etwas übertrieben und karikiert dargestellt, während die dritte diesen Weg auf eine ganz andere Weise bestreitet und die vierte wieder realistischer ist. Das ist dann auch sehr schön anzuschauen und fordert den Leser auf ganz verschiedene Weisen. Einzig das Cover ist etwas irreführend, zeigt es doch viele große und bekannte Namen, die mal mit der Spinne zu tun hatten, während die eigentlichen Autoren ja ganz andere sind und vielleicht nur ganz klein auf dem Cover stehen. Das ist etwas irreführend, sollte einen aber auch nicht abschrecken.

Fazit: Die Spinne macht schon Spaß, davon sollte man ausgehen. Aber sie steht und fällt eben auch mit den Autoren und hier haben wir das Glück recht gute zu haben, die auch spannende Geschichten und Alltägliches erzählen, gezeichnet von sehr guten Künstlern. Es ist nicht langweilig, aber man sollte auch nicht auf die A-List-Feinde der Spinne hoffen. Aber um die Schurken ging es bei Spider-Man ja eh nie, sondern mehr um sein Bestreben sein Pleiteleben als Peter Parker und sein Heldenleben als Spider-Man irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Und da ist, wie ich jetzt schon mehrfach betonte, dieser Band ein ziemlich guter Einstand für den Leser.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.