WOLVERINEUNDDEADPOOL2_Heft_625[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 06.08.2013
Künstler: Paul Cornell, Gerard D. Duggan, Brian E. Posehn, Alan Davis, Tony Moore
Art: Heftchen (enthält komplett “Wolverine” #2 und “Deadpool” #2)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Wolverine zur Tarnung, Deadpool für den Spaß!
Rating: 2 von 6 Klingen für Wolverine, aber 2 von 2 für Deadpool

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Als wir unsere Helden das letzte Mal begleiteten, lag eigentlich alles im puren Chaos. Wolverine verfolgte gerade ein Kind, das von einer fremden Entität besessen war und die vorher vom Vater des Jungen besitz ergriff. Interessanterweise scheint diese Entität irgendwie mit einer mysteriösen Waffe verknüpft zu sein, die auf ziemlich effektvolle Weise Menschen einäschert.
Am anderen Ende des Betrachtungsspektrums versucht Deadpool gerade, beauftragt von S.H.I.E.L.D. (das werde ich in Zukunft nicht mehr mit den Punkten schreiben!), Zombiepräsidenten zu töten, die von einem Nekromanten wiederbelebt wurden. Eigentlich sollten sie nur die Welt retten, jetzt wollen sie sie allerdings erobern oder töten oder so. Was man als Zombie eben so mit der Welt macht. Wie es weitergeht erfahrt ihr natürlich nur hier! (Oder im Comic)

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Wolverine #2

Blöderweise steckt diese Entität jetzt in dem Jungen, der Wolverine ganz schön vorführt, während er sich von ihm durch die Straßen jagen lässt und mit seiner Wunderwaffe munter Menschen einäschert. Allerdings ist auch Wolverine öfter mal das Ziel des Wesens und wir lernen, dass die Waffe noch viel mehr kann, als desintegrieren – man kann damit nämlich auch in verschiedenen Farben schießen und Wolverine ein ‘ARGH’ (rot), ‘AHHH’ (blau) und ‘UNGHHHH’ (gelb) entlocken. Kaum hat Wolverine den Knaben auf dem Gerüst eines im Bau befindlichen Hauses gestellt, springt er kurzerhand in den sicheren Tod. Aber keine Sorge, er stirbt nicht und landet, von dem Wesen befreit, im Krankenhaus, als auch schon Nick Fury mit S.H.I.E.L.D. (jetzt hab ich es doch getan) auftaucht. Dem aber noch nicht genug steht auf einmal auch noch The Watcher auf der Matte.

Deadpool #2

Präsidententöten ist zwar ein sehr witziges Hobby, allerdings kommt man ja viel zu selten dazu. Außer man ist Deadpool und sieht sich so ziemlich jedem amerikanischen Präsidenten gegenübergestellt, den man irgendwie benennen kann. Glücklicherweise ist Thomas Edison da noch der netteste, allerdings ist er auch ein (aufgrund seiner Errungenschaften um die Elektrizität – fragt nicht) ein Geist, der immer wieder mal auf der Erde herumhängt, aber von niemandem gesehen werden kann. Willkommen zurück, schizophrene Kopfstimme Nummer 1. Einen Freund hat er allerdings auch bitter nötig, haben einige der Präsidenten den Nekromanten, der eigentlich nur die Welt retten wollte, gezwungen, noch viel mehr Leichen auferstehen zu lassen.
Zunächst muss sich Deadpool allerdings um Teddy Roosevelt kümmern, der im Zoo auf Großwildjagd ist. Und das ist tatsächlich das lustigste, was ich seit langem in einem Deadpool-Comic sah. Ich weiß nicht, ob das lustigste ist, wie Deadpool von einem Elefanten aufgespießt wird oder wie er jenen Elefanten am Ende abfackelt. Auf jeden Fall ist es ein Fest der guten Laune!

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Fazit: Ich kann einfach nicht verstehen, warum man zum einen Wolverine und Deadpool zusammen in einen Comic sperrte, und zum anderen dann nicht noch Deadpool zum Titelhelden machte. Die Story um Wolverine ist ja ganz nett und sicherlich auch spannend, entwickelt sich aber dabei total träge und ist für mich lediglich Beiwerk, lese ich das heft doch nur wegen Deadpool. Hier hat man so viele Lacher in einem kurzen Comic, so viele abgedrehte, irre Ideen – da kann der Vielfraß einfach nicht so richtig mithalten. Spaß macht es aber beides, weil in Wolverine auch gern Gewalt gezeigt wird, aber ob das am Ende wirklich etwas Gutes wird, wird sich zeigen, wenn sich die Geschichte ein bisschen mehr entwickelt hat. Dass Deadpool wieder total toll ist, muss ich vermutlich niemandem sagen.

Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar