DEADPOOLSONDERBAND7_Softcover_334[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 22.10.2013
Künstler: Stuart Moore, Skottie Young, Mike Benson, Ramón K. Perez, Shawn Crystal, Philip Bond
Art: Softcover (enthält “Dpool Team Up” #883-884, “Deadpool/Wolverine: The Decoy”, “Dpool Annual”, “Dpool” #25 (II), “Dpool Family” #1 (II+II), “Dpool” #900 (VI))
Seiten: 148
Sprache: deutsch
Preis: 16,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Habt ihr schon mal im ÖPNV gekichert?
Rating: Lady Deadpool steht auf Headpool, alle anderen auf diesen Comic

 

Erhältlich bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, mit Leseprobe bei mycomics.

Von Zeit zu Zeit macht es ja auch einmal Spaß, eine Sammlung mit mehreren einzelnen, voneinander losgelösten Geschichten zu lesen, um einen groben Überblick davon zu erhalten, was der Charakter eigentlich noch alles, abseits von der eigentlichen Serie, so drauf hat. Mit dem siebten Sonderband des Söldners mit der großes Klappe bekommt man gleich viele grundverschiedene Geschichten, von vielen grundverschiedenen Autoren und Zeichnern, aus vielen (ihr werdet es erraten) grundverschiedenen Serien zu lesen. Ob das aber überzeugen kann, ob es Spaß macht und und Lust auf mehr macht, könnt ihr in folgender Review nachlesen.

Das sind ja wirklich sehr viele verschiedene Geschichten hier

Tatsächlich ist das vorzeigbarste Argument für diesen Band, dass die Geschichten alle höchst unterschiedlich sind. Manche sind ein bisschen absurd, andere können so einfach gar nicht im bekannten Marvel-Universum spielen und tatsächlich sind manche auch nicht so richtig gut. Besonders schön ist aber beispielsweise die Geschichte, in der Wolverine unseren Deadpool um Hilfe bittet, weil er ebenso unsterblich ist und daher sehr gut als Ablenkung für einen verwirrten Roboter, der es eigentlich auf Jean Grey abgesehen hat, dienen kann. Klar, dass das am besten funktioniert, wenn er auch ihr altes Kostüm überzieht, während sich Wolverine ständig fragt, was er da eigentlich anstellt, und von Zweifeln zernagt wird.
Oder die Geschichte, in der er der neue Herold von Galactus wird und, statt seines Vorgängers Silver Surfer, gar kein schlechtes Gewissen hat, wenn er ihm leckere Planeten sucht und nur rausgeschmissen wird, weil Galactus von ihm tierisch genervt ist.
Das beste ist aber wohl die Story, in der Deadpool bei einer tödlichen Spielshow mitmacht, in der die Kandidaten sterben wie die Fliegen, während sie um ein Preisgeld von 1 Million Dollar spielen. Allerdings glaube ich, dass eine der absurdesten Geschichten jene ist, in der Lady Deadpool und Headpool, der Zombiekopf, zum Psychiater gehen, um ihre Beziehung zueinander zu diskutieren, was darin endet, dass sie miteinander… puh. Das war ein bisschen eklig. Ein bisschen sehr.

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Aber optisch dann…?

Weil wir hier natürlich auch viele verschiedene Künstler haben, ändert sich natürlich auch der Stil von Comic zu Comic. Das ist aber tatsächlich ziemlich angenehm, sind sie zwar doch recht ähnlich, trotzdem interpretieren sie die Figur sehr eigen. Mehr kann man dazu vermutlich nicht sagen, denn an der Optik habe ich wirklich nichts auszusetzen. Kann man das so stehen lassen? Kann man.

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Aber lohnt sich das dann jetzt?

Klar können die Geschichten nicht besonders in die Tiefe gehen, aber das ist ja bei Deadpool tatsächlich auch nur recht selten der Fall. Trotzdem sind die Geschichten alle für den ein oder anderen Kicherer gut und machen, wie gesagt, sehr viel Spaß. Gerade bei solchen Sammlungen hat man auch mal die Gelegenheit ein paar Stories zu lesen, die sich vielleicht nicht direkt mit dem Charakter, sondern vielleicht mit einem seiner Mitstreiter beschäftigen. Statt Deadpool bekommt beispielsweise Dogpool (der Deadpool aus einer anderen Dimension – es ist kompliziert. Okay, nein, es ist der Deadpool aus einer anderen Dimension. Ganz einfach) eine kleine Geschichte, was ja auch immer eine nette Sache ist. Aber ob es sich lohnt? Ich denke schon, viel falsch machen kann man da eigentlich nicht, wenn man sowieso auf Deadpool steht.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar