WOLVERINEDEADPOOL4_Heft_660[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 08.10.2013
Künstler: Paul Cornell, Brian Posehn, Gerry Duggan, Alan Davis, Tony Moore
Art: Softcover (enthält “Wolverine” #4, “Deadpool” #4)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Vorsicht, dass ihr bei Wolverine nicht einschlaft und die Station verpasst.
Rating: Mount Rushmore kichert über Deadpool und lacht Wolverine aus.

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Als wir unsere Helden das letzte Mal begleiteten, war Wolverine geraed dabei eine Gruppe von offenbar besessenen davon abzuhalten, in einen riesigen Tank zu bluten, weil das ja ganz offensichtlich gar nichts Gutes ist. Was ihr Plan damit war, ist nicht ganz klar geworden, dass Wolverine etwas dagegen tun muss, ist hingegen völlig klar. Deadpool war unterdessen damit beschäftigt Zombie-Präsidenten der USAofA zu töten, die von einem Shield-Necromancer wieder erweckst wurden, damit sie dem Land helfen. Allerdings haben sie lieber angefangen Pläne zu schmieden, das Land zu zerstören. Was eben Zombie-Präsidenten so machen. Wie es nun weitergeht erfahrt ihr in folgender Review.

Wolverine #4

So wortkarg Wolverine auch ist, so wenig geschieht hier tatsächlich in der Ausgabe. An was ich mich erinnere ist, dass Wolverine erfährt, dass er seinen Rage-Mode aktivieren kann, indem er seine Muskeln an seinem Adamantium-Skelett reibt. Das tut zwar total weh, lässt ihn aber wesentlich kräftiger, schneller und mehr Wolverine werden, als so schon. Logisch, dass er diese Fähigkeit direkt einsetzt, als genannte Wissenschaftler ein Flugzeug mit genanntem Tank beladen und Kurs auf New York nehmen, wo sie es abstürzen lassen wollen. Wolverine reibt also seine Muskeln an seinem Skelett (boah ist das doof), erwischt den Flug und (hier wird’s cool) schneidet mit seinen Klauen den Flügel des Flugzeugs ab, wodurch es glücklicherweise abstürzt und alle bösen an Board tötet. Nick Fury ist dankbar, Story vorbei.

Deadpool #4

Der Deadpool hingegen ist mega-gut. Er verkleidet sich als Marilyn Monroe und zerstückelt mit seinem Zauberschwert John F. Kennedy, er springt aus einem Flugzeug auf die Golden Gate Bridge in San Francisco und zerstückelt in wenigen Panels ein paar unbekanntere Präsidenten (ich kenne mich da ja auch nicht so aus), die sich dankbarerweise vorher noch kurz alle vorstellen und hält J. Edgar Hoover (und halt wieder ein paar andere) davon ab, den Hoover-Staudamm zu sprengen. Auch mit seinem Zauberschwert, das er ja zuvor von Dr. Strange bekam – klar. Aber ey, Freunde, das beste ist wohl, als er gegen Abraham Lincoln in einem Cage Fight antritt. da gibt es nämlich eine unglaublich coole Splash-Page, die total den Cover von “Superman vs. Muhammad Ali” nachempfunden ist. Natürlich auch Cameos bekannter Leute, wobei die rolle von Batman dieses Mal von Daredevil eingenommen wird. Der nächste Halt ist dann der Weltraum, wo Reagan sein altes Star-Wars-Programm wiederbeleben möchte.

Also…
Wolverine ist gewohnt schwach. Ich weiß zwar, dass die beiden Ausgaben in etwa den selben Umfang haben, allerdings kommt mir der Wolverine total kurz und inhaltslos vor. Ich weiß nicht so genau, woran es liegt. Vermutlich daran, dass einfach wenig Story transportiert wird und ziemlich strikt vom Anfang zum ende gegangen wird, ohne spannende Umwege zu nehmen. Die Szene, in der Wolverine das Flugzeug kapert und ihm den Flügel abschneidet, ist zwar ganz schön cool und eben auch typisch Wolverine, aber das ist mir persönlich ein bisschen zu wenig.
Deadpool reisst aber alles mehr als raus. Es ist blutig, witzig, mit popkulturellen Anspielungen und tatsächlich auch überragend gezeichnet. Wenn man nämlich durchzählt, findet man immer die richtige Menge an Knochenstücken, Litern Blut und die korrekte Anzahl an Gedärm. Okay, es ist auch mega witzig, was vermutlich an der Art von Humor liegt, die man nie offen zugeben würde, man aber insgeheim doch sehr laut drüber lacht.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.