CABLE26DEADPOOL2_SC_411[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 23.07.2013
Künstler: Fabian Nicieza, Patrick Zircher
Art: Softcover (enthält “Cable & Deadpool” #7-12)
Seiten: 148
Sprache: deutsch
Preis: 16,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Na klar, da macht euch mal keine Sorgen.
Rating: Alle Superhelden reden wirr durcheinander, sind sich aber einig, dass er Comic sehr gut ist

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, mit Leseprobe beimycomics.

Die Serie, die ich aufgrund der Cover nie so richtig ernst nehmen konnte (Hier die Review zu Teil 1), inhaltlich aber total gut war, geht Dank Panini in die zweite Runde und zeigt uns das eigenartige Verhältnis zwischen Cable, dem Mutanten aus der Zukunft, und Deadpool, dem irren Söldner, und wie beide zusammen wieder einmal die Welt retten. Wie geanu, ob die Serie tatsächlich noch ihren Standard halten kann und ob die Cover weiterhin so schlecht sind, erfahrt ihr in folgender Review.

Sind sie so schlecht?

Die Covergalerie am Ende des Comics sagt leider, dass sie weiterhin so schlecht sind. Dafür ist die Geschichte aber ganz schön gut und die Zeichnungen des Comics sind auch total klasse. Aber das seht ihr ja in der Leseprobe.
Die Geschichte erzählt, wie Cable eigentlich nur die Welt retten will, von allen aber falsch verstanden wird und gerade Deadpool derjenige ist, der ihm beisteht und ihm vertraut. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber wenn Deadpool der einzige wäre, der mir vertraut, hätte ich echt große Befürchtungen, dass ich der bin, der falsch liegt.
Jedenfalls ist Cable so gut wie allmächtig und verfügt über ausgeprägte telepathische und telekinetische Fähigkeiten, sowie über modernste Technologie, und benutzt diese, um überall auf der Welt für Ordnung zu sorgen. Er beendet Kriege, hilft bedürftigen und wird dabei natürlich naturgemäß von den Obrigkeiten, darunter vor allem S.H.I.E.L.D., mit Argwohn betrachtet. Vielleicht auch, weil er droht, alle Raketen der Welt in die Sonne zu werfen, wenn die Leute nicht freundlicher zueinander sind. Währenddessen baut er aber auf seiner schwebenden Stadt einen Zufluchtsort für alle schlauen Leute, die dort in Ruhe und Frieden an der Verbesserung der Welt forschen wollen.
Allerdings spielen auch die X-Men eine Rolle, heuern diese doch Deadpool an, der Teile eines Miniteleporters stehlen soll, damit man Cable im Falle des Falles ausschalten kann. Zusätzlich wird dann auch noch ein Team gegründet, das in seine fliegende Stadt eindringen soll, um zu erforschen, was er da eigentlich treibt. Darunter zum Beispiel auch Domino, von der ich mal viel mehr lesen sollte.

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Oh Gott ist das alles verwirrend!

Das stimmt, aber in der Comicbranche nennen wir es ‘Tiefe’ oder ‘Komplexität’. Auf jeden Fall macht das so ziemlichen Spaß, zumal die Geschichte auch noch ziemlich gut mit einem zeitungsinterview verknüpft wird, das Cable offenbar seiner Journalistenfreundin gab. Darin wird ziemlich schnell klar, dass Cable so ziemlich genau alles durchgeplant hat, aber beispielsweise den Silver Surfer vergessen hat. Ja, der macht dann da auch noch mit. Und sein Techno-Virus macht auch noch Probleme. Und sowieso ist das zeitweise so aussichtslos, dass man fast schon glaubt, diese Welt sei es gar nicht wert gerettet zu werden. Immerhin heisst da einer der mächtigsten Mutanten Cyclops, wie Königsbergerclops, und darüber wird sich viel zu selten lustig gemacht.

Niemand mag Cyclops…

Das stimmt. Was ich aber mag ist der Comic, der mich echt überrascht hat. Tatsächlich eher aus der Warte heraus, dass ich nicht gedacht hätte, dass er wirklich gut ist, am Ende aber sogar sehr super war. Und weil die Geschichten alle schon ein paar Jahre älter sind (die Serie wurde twischen ’04 und ’08 veröffentlicht, Panini bringt sie gerade zum ersten Mal auf deutsch), dienen sie auch gut dazu zu erkunden, wo Deadpool eigentlich herkommt.

Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar