WOLVERINESEASONONE_SC_138[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 23.07.2013
Künstler: Ben Acker, Ben Blacker, Salvador Espin
Art: Softcover (enthält komplett “Wolverine: Season One”)
Seiten: 116
Sprache: deutsch
Preis: 14,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Wolverine mögt ihr doch alle.
Rating: 2 von 5 Snikt!

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Die Origin um Wolverine gehört wohl zur bekanntesten im Marvel-Universum. Trotzdem wird man nicht müde, davon zu erzählen und darüber zu lesen, weswegen die “Season One”-Serie sich jetzt dieses Helden annimmt und seine Vorgeschichte nochmal neu erzählt. Natürlich ist vieles altbekannt, anderes wurde aber neu interpretiert und einiges wurde nochmal weiter aufpoliert. Erfahrt also in folgender Review wie Wolverine an sein Kostüm kam, welches seine ersten Gegner waren und wo er überhaupt herkommt und warum.

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Wer ist denn nun also dieser Wolverine?

Ein junges Pärchen möchte nur friedlich in den kanadischen Wäldern zelten, als furchtbares Getöse durch die Baumreihen schallt. Als das Paar der Sache auf den Grund geht, sehen sie einen verwilderten Typen, mehr Tier als Mensch, im Kampf mit einem Furcht einflößendem, riesigen Wesen, gehüllt in weißes Fell. Der Mensch unterliegt im Kampf und das Pärchen will ihm helfen, schafft ihn zur Pflege in ihre Hütte und stellt fest, dass seine Wunden erstaunlich schnell verheilen.
Natürlich ist es unser Wolverine, der durch die kanadischen Wälder streifend fast seine ganze Menschlichkeit verlor. Zufälligerweise handelt es sich bei dem Pärchen um fähige Wissenschaftler, die für die kanadische Regierung an einem eigenen Supersoldatenprogramm forschen, um im Falle des Falles den USA und ihrem Captain America Paroli bieten zu können. Da kommt ihnen ein Wesen wie Wolverine natürlich ganz recht, stammt er doch aus einem lange aufgegebenen Programm.
Wolverines Problem ist nur, dass er öfter mal in den Tiermodus schaltet. Er schafft es zwar mit viel Übung wieder mehr Mensch zu werden, doch kaum droht Gefahr, legt er einen inneren Schalter um und rastet völlig aus, was natürlich alle Anwesenden in größte Gefahr bringt. Hinzu kommt auch noch, dass er ein Auge auf seine Mentorin, die Lady des Pärchens, geworfen hat, was dem Ihm des Paares natürlich nicht so gefällt. Eifersucht ist stark und der Typ (ich habe es heute nicht so mit Namen, Entschuldigung) forciert seine Energien auf das Supersoldatenprogramm, an dessen Ende eine Art Superrüstung steht.
Und dann kommt auch noch der Hulk ins Spiel, der zufälligerweise durch den hohen Norden wütet und die Chefin der Forschungseinrichtung brauch zudem auch noch ein paar Proben von Wendigo für ihre Experimente. Und was ist schon eine Wolverinegeschichte, in der nicht auch noch Sabretooth auftaucht? Richtig, gerade mal eine halbe.

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Das klingt komplexer als andere Geschichten aus der “Season One”-Reihe.

Tatsächlich treffen hier viele Dinge aufeinander, was vermutlich auch daran liegt, dass die Autoren Ben Acker und Ben Blacker versierte Serienautoren sind und sich mit “Supernatural” einen Namen machten. Zwar verfügt der Comic nicht über den Witz der Serie, dafür aber eben über die Komplexität. Es ist halt nicht zu viel, um nicht mehr durchzusehen, aber auch nicht so seicht, dass man noch seine Knöchel sehen kann.
Besonders interessant wird es aber eigentlich, wenn es um die Beziehungen der Charaktere untereinander geht. Der Typ ist eifersüchtig auf Logan, weil der seine Freundin angräbt. Deswegen schmeißt er sich in Schale und geht mit Sabretooth, der Wolverine ja auch nicht sonderlich leiden kann, auf einen Auftrag, um Wendigo zu erlegen, was Wovlerine verhindern kann und zwischenzeitlich prügelt man sich mit dem Hulk. Als Sabretooth Wolverine vor die Wahl stellt, ob er Wendigo oder das Mädchen retten will, hat man auch endlich eine Situation geschaffen, die nur Helden lösen können.

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Und optisch so?

Ich mag es immer, wenn Wolverine nicht zu weich gespült dargestellt wird und sehr nah am Tier ist, das er ja eigentlich ist. Hugh Jackman hin oder her. Das haben wir hier, ansonsten ist der Rest aber auch wirklich schön, äußerst ausdrucksstark und schön detailiert. Es gibt einige nette Szenen, wie beispielsweise jene, in der sich Wolverine sein neues Outfit aussucht oder in traumatösen Erinnerungen schwelgt.

Fazit: Man kann es schon lesen, obwohl es vermutlich auch viel bessere Wolverine-Stories gibt. Mindestens “Wolverine Origins” (nicht der blöde Film) und “Old Man Logan”. Allerdings kann man auch nicht sagen, dass er schlecht sei. Er reiht sich eben super in die “Season One”-Serie ein, ohne daraus hervor zu stechen.

Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.